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Best green Place to be

geschrieben von: Redaktion am 19.01.2017, 11:22 Uhr
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Mit der Farbe Grün verbindet man alles, was dem Schutz und damit dem Erhalt unserer Umwelt dient. Obwohl der EUREF-Campus in Schöneberg keine klassische Grünanlage ist, dürfte das Areal rund um den ehrwürdigen – grünen, versteht sich - Gasometer, eines im Sinne des Umweltschutzes, grünsten in Berlin sein. Hier sind die Klimaziele der Bundesregierung für 2050 schon heute erreicht und hier ist seit 2008 inzwischen die Stadt von morgen entstanden.

Das ist nicht etwa das neue Motto des EUREF-Campus, obwohl es gut passen würde, sondern der Slogan von Bündnis 90 / Die Grünen, deren Bundesvorstand am 9. und 10. Januar 2017 auf dem EUREF-Campus tagte. Dazu mehr auf Seite 2.

50.000 Besucher haben sich 2016 davon überzeugt. 600 Veranstaltungen fanden auf dem Campus statt, darunter das 30-jährige Jubiläum des Bundesumweltministeriums und eine Veranstaltung von Deutschlands umsatzstärksten Unternehmen Lidl, das den „Laden zur Zukunft“ präsentierte, in dessen Kühlvorrichtungen künftig bis zu 80 Prozent Energie eingespart werden wird. 65.000 qm Fläche sind an 120 Firmen mit 2.500 Beschäftigten vermietet. 200 Mio. Euro betrug bislang die Investitionssumme. Und es geht in diesem Jahr unvermindert weiter. Zwei neue Gebäude sind in Planung, eins davon im Bau. Bis 2018 werden dann rund 150 Unternehmen mit 3.000 Beschäftigten am Gasometer tätig sein.

Die wirtschaftliche Ausstrahlung des EUREF-Campus auf den Bezirk Tempelhof-Schöneberg und weit darüber hinaus, allein schon durch Steuern und Gebühren, ist immens. Auch die Umgebung des Campus, allen voran die so genannte „Rote Insel“, profitiert von dieser Ansiedlung. In der Mieterwillkommensmappe werden die neuen Unternehmen und ihre Mitarbeiter auf Restaurants und Geschäfte in der Umgebung hingewiesen. Zwar ist die Versorgungslage mit vier Restaurants auf dem Campus gut, dennoch schwärmt die Community in der Mittagspause oder nach Arbeitsende auch in die Geschäfte drumherum aus.

Das, was auf dem EUREF-Campus geschaffen wurde, und darauf ist der Chef Reinhard Müller besonders stolz, ist ohne einen Cent Subvention entstanden. Von einer Ausnahme abgesehen, hat das Campus-Management alle Unternehmen selbst akquiriert. Wobei dieser Punkt inzwischen zu einem Selbstläufer geworden ist. Durch die vielen Veranstaltungen ist die Nachfrage nach Räumlichkeiten gewachsen. Aber, sagt Reinhard Müller: „Ich habe gegenwärtig keine 50 qm mehr frei.“ 400 Führungen über das Areal mit Gästen aus aller Welt, teilweise mit Besteigung des Gasometers, fanden 2016 statt, und der Terminplan für dieses Jahr ist schon mit Nachfragen gut gefüllt. Die Idee, eine Universität auf dem Campus zu installieren, ist anfangs als leicht größenwahnsinnig belächelt worden. Fakt ist jedoch heute, dass mit dem Engagement der Technischen Universität hier inzwischen vier Studiengänge angeboten werden. Die Nachfrage übersteigt bei weitem die Zahl der möglichen Plätze. Die Studierenden kommen aus der ganzen Welt nach Berlin.

Die Ausstrahlung des EUREF-Campus reicht bis in die entferntesten Winkel von China oder Afrika, aber auch in europäischen Ländern ist man längst auf das Projekt aufmerksam geworden. Und auch aus dem eigenen Lande kann sich Reinhard Müller über ein Interesse an Kooperationsanfragen nicht beklagen. Mit Bayern, NRW, Hamburg und Baden-Württem-berg ist man im Gespräch.

Das Besondere am EUREF-Campus ist nicht nur die große Zahl an Unternehmen, die sich mit Energieeffizienz, Elektromobilität oder Umweltschutz beschäftigen, sondern, so Reinhard Müller: „Es ist der Spirit, der hier spürbar ist.“ Und dazu gehört dann natürlich auch, dass Persönlichkeiten wie der ehemalige Chef der Deutschen Energie-Agentur, Stefan Kohler, der als Erfinder des Begriffs Energiewende gilt, auf dem Campus ein Büro hat.

Aber, wie das so ist, der Prophet im eigenen Bezirk gilt längst nicht so viel wie andernorts. Mit der Bezirkspolitik hat der EUREF-Campus immer wieder Probleme, nachzulesen in dutzenden von paper-press Newslettern. Vor allem die Bezirksgrünen haben sich schon 2008 festgelegt, dagegen zu sein. Und leider finden sie nicht die Kraft, ihren Irrtum einzusehen und ihr ablehnendes Verhalten zu korrigieren. Dass die Tempelhof-Schöneberger Grünen ziemlich allein dastehen, beeindruckt sie nicht. Auf Landesebene sehen viel Grüne Politiker den EUREF-Campus als das was er ist: Best green Place to be.

Der Bundesvorstand von Bündnis 90 / Die Grünen hielt immerhin den EUREF-Campus für so attraktiv, dass er gleich zum Jahresauftakt hier seine Klausur-tagung durchführte. Und da die „Mobilität der Zukunft“ auf dem Programm stand, war das Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) genau der richtige Ansprechpartner für die Konferenz. Natürlich stand nach dem Terror-anschlag am 19. Dezember in Berlin das Thema „Innere Sicherheit“ ganz oben auf der Tagesordnung. Aber auch die Vorbereitungen für die in diesem Jahr anstehenden Landtagswahlen in NRW, dem Saarland und Schleswig Holstein. Alle Spitzen-kandidatinnen und –Kandidaten waren nach Schöneberg gekommen. Ebenso war die Fraktionsspitze mit Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter vertreten. Geleitet wurde die Klausurtagung von den bei-den Bundesvorsitzenden Simone Peter und Cem Özdemir.

Zum Thema „Innere Sicherheit“ diskutierte der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, mit den Mitgliedern des Bundesvorstandes, und über die „Mobilität der Zukunft“ sprachen IG-Metall Chef Jörg Hofmann und InnoZ-Geschäftsführer Prof. Andreas Knie. Die Klausurtagung fand am 9. und 10. Januar 2017 statt.

Jörg Hofmann wies darauf hin, dass durch die Verkehrswende in den nächsten Jahren viele Tausend Beschäftigte neu orientieren müssen. Die Elektrifizierung dürfe nicht zum Jobkiller werden. Andreas Knie führte aus, dass viele neue Arbeitsplätze entstünden, dafür aber andere wegfielen. Nach seiner Einschätzung hielte sich das ungefähr die Waage. Die Verkehrswende werde aber nicht aufzuhalten sein. Die Position der Grünen ist vollkommen klar, sie wollen, dass „das Öl im Boden“ bleibt.

So wie sich die „Innere Sicherheit“ und die „Mobilität“ in den nächsten Jahren verändern und weiterentwickeln werden, wird dies auch mit dem EUREF-Campus geschehen. Und stets wird man sich hier in allen Fragen, nicht nur der Elektromobilität oder der Umsetzung der Energiewende kompetent beraten lassen können. Und zwar nicht nur theoretisch, sondern an ganz praktischen Beispielen. So ließen es sich die Grünen Politiker nicht nehmen, mit „Olli“, dem autonomen Fahrzeug der Zukunft, ein paar Runden auf dem Campus zu drehen.

Ed Koch

  
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