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Beiträge: 45. Jahrestag des Mauerbaus

geschrieben von: Redaktion am 15.08.2006, 08:51 Uhr
paperpress535 
Der Tempelhof-Schöneberger Abgeordnetenhauskandidat Floria Graf (CDU), forderte von seinem Gegenkandidaten der Linkspartei.PDS, Carsten Schatz, eine Entschuldigung für dessen rechtfertigende Äußerungen in einem "Tagesspiegel"-Interview.
Einige fanden es kitschig, der weitaus größte Teil jedoch war beeindruckt von den rund eintausend Mauerkreuzen, die Alexandra Hildebrandt vom Museum am Checkpoint Charlie beidseitig der Friedrichstraße hat aufbauen lassen. Einige Meter Mauer hatte sie daneben gestellt, nicht ganz dem ursprünglichen Verlauf entsprechend, weil sie sonst quer über die Straße geführt hätte, aber imposant scheußlich.

Alexandra Hildebrandt am 5. Juli 2005, dem Tag des Abrisses Ihrer Mauerkreuze. Foto: Ed Koch (Foto nur in der Printversion)

Kultursenator Flierl von der PDS konnte sich mit dem Konzept von Frau Hildebrandt nicht anfreunden und begrüßte die Entfernung des privaten Mahnmals. Sein eigenes Konzept ist bislang immer noch nicht voll realisiert. Was er jetzt am Checkpoint Charlie bietet, sind großflächige Fotos am Bauzaun. Beides wäre mit gutem Willen dieses peinlichsten Kultursenators aller Zeiten möglich gewesen: Die Kreuze und die Fotos.

Am 13. August waren es genau 45 Jahre her, dass die DDR-Kommunisten den „Antifaschistischen Schutzwall“ errichteten: 155 km lang um Westberlin herum, 43 km quer durch Berlin, 302 Wachtürme, von denen aus hunderte von Fluchtversuchen vereitelt wurden, etwa 200 Menschen wurden dabei verletzt, 192, oder doch „nur“ 126 bezahlten den Versuch, von Ost nach West zu gelangen mit dem Leben.

Carsten Schatz war 2005 Wahlkampfleiter der PDS im Bundestagswahlkampf und kandidiert jetzt in Tempelhof-Schöneberg für das Abgeordnetenhaus. 2005 äußerte er dem „Tagesspiegel“ gegenüber sein Verständnis für den Bau der Mauer, die zur „Existenzsicherung der DDR“ gebaut wurde. Er findet „den Vorgang angesichts der danach erfolgten inneren Stabilisierung der DDR nicht irrational“, berichtet der „Tagesspiegel“ am 22.8.2005. Noch 1988 trat Carsten Schatz der SED bei. Heute ist der 36-jährige Landesgeschäftsführer der PDS und wird dies vermutlich auch bleiben, denn seine Kandidatur im Wahlkreis 5 (Tempelhof Süd/Mariendorf Nord) wird nicht zum Erfolg führen. Auf einem Listenplatz ist er nicht abgesichert und selbst den Listenplatz 7 für die BVV-Wahl wird er nur schwer erreichen können.

Sein CDU-Gegenkandidat im Wahlkreis 5, Florian Graf, forderte von Schatz eine Entschuldigung für dessen Entgleisungen zum Mauerbau. Graf erwartete, dass dies am 12. August bei der zentralen Gedenkfeier am Checkpoint Charlie erfolgen sollte. Graf hatte Schatz dazu in einem Schreiben aufgefordert. „Diese Geste gegenüber den SED-Opfern sei mehr als überfällig.“, teilte Graf in einer Presseerklärung mit. „Schatz und seine Partei müssten endlich akzeptieren, dass die Mauer für die Deutschen in Ost und West Trennung, Leid und Schmerz bedeutete.“ Die Äußerungen von Schatz gegenüber dem „Tagesspiegel“ im letzten Jahr bezeichnete Graf als „menschenverachtend und geschichtsverfälschend. Sie dokumentieren den Versuch der PDS, nachträglich ein totalitäres und menschenverachtendes Regime zu rechtfertigen.“ Die Entschuldigung von Schatz am 12. August 2006 blieb übrigens aus. Chance vertan.

  
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