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Der Stromverbrauch in Berlin sinkt weiter

geschrieben von: Redaktion am 23.03.2015, 18:58 Uhr
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Die Berliner Stromverbraucher machen in den letzten Jahren alles richtig. Beim Kauf neuer „Weißer Ware“, also Waschmaschine, Kühlschrank etc. fällt die Entscheidung fast immer auf ein besonders energieeffizientes Gerät. Die gehorteten Glühlampen in Omas Kommode gehen langsam zur Neige und die neuen Leuchtmittel verbrauchen erheblich weniger Energie. Und wenn man ehrlich ist, muss man zugeben, dass Energiesparlampen auch in der Lage sind, ein warmes und angenehmes Licht zu verbreiten.

4,8 Prozent weniger Strom wurde 2014 im Vergleich zum Vorjahr verbraucht. Das schlägt sich auch im Ergebnis der Stromnetz Berlin GmbH nieder, die zwar keinen Strom verkauft, ihn aber durch ihre Netze zum Kunden leitet. 2013 erzielte die Vattenfall-Tochter ein Jahresergebnis von 121 Millionen Euro, 2014 waren es nur 80 Millionen Euro. Den-noch hat die Gesellschaft ihre Investitionen in das Berliner Stromnetz im vergangenen Jahr um rund 20 Prozent auf 139 Millionen Euro erhöht.

„Dass die notwenigen Investitionen für den zügigen Netzumbau auf unsere Gewinne drücken, ist keine Überraschung“, erklärt der Chef der Stromnetz Ber-lin GmbH, Dr. Helmar Rendez. „Wir folgen vielmehr unseren langfristigen Investitionsplanungen, die auch für die kommenden Jahre steigende Ausgaben vorsehen“. Der geringere Stromabsatz im Jahr 2014 trage zusätzlich zum gesunkenen Gewinn bei, erklärte Rendez. Wenn insgesamt weniger Strom durch das Netz geleitet werde, wirke sich das automatisch auf die Geschäftszahlen des Netzbetreibers aus. Neben Energiesparmaßnahmen - ins-besondere bei den Haushaltskunden - hat sich zu-dem die mildere Witterung im Herbst und Winter auf den Stromabsatz ausgewirkt. Das Berliner Unter-nehmen hat im Jahr 2014 einen neuen Investitions-rekord aufgestellt. Der Baubeginn des neuen Umspannwerks für die Europacity sowie die weitere Smart-Grid-Ertüchtigung des Netzes waren zwei der wichtigsten Investitionsmeilensteine des Jahres 2014. Auch in 2015 und den folgenden Jahren setzt die Stromnetz Berlin GmbH ihre kontinuierliche Netzerneuerung fort und investiert bis zum Jahr 2023 insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro in das Berliner Stromnetz. Der in diesem Jahr beginnende Neubau des Kabelknotenpunktes in Berlin-Charlottenburg stellt mit 72 Millionen Euro die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Berliner Stromnetzes dar.

Obwohl alle Großprojekte des Netzbetreibers europaweit ausgeschrieben werden, setzen sich regel-mäßig lokale Handwerks- und Industriebetriebe durch. Dadurch fließen rund zwei Drittel der Ausgaben in das Berliner Netz an Unternehmen der Region Berlin-Brandenburg.

Als Eigentümer des Stromverteilungsnetzes und der dazugehörigen Netzanlagen sorgt die Stromnetz Berlin GmbH für die sichere und zuverlässige Stromversorgung der Hauptstadt. Über das Netz werden rund 2,3 Millionen Haushalte und Gewerbe-treibende mit Strom versorgt. Die Stromnetz Berlin GmbH stellt für die Stromkunden den Anschluss und für Stromanbieter den Zugang zum Netz zur Verfügung. Durch das Berliner Stromnetz fließen jährlich rund 14 Milliarden Kilowattstunden Strom.

Dr. Rendez, der im Juli die Stromnetz Berlin GmbH verlässt, um andere Aufgaben im Vattenfall-Konzern zu übernehmen, hofft, dass bis dahin geklärt ist, wie es mit dem Berliner Stromnetz weitergeht. In diesem Zusammenhang fordert er erneut, dass alle Angebote und Bewertungen der Bewerber um das Stromnetz öffentlich gemacht und ins Internet gestellt werden sollen. Wie in der Titelgeschichte beschrieben, hat das Berliner Landegericht erhebliche Mängel bei der Ausschreibung des Gasnetzes festgestellt. Die Konzessionen für das Gas- und das Stromnetz sind 2014 bereits ausgelaufen. Das Karenzjahr des Gasnetzes ist 2014 abgelaufen, das für das Stromnetz endet 2015. Helmar Rendez kann sich nicht vorstellen, dass der Senat auch 2016 diesen Schwebezustand erhalten will, zumal sich Berlin im nächsten Jahr im Wahlkampf befinden wird. Es bleibt also weiterhin spannend, wer künftig das Berliner Gas- und Stromnetz betreiben wird.

Stromnetz Berlin-Chef Dr. Helmar Rendez in den Vorstand der Vattenfall Mining &
Generation AG berufen

Dr. Helmar Rendez (52), Vorsitzender der Geschäftsführung der Stromnetz Berlin GmbH, wechselt zum 1. Juli 2015 in den Vorstand der VE Mining & Generation AG.

Rendez beginnt seine Tätigkeit zunächst als Vor-stand ohne Ressort, um ab dem 1. Oktober 2015 die Aufgabe als Finanzvorstand zu übernehmen. „Helmar Rendez verfügt über eine hohe strategische Kompetenz und umfangreiche Erfahrungen in der Energiewirtschaft. Das Führungsteam in der Lausitz kann damit auch in der entscheidenden Phase der Neuausrichtung seine gute Arbeit fortsetzen. In der Hauptstadt hat sich die Stromnetz Berlin GmbH als wichtiger energiepolitischer Player etabliert. Jetzt geht es im nächsten Schritt darum deutlich zu machen, dass Stromnetz Berlin bereit und in der Lage ist, der Berliner Energiewende entscheidende Im-pulse zu geben“, sagt Tuomo Hatakka, Aufsichtsratsvorsitzender der VE Mining & VE Generation.

Helmar Rendez, 1962 in Stuttgart geboren, ist seit 2010 Vorsitzender der Geschäftsführung der Vattenfall Europe Distribution Berlin GmbH und der Vattenfall Europe Distribution Hamburg GmbH. Darüber hinaus zeichnet er als Head of Business für den Unternehmensbereich „Distribution“ für die operative Steuerung und die Weiterentwicklung der Vattenfall-Stromverteilungsnetze in Deutschland und Schweden verantwortlich.

Rendez studierte an der Technischen Universität Berlin Wirtschaftsingenieurwesen und wurde 1992 zum Dr.-Ing. promoviert. In den neunziger Jahren leitete er die Berliner Niederlassung der Unternehmensberatung Kienbaum. 1998 wechselte er zur VEAG A und leitete dort den Bereich Unternehmensentwicklung. In den Jahren 2004 bis 2007 war er Mitglied des Vorstandes der WEMAG in Schwerin sowie Prokurist der Vattenfall Europe AG. Von 2007 bis 2010 war Rendez als Mitglied des Executive Group Managements der Vattenfall AB in Stockholm für den Bereich Strategieentwicklung des Konzerns verantwortlich. Rendez lebt in Berlin, ist verheiratet und hat eine Tochter. (Quellen: Vattenfall / Wikipedia)

  
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