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Zum Thema Kinderschutz

geschrieben von: Redaktion am 29.04.2006, 11:41 Uhr
paperpress519 
Hallo Ed,

wenn uns auch inzwischen die SPD NICHT mehr verbindet, pp tut es! Ein Glück, dass es Dich, Euch immer noch gibt. Sogar bei Klaus Hoffmann hat es (das, sie? pp) uns zusammengeführt. Ver-söhnlich, mit kleinen Mängeln in der Saal-Akustik.

Aber stopp Jürgen, nicht schon wieder kritisieren.
Erst noch einmal dicke Anerkennung für die zwei Mails zum Schul-problem in Neukölln. Hatte gerade Besuch von Lehrern aus Bayern. Da boten Eure Mitteilungen endlich einmal eine für Pädagogen und an der Kenntnis der Probleme interessierte Menschen eine zu-sammenfassende und Dank der Technik schnell verfügbare Infor-mationsmöglichkeit.

So, und nun wieder, aber wegen DER SACHE etwas schärfer: Es ist unerträglich, wie die CDU immer wieder auf gesellschaftliche Entwicklungen mit dem „Allheilmittel“ verschärfter gesetzlicher Re-gelungen reagiert. Besonders in der Vor-Wahlzeit. Das wird sicher noch schlimmer werden. In ihrer Oppositionsrolle – in der sie hof-fentlich noch bleib – vergisst sie oder/und hofft auf die Vergesslich-keit der Wählerinnen und Wähler. Denn vieles von dem, was sie heute fordert, hätte sie in ihrer Regierungszeit mühelos umsetzen können. In meiner Untersuchung (Diplomarbeit) „Behördliche Ju-gendpflege in Berlin (West)“ habe ich das schon vor Jahren be-schrieben, paperpress ist eine kontinuierliche Dokumentation dar-über. Leider waren die „ Anderen“ auch nicht immer besser. Dann hätten wir viele der heutigen Probleme nicht.

Am Beispiel des „Erstbesuchs“ möchte ich kurz darstellen, was ich meine:

In der „Guten alten Zeit“ übermittelten die Standesämter lückenlos und zeitnah jede Geburtsmeldung an die Säuglings– und Kleinkin-derfürsorge, später Jugendgesundheitsdienst. Und dann ...je nach Parteifarbe des zuständigen Stadtrates bzw. nach der Mehrheit in Bezirksamt und BVV wurden diese Meldungen lediglich abgelegt, mit einem schriftlichen Glückwunsch an die Eltern bedacht oder es erfolgte mit dem Glückwunsch ein Hinweis auf die Beratungsdiens-te und das Angebot der Abteilung Gesundheitswesen, des Jugend-amtes oder sogar ein Besuchsangebot der zuständigen Sozialar-beiterin. Je nach „Schärfe“ der kommunalpolitischen Instanzen wurden diese Vorgehensweisen als Diskriminierung, Verstoß gegen die Unverletzlichkeit der Wohnung, Zweifel an der Erziehungsfähig-keit der Familie o.ä. angeprangert und dienstlich untersagt. Auch der Datenschutz wurde herangezogen. Als dann für alle 12 Bezirke einheitliche, neue Arbeitsrichtlinien für den Jugendgesundheits-dienst geschaffen werden mussten, wurde der verbindliche Erstbe-such nicht gegen die CDU durchgesetzt! Was schert mich meine Haltung von gestern. Oder soll hinter den heutigen Forderungen nach dem verbindlichen Erstbesuch ein positiver Lernprozess ste-cken? Wäre ja schön, doch WER führt diesen dann durch? Die durch Organisationsgutachten und andere bekannte Sparmaßnah-men personell ausgeplünderten Jugend– und Gesundheitsdienste könnten diese Aufgabe sachgerecht ohne personelle Aufstockung nicht übernehmen. Bin gespannt auf den Ausgang der Diskussion

Unter Bezug auf gleichfalls aktuelle Berichterstattungen über einen Gerichtsprozess unterbreite ich den Vorschlag, dass pp einmal die „Renate–Rennebach-Stiftung i.G. für die Opfer von ritueller Gewalt“ vorstellt.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Dittner
Gesundheitsstadtrat a.D. Zehlendorf

  
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