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Gedenkveranstaltung zum 50sten Jahrestag der Kennedy-Rede

geschrieben von: Redaktion am 27.06.2013, 08:47 Uhr
paperpress616 
Am Balkon, auf dem John F. Kennedy vor 50 Jahren nicht seine Rede hielt, sondern auf einer davor ausgebauten Tribüne, hing am 26. Juni 2013 ein Transparent mit einem Hinweis auf das historische Ereignis. Der Platz vor dem Rathaus, der bereits drei Tage nach seiner Ermordung in Dallas in John-F.-Kennedy-Platz umbenannt wurde, war fast menschenleer. Die Polizei hatte den Platz abgesperrt, warum eigentlich? Die Gedenkfeier vor zehn Jahren, bei der auch Klaus Wowereit, der damalige US-Botschafter und der damalige Bezirksbürgermeister sprachen, fand auf dem Platz statt, so dass auch sehr viele Bürger an der Veranstaltung teilnehmen konnten. 2013 war das rund 300 ausgesuchten Ehrengästen vorbehalten, die Bürger konnten sich die Veranstaltung im Fernsehen anschauen. Nun, angesichts des kühlen Wetters hätten sich vermutlich nicht zu viele Menschen auf dem Platz versammelt, dennoch wäre es besser gewesen, die Gedenkveranstaltung an der Stelle durchzuführen, wo vor 50 Jahren unvergessene Sätze gesprochen wurden.

PAPERPRERSS berichtete auch damals über die Gedenkveranstaltung, an der 400 Ehrengäste und 3.000 Bürger teilnahmen. 2003 war es der Barber-Shop-Chor der JFK-Schule, der auftrat, zehn Jahre später verlasen JFK-Schüler das Freiheitsgelöbnis, das jahrzehntelang zum Geläut der Freiheitsglocke im RIAS-Programm verlesen wurde. Ebenso wie sich die John-F.-Kennedy-Schule am musikali-schen Rahmenprogramm vor zehn Jahren betei-ligte, war auch Jocelyn B. Smith wieder dabei. Zum 50sten Jahrestag hätte man sich mehr einfallen lassen müssen, als eine geschlossene Veranstaltung im Saal. Wobei, trotz Aufforderung auf der aufwendig gestalteten Einladungskarte, dass diese nur „in Verbindung mit einem gültigen Personaldokument“ gelte, wollte niemand weder die Einladungskarte noch einen Ausweis sehen, jeder hätte ungeniert in den Willy-Brandt-Saal gehen können. Die Veranstaltung selbst, das wollen wir gern bescheinigen, war würdevoll. Sie begann um 12 Uhr mit dem Geläut der Freiheitsglocke und der Begrüßung durch Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, die heute an jenem Schreibtisch sitzt, an dem vor 50 Jahren Bundeskanzler Konrad Adenauer das Neue Deutschland las, während Kennedy mit seinem Dolmetscher den berühmtesten aller Sätze einstudierte.

„Das Rathaus Schöneberg ist eng mit der Deutschen und der Berliner Geschichte verbunden. Es wurde zu einem Symbol“, sagte die Bezirksbürgermeisterin. „Als Sitz des Regierenden Bürgermeisters und des Abgeordnetenhauses von Berlin markierte es die Teilung der Stadt. Mit dem Läuten der Freiheitsglocke wurde es aber vielmehr ein Symbol für den unbeugsamen Freiheitsdrang der Berlinerinnen und Berliner.

Vor fünfzig Jahren war Berlin der Ort, an dem der Kalte Krieg greifbar war wie sonst nirgendwo. Der Besuch des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, John F. Kennedy, bedeutete deshalb unendlich viel. Die Völker der Welt blickten auf den westlichen Teil Berlins und erkannten und anerkannten die Zugehörigkeit zur freien demokratischen Welt.

Vor wenigen Tagen sagte Barack Obama vor dem Brandenburger Tor: ‚… weil Millionen auf diesem Kontinent jetzt die frische Luft der Freiheit atmen, können wir sagen, hier in Berlin, hier in Europa - unsere Werte haben gewonnen. Die Offenheit hat gesiegt. Die Toleranz hat gesiegt. Und die Freiheit hat gesiegt, hier in Berlin.’ Deshalb können wir heute im wiedervereinigten Deutschland in Freiheit diese Werte leben. Dabei empfinden wir Dankbarkeit gegenüber denen, die unbeirrt für Freiheit und Gerechtigkeit eingetreten sind.“

Klaus Wowereit, der amerikanische Botschafter Philip D. Murphy und Thomas J. Putnam, der Direktor der John F. Kennedy Presidential Library an Museum, Boston, erinnerten an den Besuch von Kennedy in Berlin und an diesen großen Präsidenten, dem es nur vergönnt war, wenig mehr als eintausend Tage im Amt zu sein.

Abgerundet wurde die einstündige Veranstaltung durch ein Gespräch der RBB-Redakteurin Astrid Frohloff mit dem Zeitzeugen Egon Bahr, damals Pressesprecher von Willy Brandt.

Ed Koch


  
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