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Humorlose Genossen

geschrieben von: Redaktion am 11.06.2012, 15:15 Uhr
paperpress604 
Zu unserem gestrigen Beitrag „Eiskalt durchgezogen“ haben wir bei Facebook folgende Anmerkung gefunden: „Diesen Artikel im PaperPress finde ich, auf welcher Seite ich auch stehe, beleidigend, kränkend, herabwürdigend, verletzend und ziemlich unreif; eine schlecht sitzende Jeans hat nichts mit Politik zu tun. Dieser Artikel erinnert mich doch gewaltig an den Spruch: Wer Parteifreunde hat, braucht keine Feinde mehr.“

Wer an dem Landesparteitag der SPD am 9. Juni 2012 teilgenommen hat, konnte sehr schnell erkennen, dass dies keine freundschaftliche Veranstaltung war. Dass die Anmerkung über die schlecht sitzenden Jeans von Björn Eggert humorvoll gemeint war, können verbissene Parteigänger natürlich nicht erkennen. So lächerlich wie sich Björn Eggert auf dem Parteitag benommen hat, musste er geradezu damit rechnen, verscheißert zu werden. Aber so ist das, austeilen kann die Stöß-Fan-Gemeinde gut, einstecken hingegen nicht so gut.

Viel mehr gefallen uns natürlich Anmerkungen wie diese: „Paperpress ist ein toller Nachrichtendienst, den ich vorher nicht kannte. Ich finde es gut, wenn über innerparteiliche Vorgänge öffentlich berichtet wird. Das diszipliniert die ‚Mächtigen’, wenn Ihnen ein wenig auf die Finger geguckt wird und sie nicht unbemerkt ‚unter sich’ sind und sich die Stadt unter den Nagel reißen können (und man sich hinterher die Augen reibt und wundert, wer auf einmal das Sagen hat, den vorher niemand auf dem Schirm hatte). Vielleicht trägt Paperpress damit auch dazu bei, dass die SPD sich wieder ein wenig verändert und wieder zu der Partei wird, in die ich mal eingetreten bin.“ Wir tun unser Bestes.

In einer anderen Anmerkung steht: „Euer Artikel ist witzig, spritzig und spiegelt wider, was in der Berliner SPD derzeit so alles schief läuft.“

Und kaum ist Stöß Parteichef, geht das Getrickse los. Wie berichtet wurde der Reinickendorfer Kreisvorsitzende Jörg Stroedter nicht in den Landesvorstand gewählt, obwohl es als gesetzt gilt, dass alle Kreisvorsitzenden gewählt werden. Aber nein, in zwei Wahlgängen hat man sich offenbar sehr bewusst gegen Stroedter ausgesprochen. Im Tagesspiegel ist jedoch heute zu lesen, dass er „voraussichtlich in den Landesvorstand kooptiert“ werde, „allerdings ohne Stimm-recht.“ Da muss man sich wirklich fragen, sollte dies stimmen, ob Herr Stöß den Schuss nicht gehört hat. Die SPD will nicht, dass Stroedter im Landesvorstand vertreten ist!!! Ist das so schwer zu begreifen? Kann man nicht irgendwann einmal damit anfangen, Vorgänge ernst zu nehmen? Was die Mitglieder wollen, ist dem Stöß-Lager ohnehin egal, aber die Meinung der viel beschworenen Landesparteitagsdelegierten sollte doch wenigstens gelten. Stroedter wird im Tagesspiegel mit den Worten zitiert: „Das sei ein ehrliches Ergebnis!“ Na bitte. Dann haltet Euch daran.

Jan Stöß wurde heute medienpolitisch geadelt. Er durfte der BILD-Zeitung ein Interview geben. Das Beste an dem Bericht ist jedoch nicht das Interview selbst, in dem Stöß seine bekannten Positionen wiederholt, sondern die beiden letzten Sätze im Kommentar von Hildburg Bruns: „Das Revoluzzer-Bündnis (Anm.d.Red.: Die Stöß-Crew) ist maßgeblich von Zukurz-Gekommenen geschmiedet: Denen, die bei der Postenvergabe im Senat leer ausgingen, rechten Sozis, die nicht zum Linkskurs passten und Bundestags-Aspiranten. Es hält nicht einmal der ersten Belastungsprobe, der Vize-Wahl, stand.“, womit der erste Wahlgang von Fritz Felgentreu gemeint ist, der durchfiel, es aber im zweiten Wahlgang schaffte. Die Protagonisten der rechten Parteiflügel Mitte und Aufbruch haben schon am Samstag gesehen, worauf sie sich mit Stöß ein-lassen. Viel Spaß weiterhin.

Ed Koch

  
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