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Der Umfrageirrsinn geht in die letzte Runde

geschrieben von: Redaktion am 08.09.2016, 22:11 Uhr
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Brigitte Fehrle, Chefredakteurin der Berliner Zeitung, konfrontierte Michael Müller beim Gespräch im Verlagshaus an der Karl-Liebknecht-Straße gleich zu Beginn mit der neuesten Umfrage von heute, in der die SPD auf magere 21 Prozent kommt. Müller konterte: „Ich kenne schon die Umfrage von morgen“, und erntete damit den ersten Beifall, zumal er verkünden konnte, dass in dieser Umfrage seine SPD mit 24 Prozent bewertet wird. Der erste Schuss ging also nach hinten los. Ansonsten verlief die Diskussion fair und konstruktiv, auch in dem Teil, in dem die Besucher zu Wort kommen konnten. Rund 300 Leser hatten sich zu dem Talk mit dem Regierenden Bürgermeister eingefunden. Verstärkt wurde Brigitte Fehrles Moderation durch zwei Erstwähler, Paula Mürmann und Thorben Kurtzbach aus dem Politik-Leistungskurs am Reinickendorfer Bertha-von-Suttner-Gymnasium. Alle Einzelheiten über die Veranstaltung können sie in der Berliner Zeitung nachlesen.


Michael Müller erinnerte sich daran, dass früher 14 Tage vor einer Wahl keine Umfragen mehr veröffentlicht wurden. Das war eine sinnvolle Verabredung. Heute werden noch Umfragen bis einen Tag vor der Wahl durchgeführt. In Mecklenburg-Vor-pommern haben alle Meinungsforschungsinstitute bis wenige Tage vorher die SPD bei 28 Prozent gesehen, letztlich holte sie 30,6 Prozent. Also: Vorsicht!

Infratest dimap hat heute im Auftrage der ARD eine Umfrage veröffentlicht, in der die SPD auf 21 Prozent kommt, die CDU auf 19, die Grünen auf 16, FDP 5, Linke 15, AfD 15 Prozent. Bei Civey, tätig für den Tages-spiegel, liegen die Grünen mit 18,9 Prozent vor der CDU mit 17,4 Prozent. Kurz vor Beginn der Veranstaltung mit Michael Müller bei der Berliner Zeitung veröffentlichte die BZ eine Meldung, in der von einer Umfrage die Rede ist, die angeblich die SPD in Auftrag gegeben haben soll. Tatsächlich handelt es sich dabei um das aktuelle ZDF Politbarometer. Vermutlich ist das die Umfrage, auf die sich Müller bezog. SPD 24 %, CDU 19, Grüne 15, FDP 5, Linke 14, AfD 14 %.

Der Tagesspiegel versucht indes seit Wochen alles, um eine Wiederwahl der SPD zu verhindern. „Laut der jüngsten Umfrage muss Michael Müller mit einer Wahlniederlage rechnen“, schreibt das Blatt. Das Ergebnis von 2011 (28,3%) wird die SPD nicht erreichen können. Seit Monaten liegt sie jedoch bei allen Umfragen vorn. Warum muss Michael Müller deshalb mit einer Wahlniederlage rechnen? Mit seinen Berichten über die bevorstehende Wahl versucht der Tagesspiegel aktiv Einfluss zu nehmen, vor allem, wenn es gegen Michael Müller geht. Am 18. September werden wir wissen, dass die Bemühungen des Tagesspiegels nichts genutzt haben.

Genauso vernebelt wie die Tagesspiegel-Redakteure äußert sich der ehemalige Regierendende Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU). Er fordert im Tagesspiegel einen „politischen Wechsel für die Hauptstadt.“ „Die SPD habe sich verbraucht.“ Das sagt genau derjenige, den Klaus Wowereit 2001 aus dem Amt putschen musste, damit sich Diepgens abgenutzte Partei eine Zeitlang erholen konnte. Wie und mit wem Diepgen den „politischen Wechsel“ vornehmen will, lässt er offen.

Ed Koch

  
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