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Sommergedanken vom Balkon

geschrieben von: Redaktion am 14.07.2006, 15:32 Uhr
paperpress519 
Unser Leser Andreas Baldow hat sich Gedanken zu einigen Beiträgen in den letzten Nummern von paperpress gemacht und uns zugemailt.
Sommergedanken vom Balkon

Der richtige Ort, um im Moment die lauen Sommerabende zu genießen, bleibt für mich der Balkon. Der Biergarten ist zu weit von der Dusche entfernt und eine Terrasse hab’ ich nicht. Bei einem erfrischenden Kaltgetränk kreisen die Gedanken schnell zu der vergangenen Fußball-WM zurück. Super Stimmung im Land, Fahneschwingen ohne dumpfen Patriotismus. Keine im Vorfeld befürchteten Krawalle, selbst die Sicherheitsbedenken zerstäubten schnell. Wir waren so gute Gastgeber, wir ließen sogar eine andere Mannschaft Weltmeister werden. Die Welt zu Gast bei Freunden – und sonst?

Der Flughafen Tempelhof war plötzlich wieder im Blickpunkt. Ohne Probleme hat er selbst den größten Andrang abgefertigt. Zeitweise erinnerten die auf dem Vorfeld abgestellten Flugzeuge an die Flugzeughalden in der Wüste von Arizona. Es bleibt die Frage, warum Berlin für 12.000.000 Euro in Tegel neue Abfertigungsmöglichkeiten baut, während in Tempelhof-Schöneberg die Sporthallen zerbröseln und der Flughafen Tempelhof noch funktioniert? Und, soll der von allen erwartete Investor, mit seinem Business-Jet in Straußberg gelandet, zukünftig mit der S-Bahn nach Berlin weiterfahren?

Daneben bescherte uns die WM amerikanische Verhältnisse – vor allem beim Einkaufen. Einen kleinen Vorgeschmack auf zukünftige Entwicklungen haben wir mit den erweiterten Ladenöffnungszeiten erlebt. Andreas Schwager hat natürlich Recht, wir haben in Berlin genug Einzelhandelsflächen. Es ist jetzt die Aufgabe der Einzelhändler, sich den neuen Anforderungen zu stellen. Doch wie reagierte der Tempelhofer Damm? Ein spezielles Fußballevent bei Teppich-Rausch oder ein public-viewing, organisiert von den Tempelhofer Einzelhändlern, auf dem Rathausparkplatz? Fehlanzeige! Und während überall in der Stadt bis spät nach Mitternacht der Bär steppte, gingen am Tempelhofer Damm zur gewohnten Zeit die Rollläden runter. So kann man das Interesse für einen Einkaufsstandort nicht wecken.

Erfreulich das neue Lebensgefühl in der Stadt. Das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen war plötzlich kein Problem mehr. Vielleicht ist manches ja auch schon unbemerkt selbstverständlich. Wir erlebten jedenfalls die entscheidenden WM-Spiele der deutschen Mannschaft im Restaurant „Anatolia“ in der Manteuffelstraße. Auf vorher reservierten Plätzen, denn das gastfreundliche Restaurant ist nicht nur wegen seiner Küche beliebt. Und wenn mir mein Gemüsehändler (türkischer Abstammung...) in Neukölln erklärt: „wir sind Deutschland“, dann ist die Integration vielleicht schon weiter, als es sich Dilek Kolat und Badr Mohammed zurzeit vorstellen können. Na klar, Spracherwerb muß sein und gewiss kann Integration am besten über die Familie erreicht werden.
Noch auf einem anderen Gebiet war die WM Vorbild. Sie lehrte uns, Abseits ist, wenn der Linienrichter die Fahne hebt und das Spiel ist erst zu Ende, wenn der Schiedsrichter pfeift. Alle Planspiele können am 17. September überholt sein. Sicher, für die SPD sieht es momentan hervorragend aus. Und mit Ekkehard Band als Bezirksbürgermeister sowie mit Angelika Schöttler als Jugendstadträtin sind wir im Bezirk gut aufgestellt. Als Wirtschaftsstadtrat hat Band das Unternehmensnetzwerk in Marienfelde vorangetrieben, mutiger als viele ihrer Kolleginnen war Schöttler bei der Gründung des Kita-Eigenbetriebes. Zukünftig kann die SPD in Tempelhof-Schöneberg auch andere Ressorts zusätzlich übernehmen. Anerkannte Fachleute haben wir. Selbstverständlich sollte aus meiner Sicht nicht der Fehler wiederholt werden, den Fachbereich Bauen zu trennen. Zu viele Reibungsverluste gab es, weil zwischen den beiden Dezernenten und den jeweiligen Fachämtern die Abstimmung nicht funktionierte. Stadtplanung und Bauen gehören zusammen. Aber wie gesagt, erst Bär dann Fell.
Mein Schlafzimmerfenster liegt leider auf der vom Rathaus Schöneberg abgewandten Seite. Allergiebedingt schlafe ich auch lieber bei geschlossenem Fenster. Aber – sicher ist sicher – mein Handy (neudeutsch: mobile-phone) ist aufgeladen und bleibt vorsichtshalber an ;-)

Einen schönen Restsommer wünscht
Andreas Baldow

  
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