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Kämpfen bis zum Schluss

geschrieben von: Redaktion am 03.09.2016, 09:04 Uhr
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Eine „Rote-Socken-Kampagne“ bleibt uns diesmal erspart, aber „Keine Experimente. Kein Rot-Rot-Grün“ ist die aktuelle Botschaft der CDU. Ein Experiment wäre es schon, gar nicht mal so sehr wegen der unter-schiedlichen Parteiprogramme, sondern vielmehr wegen der artistischen Leistung, drei Tänzer auf einem Hochseil zu halten. 67,1 Prozent stimmt nach einer Tagesspiegel-Analyse aus dem Wahl-O-Mat die SPD mit der Linken überein – das ist der höchste Wert. Dicht gefolgt von den Piraten mit 65,8 Prozent. Auf Platz 4 die Grünen mit 63,2 Prozent. Die CDU steht auf Platz 10, immerhin noch mit 59,2 Prozent, was die letzten fünf Jahre ja ausgereicht hat, auch wenn jetzt behauptet wird, die Gemeinsamkeiten seien aufgebraucht.

Müller versteht sich mit Ramona Pop (Grüne) und Klaus Lederer (Linke) recht gut, aber auch mit Frank Henkel lebt er nicht gerade in Feindschaft.

Henkel besetzt im Wahlkampf das Thema Sicherheit. Und Rot-Rot-Grün scheint ihm in gewisser Weise ein Sicherheitsrisiko zu sein. Müller setzt mit seinen neuen Plakaten auf das „was zählt“. „Erfahrung, Zusammenhalt, Verantwortung.“

In diesen Tagen sind nicht nur Henkel und Müller, sondern auch alle anderen Wahlkämpfer ständig unterwegs. Wer eine Veranstaltung besucht hat, hat alle besucht. Verständlich. Was sollen die Protagonisten auch immer wieder Neues von sich geben? Jeder hat seine Ziele im Kopf und vertritt diese auf allen Veranstaltungen. Der Tagesspiegel lädt gegenwärtig Spitzenkandidaten der Parteien in sein Leserforum ein. Einzeln. Von so genannten „Elefantenrunden“ hält man am Askanischen Platz nichts. Am Freitag, dem 2. September, war Frank Henkel zu Gast. Seine Stimmung ist besser als die Umfragewerte der CDU. Aber, er will ja Wahlen und keine Umfragen gewinnen. Manchmal treffen aber Umfragen zu und demnach bewegt sich die Hauptstadt-CDU zwischen 17 und 20 Prozent. Eine Fortsetzung von Rot-Schwarz käme nicht zustande, weil auch die SPD zwischen 21 und 24 Prozent schwächelt. Nur bei Höchstwerten und mit Hilfe der FDP könnte Rot-Grün-Rot verhindert werden. Henkel vertraut Michael Müller sagte er beim Tagesspiegel-Forum. Sicherlich mehr als nur Anbiederung. Der Fehler von Michael Müller, sich gegen die CDU als möglichen Koalitionspartner auszusprechen, und der Fehler der Grünen, ebenfalls die CDU von der Liste möglicher Koalitionäre zu streichen, könnte ent-weder dazu führen, dass es sehr schnell zu Rot-Grün-Rot kommt, oder doch noch die Verhandlungen an A100 oder anderen Reizthemen scheitern. Die Grünen sind skeptisch und sehen in Müllers Aussage, sich gegen die „Henkel/Czaja CDU“ auszusprechen ein mögliches Hintertürchen, doch noch mit der CDU weiterzumachen. Mit welcher CDU denn aber dann? Der Heilmann/Dregger CDU?

Frank Henkel vertrat beim Tagesspiegel seine bekannten, überall nachlesbaren Positionen. Zehn Jahre Rot-Rot hat Berlin an den Abgrund geführt, fünf Jahre Rot-Schwarz lässt die Stadt heute besser dastehen als 2011. Die gemeinsame Arbeit der Großen Koalition lässt er sich nicht kleinreden. Eine gute Zeit für Berlin, die man weitere fünf Jahre fortsetzen sollte.

Die Art wie Henkel spricht und seine Arbeit darstellt, ist erfrischend. Im besten Berlinerisch nimmt er kein Blatt vor den Mund. Kein gestelztes Politiker-Sprech, sondern gerade heraus. Die gute Laune, die er versprüht, ist beeindruckend. Optimist Henkel hätte im Titanic-Orchester bis zum Schluss gespielt, darauf hoffend, dass sich das Blatt wendet. Vielleicht bleibt ihm der Untergang erspart.

Ed Koch

  
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