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"Vor Gott sind eigentlich alle Menschen Berliner."

geschrieben von: Redaktion am 08.03.2015, 07:59 Uhr
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In der Ausgabe des Tagesspiegels vom 7. März 2015 befindet sich auf einer Doppelseite 24/25, an-gekündigt auf der Titelseite, ein umfangreicher Bericht von Maris Hubschmid: „Magnet Berlin.“ Neben der Autorin, die 2013 den Reportagepreis für junge Journalisten der Heinrich-Böll-Stiftung und Süddeut-sche.de gewonnen hat, kommen acht Persönlichkeiten zu Wort, die mit ihren Unternehmen von Berlin aus – teilweise weltweit – tätig sind, zum Beispiel Catherine von Fürstenberg-Dussmann, die Chefin der Dussmann-Group, oder Dirk Popp, der CEO der Agentur Ketchum Pleon, oder Hans-Gert Pöttering, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Aufgelistet werden ein paar Hundert Organisationen, Stiftungen, Verbände, Repräsentanzen aus Wissenschaft, Forschung, Kommunikation, Medien, Sender, Verlage, Kunst und Galerien, Start-Ups, Websites und Neuen Märkten. Sie alle haben einen Nenner: Berlin, the place to be! Im wahrsten Sinne des Wortes. Leider ist der gesamte Beitrag im Netz nicht verfügbar, noch nicht. Er wäre es allemal wert, dort nachgelesen werden zu können.

Die Persönlichkeiten beschreiben ihren Weg nach Berlin. Teilweise von Berlin weg und wiedergekommen, andere umgezogen von München, Hamburg oder Köln, oder von Sankt Augustin bei Bonn, wie die Adenauer-Stiftung. Maris Hubschmid hat für ihren Artikel, für den sie einen weiteren Preis verdient hätte, viele Menschen interviewt, die Berlin zu einem einzigartigen Ort gemacht haben. Immer wieder ist von Sogwirkung die Rede. Zitat: „Der Umzug von Universal Music … brachte die Musikindustrie nach Berlin.“ Nachfolgend ein paar Zitate aus dem Artikel von Leuten, mit denen Maris Hubschmid sprach, natürlich aus dem Zusammenhang, aber für sich stehend aussagekräftig: „Berlin ist so attraktiv wie nie.“ 2013: 45.000 Gewerbeanmeldungen und 160.000 Zuzüge. „In Berlin entstehen so viele Arbeitsplätze wie nirgendwo sonst im Land.“ „40 Prozent der rund 3,5 Millionen Einwohner sind jünger als 35 Jahre.“ „Berlin hat in Deutschland anteilig die meisten Hartz IV-Empfänger, das liest man oft. Dass die Stadt pro Kopf bundesweit aber auch die meisten Akademiker hat, wissen viele nicht.“

„Berlin, man darf das wohl sagen trotz Fotos, auf denen Männer vor Flüchtlingsheimen den Arm zum Hitlergruß heben, hat eine ‚eingebaute Toleranz für andere Völker, Sprachen und Kulturen.‘“ „Hamburg ist schön, na klar. Aber seit wann ist Schönheit ein Ausdruck von Urbanität?“ „Kommen Sie in Hamburg neu dazu, werden Ihre Enkelkinder die Gelegenheit haben, die Stadt mitzuprägen. In Berlin darf jeder mitgestalten. Vor Gott sind eigentlich alle Menschen Berliner.“

„In Berlin finden ausländische Unternehmen deutsche Effizienz.“ „Große Unternehmen kommen auch in der Hoffnung, dass das Image des Unverbrauchten auf sie abfärbt.“ „Als Agentur gehst Du dorthin, wo die Mitarbeiter sind, die das Talent haben. Davon gibt es in Berlin eine Menge.“ „70 Prozent der deutschen Autoren leben in Berlin.“ „In den vergangenen Jahren haben junge Technologieunternehmen allein 64.000 neue Jobs geschaffen.“

Niemand hätte Berlin nach Kriegsende, der Teilung, dem Mauerbau und auch nicht nach dem Neustart 1990 diese Entwicklung zugetraut. Es ist jedoch geschehen. Ein Wunder. Ja, auch. Und welchen Anteil trägt die Politik daran? Davon ist nichts in dem Artikel zu lesen. Gerade aber in den letzten 13 Jahren – die Ära Wowereit – hat Berlin Schwung genommen. Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt würde wieder sagen, nicht wegen, sondern trotz Wowereit. Da erlaube ich mir Widerspruch. Auch Klaus Wowereit hat seinen Anteil an Boom-town Berlin. Und das alles zu einer Zeit, als Berlin Rot-Rot, von Sozialdemokraten und Sozialisten regiert wurde. Den Unternehmen ist heute nichts mehr heilig. Zum Glück. Also liebe einheimischen Mies-macher. Schaut auf Eure Stadt und Ihr werdet er-kennen, dass Ihr in einer der aufregendsten Städte dieser Welt lebt. Und alle 160.000 Neu-Berliner haben es ohne BER hierher geschafft.

Ed Koch

Zitat Überschrift: Theodor Fontane

  
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