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Kulturkiez Friedenau

geschrieben von: Redaktion am 18.11.2011, 14:28 Uhr
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Friedenau ist zwar nur ein Ortsteil des Bezirks Tempelhof-Schöneberg. Vor allem aber ist Friedenau der kulturelle Leuchtturm des Bezirks. Vielewarten an diesem Wochenende, Samstag von 16 bis 22 Uhr und am Sonntag von 13 bis 19 Uhr, auf Besucher, die ein vielschichtiges kulturelles Interesse haben. Zwischen Bundes- und Walther-Schreiber-Platz liegen 66 Standorte, die alles anbieten, was sich abbilden und darstellen lässt: Ob Restaurierungsatelier, Malschule, Zimmergalerie, Portraitmalerei, Fotografie und Fotokunst, es gibt nichts, was es nicht gibt. Organisiert wird das Kulturereignis vom Anfang 2011 gegründeten Kunstverein Südwestpassage e.V. Bereits zum vierten Male führt er am bevorstehenden Wochenende seinen Kultour-Rundgang in Friedenau durch.
Die Südwestpassage e.V. begreift ihre Aktivitäten als Plattform für den Ausbau kultureller Aktivitäten in Friedenau: Die Südwestpassage LiteraTour wurde 2011 ins Leben gerufen, ein "Hock" wird im Juni 2012 stattfinden (der Hock ist ein Brauch in den Dörfern des Schwarzwaldes. Einmal im Jahr stellen die Leute Tische und Stühle auf die Straße, hocken beieinander, essen Kuchen, trinken, reden). Darüber hinaus sind Workshops und Führungen geplant.

Gefördert wird das Projekt durch die PSD-Bank Berlin-Brandenburg, die sich Mitten im Friedenauer Kiez befindet. Gestern Abend lud die Bank eine kleine Gruppe von Interessenten zu einer Preview in fünf Galerien ein. In der Handjerystraße 34, dem Sitz der PSD-Bank startete die Tour. Unter Leitung der Kunsthistorikerin Andrea-Katharina Schraepler ging es zuerst in die Galerie von Susanne Wehr in der Fröaufstraße 7. Für ihr Metakunstprojekt volks-bild nutzt die Fotokünstlerin die Bilder anonymer Amateurknipser. Mit den auf Flohmärkten und in Online-Auktionen zusammengesuchten Snapshots befeuert sie das Kopfkino der Besucher und das Nachdenken über die Fotografie an sich.

„Alles Mögliche“ ist der aufschlussreiche Name der Galerie von Eric Pawlitzky in der Odenwaldstraße 21, der zweiten Station des Rundganges. Die Galerie hat mit inzwischen fünf fotografischen Salons Arbeiten zum unerschöpflichen Thema „Mensch“ gezeigt. Anlässlich der Südwestpassage Kultour stellt Eric Pawlitzky Fotografien aus seinem Projekt „Mein Ältestes“ vor. In Deutschland und Kenia bat er Menschen, sich mit dem ältesten noch im alltäglichen Gebrauch befindlichen Gegenstand portraitieren zu lassen.

Die hier vorgestellten Galerien und alle anderen können natürlich auch zu anderen Zeiten besucht werden. Informationen unter www.suedwestpassage.com

In den Askania Höfen in der Stubenrauchstraße 72 sind die Künstlerinnen Annette Domberger (Collagen und Fotografie), Uschi Niehaus (Malerei) und Ev Pommer (Objekte und Arbeiten auf Papier zu Hause).

Mit Fotografie beschäftigt sich auch Sabine Wild in ihrer Galerie am Südwestkorso 63. Das optische Flirren der signifikanten Längs- und Horizontalschraffuren, welche die Metropolen-Bilder von Sabine Wild bestimmen, ist formalästhetische Absicht und mehr als ein Erkennungszeichen. Mal skandiert ein dramatischer Einschuss von Farbelementen die vibrierenden Felder, mal über-wiegt ein Maß optischer Verwischung im Bild. Die Kompositionen suchen ein fein ausdifferenziertes Spannungsverhältnis zwischen grafisch-abstrakten und gegenständlich-realistischen Elementen. Zwölf ihrer Werke befinden sich in einem Jahreskalender 2012, der für 25 Euro in der Galerie erworben werden kann. Ein äußerst schönes Weihnachtsgeschenk.

Den Schlusspunkt der Tour bildete die Galerie LUX am Südwestkorso 11 a, wo im November Arbeiten von Benedikt Richert, Uwe Hand und Bernd Schwarting gezeigt werden. Die verarbeiteten Farben werden eindrucksvoll visuell erfahrbar in ihrer Rauheit und Struktur, jeder der Künstler hat dabei einen sehr eigenen malerischen Gestus entwickelt. Die Bildthemen scheinen aus luziden Welten zu stammen und führen in Verbindung mit der Farbe zu einem organischen Ganzen.

Nach dem zweistündigen Rundgang durch höchst interessante Galerien und dem novemberkühlen Friedenau freuten sich die Teilnehmer in der Galerie LUX auch über eine warme Suppe und ein Gläschen Rotwein.

Selbst für jemand, der sich einbildet Friedenau zu kennen, weil, schließlich hier geboren, war dieser Kultourrundgang ein völlig neues Erleben dieses Ortsteils. Viel Spaß beim Rundgang an diesem Wochenende.

Zusammenstellung: Ed Koch
Unter Verwendung von Texten aus dem Programmheft.

  
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