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Beeinflussen Sie mich nicht!

geschrieben von: Redaktion am 20.12.2011, 15:54 Uhr
paperpress598 
Abgeordnete benötigen große Papierkörbe. Sie erhalten viel Post. Medien, Organisationen, Verbände, Vereine, alle schicken den Abgeordneten ihre Publikationen zu. Warum? Damit die Volksvertreter Bescheid wissen. Oder weil man sie beeinflussen will? Wenn man nicht beeinflusst werden will, sollte man auch das Zeitungslesen einstellen. Dass Mitglieder der Regierungsfraktionen interessante Adressaten sind, versteht sich von selbst. Warum schickt man aber auch den Oppositionspolitikern etwas zu? Wer weiß, vielleicht bilden sie die nächste Regierung.
Information ist für einen Abgeordneten alles. Nie zuvor gab es eine Zeit, in der man sich besser und ausführlicher informieren konnte. Gerwald Claus-Brunner, Piratenparteiabgeordneter mit Palästinensertuch, und nun auch Davidsternträger, hat in den letzten Tagen viele Briefe geschrieben. Allen möglichen Institutionen, darunter auch paperpress, teilte er mit, keine weiteren Zusendungen von Printmedien haben zu wollen. „Sollten Sie dem nicht nachkommen“, droht er in dem Schreiben, „werden in Zukunft alle Versuche Ihrerseits, mich in meiner politischen Arbeit beeinflussen zu wollen, öffentlich gemacht.“

Wunschgemäß haben wir Herrn Claus-Brunner aus unserem Verteiler gelöscht, nicht ohne eine kleine schriftliche Anmerkung zu seinem ungewöhnlichen Wunsch zu machen: „Gern würden wir Ihnen allerdings paperpress allein deshalb weiter zusenden, um die von Ihnen angedrohten Konsequenzen miterleben zu dürfen, nämlich unsere Versuche öffentlich zu machen, Sie in Ihrer politischen Arbeit beeinflussen zu wollen. Um eines Gag Willen ist uns allerdings unser Produkt zu schade. Wir nehmen also interessiert zur Kenntnis, dass Sie Presseprodukte als Einflussnahme auf Ihre politische Arbeit betrachten. Das ist schon wirklich bemerkenswert, ausgerechnet von Ihnen diese Bemerkung zu lesen. Sie halten es für richtig, mit einem Palästinensertuch im Abgeordnetenhaus von Berlin herumzulaufen. Auch wenn Ihnen diese Maskerade nach der Geschäftsordnung offenbar nicht verboten werden kann, verletzten Sie zumindest die moralische Pflicht eines Abgeordneten zu einer gewissen Neutralität. Sie wissen, dass Sie mit dieser Kopfbedeckung viele Menschen nicht nur provozieren, sondern auch verletzten. Das scheint Ihre Absicht zu sein. Und so jemand beschwert sich über Einflussnahme? Ist Ihnen eigentlich klar, wie lächerlich Ihr Verhalten ist? Da kann man nur hoffen, dass Sie in den kommenden fünf Jahren so weitermachen, damit danach wieder Platz für Politiker im Abgeordnetenhaus ist, die da auch hingehören. Viel Erfolg.“


  
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