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YEC-Fans feierten mit jungen Ungarn auf dem Gendarmenmarkt

geschrieben von: Redaktion am 28.07.2013, 11:45 Uhr
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Nach dem Konzert am zweiten Festivaltag von Young Euro Classic versammelten sich die jungen ungarischen Musiker mit ihrem Dirigenten Kálmán Záborszky auf den Stufen des Konzerthauses, gemeinsam mit dem Publikum. Freibier, Wein, Wasser und Bionade sorgten an diesem heißen Abend für die nötige Flüssigkeitszufuhr. Auch hungern musste niemand, denn die obligatorischen Brezeln mit Salzbelag taten gut gegen den kleinen Hunger. Der Gendarmenmarkt ist wirklich Berlins schönster Platz für so ein Fest. Bis weit nach Mitternacht feierten die Festival-Fans mit den jungen Künstlern. Vor dem Vergnügen, steht jedoch immer die Arbeit. Wobei sich die Arbeit auf das Orchester beschränkte und das Publikum im angenehm temperierten Saal der Musik lauschen konnte.

Ulla Kock am Brink hatte an diesem Abend die Rolle der Patin übernommen und wurde ihrer Aufgabe sehr gut gerecht. Sie erklärte das Programm und sagte einiges über das Orchester. Ihre kleine Rede begann mit Assoziationen zu Ungarn. Woran denkt man, wenn man Ungarn hört? Natürlich an die Wendezeit in Europa, wo Ungarn einen wesentlichen Beitrag auch zur deutschen Wiedervereinigung leistete. Von der jetzigen ungarischen Regierung zu sprechen, vermied sie. Aber auch Land und Leute ließ sie nicht unerwähnt, vor allem natürlich die großen Komponisten des Landes, deren Werke an diesem Abend auf dem Programm standen. Die Erinnerung an den Sieg der deutschen Fußballmannschaft über die Ungarn 1954, hätte man weglassen können, zum Glück verstanden die meisten Orchestermitglieder kein Deutsch. Aber, Frau Kock am Brink sprach im Wesentlichen über das Programm und stellte ihre Person nicht in den Vordergrund, wie es viele andere Paten hin und wieder überflüssiger Weise tun.

Beginnen wir mit dem Orchester: Die Zugloer Philharmonie Budapest, 2011 als „Nationales Ju-gendorchester“ anerkannt, kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Sie wurde schon 1954 gegründet, seit 1988 wirkt Kálmán Záborszky als künstlerischer Leiter des Orchesters. Es be-steht aus etwa 100 hochqualifizierten jungen Musikern, zu denen bei großen Chorwerken noch weitere 120 Chorsänger hinzukommen.

„Die Musiker traten bereits in vielen europäischen Ländern wie Italien, Spanien, der Schweiz und Finnland auf; bei Young Euro Classic waren sie zum ersten Mal zu Gast. In ihrer Heimat Ungarn hat die Zugloer Philharmonie Budapest in ihrer fast 60-jährigen Geschichte eine Vielzahl an Radio- und TV-Auftritten sowie CD-Produktionen absolviert. Ihre Konzerte finden zumeist im Budapester Palast der Künste statt. Zu den namhaften Künstlern, mit denen die jungen Musiker zusammengearbeitet haben, gehörten in früheren Jahren János Ferencsik und Tamás Vásáry, in jüngerer Zeit die Dirigenten Yuri Simonov, Kobayashi Ken-Ichiro und Zoltán Kocsis.“

Hatten wir gestern kühn behauptet, dass der zweite Konzertteil häufig der beeindruckendere ist, so war es diesmal anders. Mit Tänzen aus Galánta des ungarischen Komponisten Zoltán Kodá-ly begann der Abend. Ein schwungvoller Einstieg in einen langen Abend, hervorragend vorge-tragen von den jungen ungarischen Musikern. Für das knapp viertelstündige Werk hat der Kom-ponist fünf Tänze ausgewählt, schreibt Michael Horst im Programmheft. „Einleitend stimmen die Celli auf die Suite ein, das Motiv wird von anderen Instrumenten aufgenommen, bevor die Klarinetten das klagende Hauptthema mit seiner rhythmisch eingängigen Synkope anklingen lässt.“ Es lohnt sich immer, vor dem Konzert das Programmheft zu lesen. „Danach steigert sich das Tempo von Tanz zu Tanz“, und die Stimmung im Saal.

Nach dem Auftakt wurde der große Flügel in die Mitte des Podiums gerückt und ein junger Mann betrat die Szene. Mihály Berecz nahm Platz und legte los. Fantasien über ungarische Volksmelodien von Franz Liszt. Immer wieder begegnen uns bei YEC junge, hochtalentierte Klavierspieler. Offenbar muss man sich keine Nachwuchssorgen machen. Nach dem Konzert warteten Backstage Mihálys Eltern auf ihn. Sein Vater konnte vor lauter Freude über die abgelieferte Glanzleistung seines Sohnes die Tränen kaum halten. Immer wieder sagte er, wie stolz er auf ihn sei. Zu Recht, lieber Herr Berecz.

„Sein Klavierstudium begann der heute 15-jährige Ungar Mihály Berecz mit neun Jahren. Bereits ein Jahr später trat er als Solist in einem Konzert seiner Musikschule auf. 2010 gewann er den 1. Preis beim Nationalen Musikschulwettbewerb; im selben Jahr stellte sich Mihály Berecz mit seinem Musikschulorchester bei einem Besuch der Berliner Partnergemeinde Steglitz-Zehlendorf vor. Ein besonderer Meilenstein war 2011 die Auszeichnung für die beste Interpretation einer Komposition von Bela Bartók beim gleichnamigen Nationalen Klavierwettbewerb. Neben Werken seiner Landsleute Bartók und Liszt stehen vor allem die Komponisten Bach, Haydn und Mozart im Mittelpunkt der Konzertprogramme des hochbegabten Nachwuchspianisten. Darüber hinaus studiert Berecz auch Violine und hat sich bereits als Komponist hervorgetan.“ Natürlich ließ er sich nicht lange um eine Zugabe bitten.

Nach der Pause kam das Werk eines der bekanntesten ungarischen Komponisten zur Aufführung, das Konzert für Orchester von Béla Bartók. Ohne Frage, ein großes Werk, vorgetragen von einem exzellenten Orchester. So richtig kam die pfefferige ungarische Stimmung jedoch nicht auf. Versöhnt wurde man mit drei Zugaben, die dann doch noch den Paprikaduft wahrnehmen ließen.

Beim anschließenden Fest auf dem Gendarmenmarkt ging es musikalisch weiter. Dem Posaunisten half eine besonders attraktive Notenblatthalterin.

Seit 12 Uhr geht es in allen Sälen des Konzerthauses mit dem Young Euro Classic Preisträgerfestival schon wieder weiter. Den Abschluss bildet heute Abend um 20 Uhr der Schleswig-Holstein Festival Chor International mit Carl Orffs Carmina Burana.

Zusammenstellung: Ed Koch
Textquellen: YEC

  
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