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Gedenktafel für Wolfgang Szepansky zerstört

geschrieben von: Redaktion am 02.03.2015, 08:56 Uhr
paperpress515 
Der Tempelhof-Schöneberger Bezirksverordnete der Linken, Harald Gindra, machte uns auf einen traurig und wütend stimmenden Anschlag aufmerksam. Im Rundbrief der VVN-VdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Verband der Antifaschistinnen und Antifaschisten Berlin e.V.) ist der nachfolgende Text veröffentlicht worden: „Gedenktafel mutwillig zerstört. Die Gedenktafel für Wolfgang Szepansky an der Wand der ehemaligen Schultheiss Brauerei in der Kreuzberger Methfesselstraße wurde in der letzten Woche mutwillig zerstört. Sie wurde im August 2012 von der VVN/VdA und dem Aktivem Museum dort enthüllt, wo Wolfgang 1933 ‚Nieder mit Hitler! KPD lebt! Rot Front!‘ schrieb.

Es waren augenscheinlich keine randalierenden Jugendlichen, wie der die Anzeige aufnehmende Polizist vermutete. Offensichtlich sind die Täter be-wusst vorgegangen, sie mussten Werkzeug, wie Zangen und Stemmeisen, dabei gehabt haben.“

Die Mitteilung schließt mit der Aufforderung „Die Gedenktafel muss unbedingt erneuert werden." Diesem Wunsch schließen wir uns ausdrücklich an. Mit Wolfgang Szepansky verbindet der Paper Press e.V. eine jahrzehntelange Zusammenarbeit und Freundschaft. Wir haben viele Projekte, Ausstellungen und Gedenkstättenfahrten mit ihm und seinem Freund und Zeitzeugen Emil Ackermann für Jugendliche und Erwachsene im Bezirk angeboten. Das bedeutendste Projekt waren die Antifaschistischen Stadtrundfahrten durch Tempelhof, die wir mit Wolfgang Szepansky und Emil Ackermann konzipiert und seit 1980 bis kurz vor seinem Tod 2008 66-mal durchgeführt haben. 2.300 Jugendliche und Erwachsene nahmen an den Rundfahrten teil.

Wolfgang Szepansky war fraglos einer der bedeutendsten Widerstandskämpfer Tempelhofs. Bis zuletzt hat er in Schulklassengesprächen und Diskussionsveranstaltungen über das menschenverachtende so genannte „Dritte Reich“ berichtet. Immer mit der Zielsetzung, dass sich so etwas nie wieder in Deutschland wiederholen darf.

Aber: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch!“ Diese Worte werden als Warnung vor einer zunächst zwar gebannten, aber doch immer noch und immer wieder drohenden Gefahr zitiert. Es sind die Schlussworte des Epilogs zu dem Parabelstück »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« von Bertolt Brecht (1898-1956). (Quelle: deacademic.com)

Und aus diesem Schoß der Ewig-Gestrigen sind vermutlich auch jene gekrochen, die ihre Aufgabe darin sehen, die wahren Helden dieses Landes zu entehren. Schande über sie. Vermutlich muss man heutzutage Gedenktafeln in Stein meißeln, um sie vor Anschlägen zu schützen.

Ed Koch

  
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