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Frauenanteil in den neuen Bezirksämtern

geschrieben von: Redaktion am 19.11.2011, 15:09 Uhr
paperpress597 
Da kann frau nicht meckern. In Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg stellen die Frauen jeweils drei der fünf Bezirksamtsmitglieder. Steglitz-Zehlendorf hat in dieser Woche sein neues Bezirksamt gewählt. Tempelhof-Schöneberg ist am 23. November dran. In beiden Bezirken sind SPD, CDU und Grüne jeweils mit einer Stadträtin vertreten. Bezirksbürgermeisterinnen wird es aber künftig nur noch eine geben, nämlich in Tempelhof-Schöneberg Angelika Schöttler (SPD). Bisher waren es vier. Monika Thiemen (SPD) hat in Charlottenburg-Wilmersdorf nicht mehr kandidiert, ebenso ihre Amtskollegin Gabriele Schöttler (SPD) in Treptow-Köpenick. Die beiden Linken Bürgermeisterinnen von Lichtenberg, Christina Emmrich, und Marzahn-Hellersdorf, Dagmar Pohle, wurden jeweils von Rot-Schwarz-Grünen Zählgemeinschaften regel-recht abgeschossen. Sie müssen sich jetzt mit den Posten der Vize-Bürgermeisterinnen begnügen.
In der statistischen Bewertung des Frauenanteils in den Bezirksämtern lassen wir einmal Friedrichshain-Kreuzberg außen vor. Eigentlich sollte dort am 30.11. das neue Bezirksamt gewählt werden. Jetzt ist der 7.12. im Gespräch. Kompliziert ist die Sache, weil die Piraten eigentlich neun Mandate gewonnen haben, aber nur acht Kandidaten hatten. Und von diesen sind noch drei ins Abgeordnetenhaus gegangen, sie haben nämlich für beides kandidiert, eine Unart, die es in vielen Parteien gibt. Nun sind fünf übrig geblieben. Mit neun, aber auch mit acht Bezirksverordneten hätten sie Anspruch auf einen Bezirksstadtrat gehabt. Jetzt beansprucht diesen die Linkspartei, deren Fraktion sieben Mitglieder hat, wovon einer, nämlich Bezirksstadtrat Mildner-Spindler offenbar sein Mandat nicht ausübt, wie die anderen Stadträte auch nicht. Somit sind gegenwärtig nur 45 statt 55 Verordnete in der BVV-Liste verzeichnet. Wenn das so weiter geht, sollte der Senat die Verwaltung des Bezirks zwangsweise übernehmen.

In unserer Betrachtung spielt der Bezirk ohnehin keine große Rolle, weil auch jetzt nur lediglich eine Frau im Bezirksamt vertreten ist. Ebenfalls nur jeweils eine Frau sitzt in den Bezirksämtern von Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte, Neukölln (hier ist noch Platz für eine zweite Frau. Das Sozialressort ist immer noch nicht besetzt. Anspruch darauf haben die Grünen), Reinickendorf und Treptow-Köpenick (auch hier wäre noch Platz für eine Jugendstadträtin, das Ressort steht der Linkspartei zu). Immerhin zwei Bezirksstadträtinnen gibt es in Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Pankow. In Spandau bleiben die Männer unter sich. Naja. Der Bezirk war ja immer schon etwas ganz Besonderes. Von derzeit 53 Bezirksamtsmitgliedern (ohne Friedrichshain-Kreuzberg und die noch fehlenden in Neukölln und Marzahn-Hellersdorf) sind 17 Frauen, was einem Anteil von 32 % entspricht. Darunter sind eine Bürgermeisterin und fünf stellvertretende Bürgermeisterinnen.

Von derzeit elf Bezirken sind Frauen wie folgt in den Ämtern vertreten: Schule-Sport und Weiterbildung je siebenmal, Gesundheit sechsmal, Jugend und Soziales je fünfmal, Umwelt und Natur je dreimal sowie Stadtplanung, Bürgerdienste, Tiefbau-Landschaftsplanung, Ordnungsamt und Wirtschaftsförderung lediglich einmal.

Das zeigt auch das Rollenverständnis. Bei den so genannten „weichen“, sozialen Bereichen sind die Frauen gut vertreten, aber Stadtplanung, Tiefbau oder Ordnungsamt ist eben fast nur etwas für starke Männer.

Nächste Chance, nicht nur den Frauenanteil zu vergrößern, sondern auch die Zuständigkeiten neu zu ordnen: September 2016.

Ed Koch

  
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