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Es ist Silvester in Berlin

geschrieben von: Redaktion am 01.03.2010, 07:53 Uhr
paperpress577 
Ja, man könnte meinen, es sei der 1. Januar. Aber heute ist bereits der 1. März. Der Schnee ist weg, der wochenlang den Müll in den Straßen hat verschwinden lassen. Was wurde – zu Recht! - gejammert über ungestreute und nicht vom Eise befreite Wege...
Nun haben sie sich größtenteils durch die milderen Temperaturen von selbst befreit und die Stadt sieht so trostlos und dreckig aus, wie in meiner Erinnerung schon lange nicht mehr. Mal ehrlich: Berlin ist immer verdreckt und steht im subjektiven Vergleich mit anderen Hauptstädten ganz hinten: aber was sich mir im Moment jeden Tag - und ich bin mit meinem Sohn im Kinderwagen jeden Tag mehrere Stunden draußen unterwegs - als Anblick bietet, ist geradezu unfassbar. Es ist eine Mischung aus Weihnachtsbäumen - in Friedenau sind noch ganze Straßen voll davon - Silvesterknallern, Sand, jeder Menge Rollsplitt, Müll jeglicher Art und nicht zu vergessen: Hundekot in Massen. Der war auch so schön in den diversen Schichten des Schnees versteckt. Man hat ja fast geglaubt, Berlin habe keine Hunde mehr oder die Halter seien endlich allesamt mit Papiertüten unterwegs, weil Pfiffis Exkremente ja nicht nett aussehen im romantischen Weiß...Weit gefehlt, jetzt kommt alles zum Vorschein.

Ich schäme mich in diesen Tagen für meine Stadt und für die Politik, die hier gemacht wird.
Auch wenn im Moment keine Ferienzeit ist, Touristen tummeln sich immer in Berlin.
Und trotz allem Charme: Dreck bleibt Dreck. Letzte Woche war ich am Brandenburger Tor. Es türmten sich unansehnliche Schneereste, Sandberge und viel Müll. Warum gelingt es nicht, hierfür nachhaltige Lösungen zu schaffen? Wenn die BSR es personell nicht leisten kann, wäre doch sicher ein Einsatz von vorzugsweise jungen Menschen in dauerhaftem Hartz IV-Bezug im Rahmen gemeinnütziger Arbeit möglich.

Warum diese Scheu davor? Es würde der Stadt helfen und den jungen Arbeitslosen auch. Denn genau das würde passieren: Die Menschen hätten eine Beschäftigung, einen Grund morgens aufzustehen, wieder eine Tagesstruktur und sogar noch einen Zuverdienst.
Warum also der dritte Computerkurs, weil`s gerade wieder Geld für eine Maßnahme gibt statt einem Einsatz, der unmittelbar und sofort sichtbar allen nützt?

Berlin braucht Mut für unbürokratische Lösungen, über die nicht vorher wochenlang diskutiert werden muss. Manche Probleme lösen sich ja bekanntlich von selbst. Hier kann man zwar auf die Besen und den Einsatz von Hausbesitzern hoffen, aber das wird dieser Tage nicht reichen. Berlin ist leider nicht nur arm; es ist dreckig und das macht nicht sexy.

Andrea Landmann

  
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