Willkommen bei PaperPress Jugendpolitischer Pressedienst
suchen  
Hauptmenü  

Online  
Es sind 11 Besucher und 0 _MEMBER0 online..

Anmeldung

Sprachen  
Sprache auswählen:


  

Keine Straße für Pfitze - Reaktionen

geschrieben von: Redaktion am 13.11.2014, 16:07 Uhr
paperpress511 
Es sind immer wieder Themen, bei denen man keine Reaktionen erwartet, die die Gemüter bewegen. So zum Beispiel die Benennung einer Straße in Schönenberg nach dem Schauspieler Günter Pfitzmann. Aus den vielen Zuschriften, haben wir zwei herausgesucht, die erste von einem Mann, die zweite von einer Frau.

„Pfitze würde sich im Grab umdrehen, wenn er die Ablehnung und die Be-gründung des Kulturausschusses mitbekommen würde! Es ist schon unglaublich, dass ein so ein kleiner Ausschuss so etwas beschließen kann, und der BVV die Ablehnung des CDU-Antrages aufdrücken will. Die Begründung ‚nur Frauen....‘ ist ja lächerlich, Ausnahmen sollten doch mal zulässig sein.

Man kann nur hoffen, dass der Bezirk Steglitz-Zehlendorf demnächst eine Straße/Platz nach Günter Pfitzmann benennen wird! Die sind, so denke ich, nicht so kleinkariert, wenn es um das Urgestein und Berliner Pflanze Pfitzmann (der sein halbes Leben in Nikolassee verbracht hat), geht. Tem-pelhof-Schöneberg hätte dann eine Chance verpasst!

Pfitze würde über diese Posse eine seiner witzigen Bemerkungen loslas-sen: ‚Die haben ja een Riss im Wirsing!‘ Dem möchte ich mich sehr gerne anschließen.“

„Schade, dass Sie wie Schupelius auf einer Sache herumhacken, die nur bedingt taugt. Was wäre mit einer Brigitte-Mira-Straße - ist genauso ein Urgestein. Aber weiland irgendwann Anita Kupsch? Ich bin schon ange-fressen genug, weil die CDU damals die Wilhelm-Kabus-Straße durchge-setzt hat. Und die Ulrichsstraße wäre auch besser eine Anita-Augspurg-Strasse geworden. Das hat der Bezirk Mitte übrigens besser gemacht, und die haben schöne neue weibliche Straßennamen.“

Zur ersten Lesermail ist nichts hinzuzufügen, zur zweiten schon. Kenntnis über den Vorgang haben wir nicht aus der BZ von Herrn Schupelius, son-dern aus einem großen Beitrag im Tagesspiegel mit Ankündigung auf Sei-te Eins. Über Anita Kupsch müssen wir zum Glück nicht reden, die 74-jährige erfreut sich nach unserer Kenntnis bester Gesundheit.

Brigitte Mira? Ja, immer, gute Idee. Sie stammt zwar aus Hamburg, war aber eigentlich eine richtige Berlinerin. Mira, Pfitzmann und Juhnke, Ikonen unserer heilen West-Berliner Welt. Kann man da nicht einen Straßennamen kombinieren, der an die drei erinnert. Juhnke-Mira-Pfitzmann-Straße. Das wär doch was.

Angefressen, weil es eine Wilhelm-Kabus-Straße am Südkreuz gibt, kann man sehr wohl sein. Das kommunalpolitische Wirken, u.a. acht Jahre (1975-1983) als Bezirksbürgermeister von Schöneberg, ist von keiner au-ßerordentlichen Bedeutung, die einen Straßennamen rechtfertigt. Keine Ahnung, warum diese Straße seinen Namen tragen muss.

Aber, noch einmal grundsätzlich ein Wort zu dem Thema, „jetzt werden erst einmal alle neuen Straßen nach Frauen benannt.“ Ich halte das schlicht für undemokratisch. Jede Maßnahme, die irgendeine Gruppe zwangsweise bevorzugt, ist abzulehnen. Das Argument, es gebe jetzt so viele Straßen, die nach Männern benannt sind, deshalb muss am Gleichstand gearbeitet werden, ist schlicht und einfach ein unerträglicher Eingriff in eine freie Entscheidungsfindung.

Darüber, welche Namen Straßen, Plätze oder Gebäude erhalten, sollten die gewählten Vertreter des Volkes entscheiden, ohne dass es Aus-schlusskriterien geben darf. In Fragen von Straßenbenennungen könnte man ja auch die Bürgerinnen und Bürger entscheiden lassen, die sich ja schon zu viel wichtigeren Themen wie Strom, Wasser, Wohnungsbau und Religion äußern durften. Wie ein Bürgerentscheid in Tempelhof-Schöneberg in der Frage der Benennung einer Straße nach Günter Pfitzmann ausgehen würde, könnte ich problemlos vorhersagen.

Ed Koch

  
Anmeldung  




 


Registrierung

Impressum  
p a p e r p r e s s
Ed Koch (Herausgeber und verantwortlich für den Inhalt)
Träger: Paper Press Verein für gemeinnützige Pressearbeit in Berlin e.V.
Vorstand: Ed Koch - Mathias Kraft
Postfach 42 40 03
12082 Berlin
Email: paperpress[at]berlin.de
PDF-Newsletter-Archiv:
www.paperpress-newsletter.de

Diese WebSite wurde mit PostNuke CMS erstellt - PostNuke ist als freie Software unter der GNU/GPL Lizenz erh�ltlich.