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Stromnetz Berlin investiert unverdrossen

geschrieben von: Redaktion am 20.01.2016, 11:12 Uhr
paperpress525 
Es gibt ja die vom Stadtmagazin tip ermittelte Liste der peinlichsten Berliner. 2015 gewann Sozialsena-tor Mario Czaja den Preis den keiner will. Gäbe es ein Ranking der peinlichsten Vorgänge im Land Berlin, stünde das LaGeSo vermutlich an erster Stelle, dicht gefolgt von der immer noch nicht abge-schlossenen Konzessionsvergabe für die Gas- und Stromnetzte in Berlin. Stromnetz-Chef Thomas Schäfer nimmt es mehr oder minder gelassen, dass wir uns 2016 im Jahr Eins nach dem Karenzjahr befinden. Mit dem Finanzsenator hat er dennoch abgemacht, dass sein Unternehmen weiterhin die Konzessionsabgabe an das Land Berlin zahlt (2015: 146 Mio. Euro).

Nur im Unterton wird der Ärger deutlich, dass der Vorgang um die Neuvergabe des Netzes immer und immer wieder verschoben wird. Dass das Ver-fahren noch vor den Abgeordnetenhauswahlen am 18. September dieses Jahr abgeschlossen sein könnte, glaubt hinter vorgehaltener Hand niemand. Also: Business as usual!

Und das bedeutet für die Stromnetz Berlin GmbH vor allem investieren. „Mit 167 Millionen Euro wird 2016 so viel Geld in das Berliner Stromverteilungs-netz investiert, wie noch nie zuvor in der mehr als 130-jährigen Geschichte des Berliner Stromnetzes“, teilte heute Thomas Schäfer auf der Jahrespresse-konferenz seines Unternehmens mit. „So sollen etwa 28 Mio. Euro in ‚Smart Grid und Digitalisie-rung‘, 45 Mio. Euro in den Bedarf der ‚wachsenden Stadt Berlin‘ und rund 94 Mio. Euro in ‚Erhalt und Modernisierung‘ des Stromnetzes investiert wer-den.“

Noch ein paar andere Zahlen: 2,3 Mio. Haushalts- und Gewerbekunden werden mit Strom versorgt, 36.000 km Leitungen liegen zu 98 Prozent unter der Erde und die restlichen zwei Prozent werden in den nächsten Jahren auch noch versenkt. 78 Um-spannwerke betreibt das Unternehmen, rund 11.000 Netz- und Kundenstationen. Durch die Lei-tungen sind 2015 13.700 GWh Strom geflossen. Das G steht für Milliarde Wattstunden. 450 aktive und passive Stromanbieter gibt es in Berlin, unter denen der geneigte Endverbraucher wählen kann. Und alle muss die Stromnetz Berlin GmbH gleich behandeln, auch ihren Mutterkonzern Vattenfall, den größten Stromgrundversorger der Stadt. 920.000 Wechselprozesse (Einzug, Auszug, Liefe-rantenanmeldungen und -abmeldungen) wurden 2015 verarbeitet, davon rund 450.000 Lieferantenwechselprozesse, im Gegensatz zu 2014 378.000. Es ist also viel in Bewegung, nicht nur in den Lei-tungen.

Mit 10,1 Minuten ist jeder Berliner statistisch gesehen im Jahr von einem Stromausfall betroffen. Das ist eine leichte Zunahme um 0,3 Minuten zum Vorjahr.

Wirklich gute neue Ideen sind der Baustellenatlas und eine Störungskarte, die im Internet verfügbar sind. „Beim Baustellenatlas, der in dieser Woche seinen Betrieb aufnahm, arbeitet Stromnetz Berlin mit fünf anderen Infrastrukturbetreibern in der Initiative ‚infrest‘ zur besseren Abstimmung und Koordination von Baumaßnahmen im gesamten Berliner Stadtgebiet zusammen. Die elektronische Störungskarte im Internet unter www.stromnetz.berlin soll ab Februar 2016 die breite Öffentlichkeit mit aktuellen Informationen über Unterbrechungen in der Stromversorgung unterrichten.“ Man kann also hoffen, dass künftig die Straßen nicht immer wieder hintereinander aufgerissen werden.

Mit dem Kundenbeirat, in dem u.a. je zwei Vertreter der zwölf Bezirke vertreten sind, hat die Stromnetz Gesellschaft gute Erfahrungen gemacht, u.a. bei der Gestaltung der Internetseite. Und auch im gesellschaftlichen Sektor bringt sich das Unternehmen ein, beispielweise mit der Unterstützung des „Christopher Street Days“ und des „Bündnisses gegen Homophobie.“ Letztlich ist eines sicher, vielleicht sogar als die Renten, nämlich die Stromversorgung, selbst wenn Karenz- zu Regeljahren werden.

Ed Koch


  
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