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Late Night ade

geschrieben von: Redaktion am 30.03.2012, 05:28 Uhr
paperpress601 
Ich bin gerade auf dem Weg in die USA und freue mich vor allem, endlich wieder David Letterman bei CBS sehen zu können. OK, kann ich auch im Internet, aber original im amerikanischen Fernsehen ist es halt ein anderes Feeling. Mit dem Ende der Harald Schmidt Show hat sich wohl endgültig das Late Night-Angebot im deutschen Fernsehen erledigt. Andere Sendungen, die zwar auch spät abends ausgestrahlt werden und einen entsprechenden Anspruch haben, bleiben weit hinter Schmidt zurück. Jay Leno bei NBC an der Westküste und David Letterman bei CBS van der Ostküste sind Shows, an die nur einer in Deutschland heranreichte, Harald Schmidt. Seine Sendung müsste öffentlich rechtlich unter Artenschutz gestellt werden.
Wenn ich immer diesen Quotenscheiß höre, der alles bestimmt, wird mir schlecht. Gibt es außer Quoten keine anderen Kriterien? Sat 1 ist mit dem Ende der Harald Schmidt Show ein Sender, der nun gar nichts mehr anbietet, was es sich lohnen würde, ihn einzuschalten. Sat 1 wird das gleiche Schicksal erleiden wie die FDP. Über Auffanggesellschaften kann man wahrlich geteilter Meinung sein, das interessiert die Bürger wenig. Sie sehen nur, dass es hier um tausende von Schicksalen geht, die in fast schon menschenverachtender Weise von der FDP behandelt werden. Die FDP opfert derzeit in ihrem Überlebenskampf alles und will damit ihr Profil schärfen. Nach Berlin und dem Saarland folgen im Mai zwei weitere Untergänge in Schleswig-Holstein und NRW. Und 2013 folgt die Abrechnung auf Bundesebene.

Die Harald Schmidt Show hätten wir noch lange gebraucht, als Kultsendung in dieser trüben Angebotsbrühe des Fernsehens. Die FDP braucht wirklich niemand mehr.

Tragisch ist, dass vermutlich Schmidt eher den Bildschirm verlässt als Gottschalk, dessen unsägliche Vorabendshow kostbare Sendezeit verschwendet.

Roger Schawinski, ehemaliger Chef von Sat 1, wird in stern.de wie folgt zitiert: „Bei den Late Night Shows in den USA halten sich die Talker 20 Jahre oder länger. So baut man sich eine Community auf. Nur mit Kontinuität hat man eine Chance". Weiter heißt es bei stern.de: „Sat.1 verliert mit Schmidt nicht nur eine Marke, sondern auch das letzte bisschen Profil. Wenn im kommenden Sommer nun auch noch die Champions League zum ZDF überwandert, dürfte das einstige Aufbäumen des Bällchensenders endgültig in absolute Bedeutungslosigkeit verpuffen. ‚Die Wanderhure’ mag alle paar Jahre mit Rekordquoten begeistern, den qualitativen Verlust der selbst ernannten ‚Medien-Nutte’ Schmidt wird sie nie auffangen können.“

Ed Koch


  
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