Willkommen bei PaperPress Jugendpolitischer Pressedienst
suchen  
Hauptmenü  

Online  
Es sind 18 Besucher und 0 _MEMBER0 online..

Anmeldung

Sprachen  
Sprache auswählen:


  

Beiträge: Solidarität mit Nahariya

geschrieben von: Redaktion am 05.08.2006, 10:29 Uhr
paperpress535 
Offener Brief an die obersten politischen Repräsentanten des Bezirks Tempelhof-Schöneberg von paperpress-Herausgeber Ed Koch

Verteiler:

Herrn Bezirksverordnetenvorsteher Rainer Kotecki
Frau stellvertretende Bezirksverordnetenvorsteherin Ingrid Kühnemann
Herrn Bezirksbürgermeister Ekkehard Band
Herrn stellvertretenden Bezirksbürgermeister Dieter Hapel
Herrn Fraktionsvorsitzenden Reinhard Pospieszynski
Frau Fraktionsvorsitzende Margrit Zauner
Frau Fraktionsvorsitzende Reingard Jäkl
Herrn Fraktionsvorsitzenden Albert Weingartner
Sehr geehrte Damen und Herren,

in einem Internetbeitrag auf der paperpress-Seite www.paperpress.org habe ich am 29. Juli 2006 die Frage gestellt, wo die öffentliche Solidarität mit der Tempelhof-Schöneberger Part-nerstadt Nahariya bleibt. Unabhängig von der Diskussion, ob der Krieg gerechtfertig sei, ob die Reaktionen Israels auf ständige Angriffe einer Terrororganisation, die sich hinter der Zivilbe-völkerung im Libanon verschanzt, „angemessen“ sind, ging es mir allein um die Frage, warum sich unser Bezirk nicht öffentlich zu unseren Freunden in Nahariya bekennt.

In dem Beitrag habe ich die Frage gestellt, wo die Freunde der Stadt Nahariya in diesen Tagen sind und was der Bürgermeister tut. Daraufhin erhielt ich einen Leserbrief von Herrn Band, der ebenfalls auf der paperpress-Internetseite veröffentlicht wurde. In dem Brief weist Herr Band den Vorwurf des Nichtstuns „auf das Schärfste zurück“. Nun, des Nichtstuns habe ich ihn nicht beschuldigt, sondern lediglich die Frage gestellt, was er tut. Der Bürgermeister hat, wie er mir mitteilte, bereits am 13.7.2006 eine Solidaritätsadresse an die Repräsentanten der Stadt ge-schickt. Auch Frau Kühnemann, eine ausgewiesene und glaubwürdige Freundin Nahariyas hat mir mitgeteilt, dass sie fast täglich mit den Freunden in Nahariya telefoniere. Der Brief des Bür-germeisters und die Kotakte von Frau Kühnemann haben meine volle Sympathie, aber darum geht es bei meinem Anliegen nicht.
Meine Fragestellung zielt auf die öffentliche Solidarität, so wie es Charlottenburg-Wilmersdorf mit Karmiel und Steglitz-Zehlendorf mit Sderot getan haben. Ich finde es beschämend, dass unser Bezirk nicht in einer Pressemitteilung oder sogar Anzeige in den Bezirksblättern und Ta-geszeitungen den Bürgern von Nahariya und auch allen anderen betroffenen Zivilpersonen in Israel und im Libanon seine Solidarität und sein Mitgefühl ausspricht.

Herr Band sagt, dass sein Schreiben „etwas Persönliches“ ist, und es „zumal in Wahlkampfzei-ten“ „geschmacklos wäre, es medial breitzutreten“. Niemand verlangt von Herrn Band eine Veröffentlichung des Inhaltes seines Briefes, wenngleich ein Brief eines Bürgermeisters immer ein öffentlicher Vorgang ist. Dass er es „geschmacklos“ findet, die „Aktivität“ (Versenden dieses Briefes) „medial breitzutreten“ und noch als Grund dafür den Wahlkampf angibt, finde ich un-geheuerlich. Gerade im Wahlkampf hätte es allen Parteien gut zu Gesicht gestanden, wenn es dem Bürgermeister gelungen wäre, alle Repräsentanten des Bezirks zu einer Unterschrift unter eine öffentliche Solidaritätsadresse an Nahariya zu bewegen. Ich bin mir absolut sicher, meine Damen und Herren, dass jede/r von Ihnen diese Unterschrift geleistet hätte.

Nahariya ist erneut von Raketen getroffen worden. In Berlin finden antiisraelische Demonstrati-onen statt, auf denen die Hisbollah in ihrem „Freiheitskampf“ gegen Israel bestärkt wird. Das Existenzrecht von Israel wird durch gefährliche Nachbarn wie dem Iran und Syrien ständig in Frage gestellt, und Tempelhof-Schöneberg, seit 1970 freundschaftlich mit einem Ort in Israel verbunden, schweigt in der Öffentlichkeit. Ich verstehe das nicht! Jeden Tag, so lange der Krieg dauert, übrigens, wie Sie wissen, kein Krieg unter souveränen Staaten, sondern ein Krieg gegen eine Terrororganisation, müsste täglich zusätzlich um 18 Uhr die Freiheitsglocke im Rathaus Schöneberg läuten.

Ich sage es Ihnen ganz ehrlich, ich bin von Ihnen enttäuscht.

Mit besten Grüßen

Ed Koch

  
Anmeldung  




 


Registrierung

Impressum  
p a p e r p r e s s
Ed Koch (Herausgeber und verantwortlich für den Inhalt)
Träger: Paper Press Verein für gemeinnützige Pressearbeit in Berlin e.V.
Vorstand: Ed Koch - Mathias Kraft
Postfach 42 40 03
12082 Berlin
Email: paperpress[at]berlin.de
PDF-Newsletter-Archiv:
www.paperpress-newsletter.de

Diese WebSite wurde mit PostNuke CMS erstellt - PostNuke ist als freie Software unter der GNU/GPL Lizenz erh�ltlich.