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Andreas Geisel: "Wir haben genügend Flächen"

geschrieben von: Redaktion am 15.06.2016, 10:22 Uhr
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Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) nahm am 14. Juni an den vom Unternehmen Wolff & Müller veranstalteten „Berliner Baugesprächen“ teil und wurde auf dem EUREF-Campus von Tempelhof-Schönebergs Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) begrüß. Diesmal musste der Senator dem bezirklichen Stadtentwicklungsamt nicht den richtigen Weg weisen, sondern lediglich einen Vortrag zum Thema „Berlin baut“ halten. Ja, Berlin baut, Berlin muss bauen. Die Stadt wächst. Von 22.000 erteilten Baugenehmigungen sind aber nur 12.500 Bauvorhaben umgesetzt worden. Dennoch, der Wohnungsbau gehe voran, sagt Geisel, und – mit Blick auf die Berichterstattung in den Medien – Berlin werde regiert und die Stimmung im Senat sei wesentlich besser, als häufig dargestellt.

Bauentscheide werden demokratisch entschieden, betont der Senator, deshalb sei es wichtig, dass die Menschen dafür sind. Oft gibt es Probleme, wenn ein freies Grundstück, das bislang den Bewohnern gegenüber eine weite Sicht bescherte, diese bebaut wird. Ein viel größeres Problem stelle die mangeln-de Personalausstattung in den bezirklichen Bauämtern dar. Es müssen, so Andreas Geisel, dringend neue Mitarbeiter eingestellt werden, um die Bauanträge bearbeiten zu können. Allein in seiner Verwaltung werden von den rund 2.000 Beschäftigten in den nächsten fünf Jahren 700 in den Ruhestand gehen. Wenn die Stellen neu besetzt werden, hat das natürlich auch den Vorteil, dass eine neue, junge Verwaltung aufgebaut werden könne. Große Sorgen machen dem Senator aber auch die steigenden Grundstückspreise. Das erschwert natürlich das Bestreben, viele preiswerte Wohnungen zu bauen.

Berlin sei „locker bebaut“, sagt Andreas Geisel. Es gebe noch genügend freie Flächen in der Stadt, auch in Mitte. Wichtig sei aber, auch Ressourcen zu schonen und erst einmal höher zu bauen und auf vorhandene Gebäude Dachgeschosse zu setzen. Allein durch den Ausbau der Dächer könnten in Berlin 50.000 neue Wohnungen entstehen. Geisel appellierte an die Baubranche, mitzuhelfen, Lösungen zu finden, auch und gerade bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums.

Eine wachsende Stadt bedeute aber auch, sich um die Infrastruktur zu kümmern. Es nütze niemand, wenn Wohnungen entstünden, sich aber keine Schulen in der Nähe befänden. 100 neue Schulen müssen in den nächsten Jahren in Berlin gebaut werden. Dieses Projekt kann nicht allein aus dem Landeshaushalt realisiert werden. Geisel schwebt vor, wie in München und Hamburg, eine Gesellschaft zu gründen, die in der Lage ist, am Kapital-markt Geld für Schulbauten aufzunehmen. Dieses Vorhaben befinde sich schon in der Realisierungs-phase. Die Strukturen der Baulandentwicklung müsse zwischen Senat und den Bezirken abgestimmt werden.

In der Bevölkerung wird das Wachsen der Stadt teilweise mit Sorge gesehen. Diesen und allen an-deren galt der Schlusssatz des Senators bei seinem Vortrag: „Wachstum ist ein Geschenk.“

Stefan Kohler, einst Chef der Deutschen Energie Agentur (DENA), der oft als „Papst“ der Energie-wende bezeichnet wird, mahnte in seinem Vortrag eben diese an. Die Energiewende umfasse alle Bereiche. Der Industriestandort Deutschland müsse aber erhalten bleiben. Durch das Abschalten von Atomkraftwerken, so sinnvoll das sei, verringere sich nicht der CO2-Ausstoß. Die Ziele der Bundes-regierung, bis 2050 80 Prozent des CO2-Ausstoßes zu reduzieren, sind noch lange nicht erreicht. Auf dem EUREF-Campus wurden diese Ziele bereits 2014 erreicht. Aber, EUREF ist eben nicht überall und deshalb muss das Ziel weiterhin angestrebt werden.

Ein weiterer, im Spätsommer fertig werdender Neubau auf dem EUREF-Campus, erhält auch das Zertifikat CO2-neutral gebaut. Wolff & Müller-Geschäftsführer Udo Berner überreicht EUREF-Vorstand Reinhard Müller die Plakette und EUREF-Vorstände Benjamin Melcher und Reinhard Müller halten die dazugehörige Urkunde mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler stolz in den Händen.

Wolff & Müller wurde mehrfach als Bauunternehmen des Jahres ausgezeichnet. In diesen Tagen beginnt das Unternehmen mit den Arbeiten zum inzwischen dritten Gebäude auf dem Gasometer-Gelände. Und noch eine gute Nachricht konnte Reinhard Müller verkünden, das 1936 von dem Baumeister Gottlob Müller und dem Dipl.-Ing. Karl Wolff gründeten Unternehmen mit Sitz in Stuttgart, zieht mit seiner Berliner Niederlassung des Bereichs Hoch- und Industriebau auf den EUREF-Campus.

Ed Koch

  
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