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Schwarz-Brauner Imagewechsel

geschrieben von: Redaktion am 17.03.2017, 07:46 Uhr
paperpress539 
Was sagt uns dieses Foto? Unten angekommen oder eine rote Linie überschritten? Beides trifft auf Daniel Krüger zu, bis letztes Jahr noch CDU-Baustadtrat in Tempelhof-Schöneberg. Die CDU verlor einen ihrer beiden Posten im Bezirksamt, und so musste Krüger parteiintern gegen die Bildungsstadträtin Jutta Kaddatz antreten. Frau Kaddatz gewann die Abstimmung und gehört nun dem Bezirksamt weiterhin an.

An dem Frühlingsempfang der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg am 8. März, nahm Krüger unbeschwert teil. Seine neue Frisur – Motto: Man kann auch trotz Glatze die verbliebenen Seitenhaare lustig hochdrappieren – erregte Aufsehen. Sein Kommentar: Das ist mein Imagewechsel. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, was Krüger wirklich mit Imagewechsel meint. Denn nun meldet der Tages-spiegel: Krüger tritt aus der CDU aus und in die AfD ein, denn dort sucht man noch einen Stadtrat. Und zwar in Pankow. Übrig sind noch das Ordnungs-, Umwelt- und Naturschutzamt. Eine überschaubare Aufgabe. Übrigens: unabhängig von der Aufgabenfülle und Größe eines Dezernats, bekommt jeder Stadt-rat die gleichen Bezüge.

„Daniel Krüger wurde 1969 im Ostberliner Stadtbezirk Friedrichshain geboren. Von 1975-1987 besuchte er erst die Polytechnische, danach die Erweiterte Oberschule, auf der er 1987 sein Abitur ablegte. Danach ging er als freiwilliger Zeitsoldat zur Nationalen Volksarmee der DDR, den Wehrdienst leistete er bei den DDR-Luftstreitkräften in Trollenhagen bei Neubrandenburg ab. Im Jahr 1990 nahm er an der technischen Universität Berlin ein Studium auf, das er 1996 mit dem Abschluss als Diplom-Ingenieur der Fachrichtung Verkehrswesen abschloss.

Danach war er eigenen Angaben zufolge in verschiedenen Unternehmen im Verkehrsplanungssektor mit den Schwerpunkten Planung ÖPNV, verkehrliche Rahmenkonzepte, Verkehrskonzepte für Groß-veranstaltungen vornehmlich für Verkehrsunternehmen, Verkehrsverbünde und öffentliche Verwaltung tätig. Bis 2011 arbeitete er als Projektleiter für die Verkehrsinformationszentrale Berlin.

Daniel Krüger war zwei Jahre lang Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain bzw. Friedrichshain-Kreuzberg. Seit 2000 war er Mitglied im CDU-Kreisverband Tempelhof-Schöneberg. Ab dem Jahr 2006 Mitglied der BVV Tempelhof-Schöneberg. 2011 erfolgte seine Wiederwahl in die BVV Tempelhof-Schöneberg, die ihn dann zum Bezirksstadtrat für Bauwesen wählte. Die AfD Pankow hat angekündigt, Daniel Krüger auf der kommenden Tagung der BVV Pankow am 5. April zur Wahl für den ihr zustehenden Bezirksstadtrats-posten aufzustellen.

Krügers Kandidatenvorgänger Nicolas Seifert war in den vergangenen Monaten bei insgesamt sieben Wahlgängen durchgefallen, da die große Mehrheit der Bezirksverordneten ihn weder fachlich noch sachlich und charakterlich für das Amt geeignet hielt.“ Quelle: Prenzelberger Stimme

Was noch erwähnt werden sollte, ist, dass nach unseren Informationen, Krüger auch einmal Mitglied der SPD war, die AfD jetzt also seine dritte Partei wäre. Er ist verheiratet mit der CDU-Bezirksverordneten aus Tempelhof-Schöneberg, Britta Schmidt-Krüger. Diese wiederum ist die Tochter von Uwe Schmidt, langjähriger Kommunalpolitiker in Tempelhof. Und Uwe Schmidt ist der Bruder von Detlef Schmidt, ehemaliger stellvertretender Bürgermeister und Sozialstadtrat in Tempelhof. Krügers CDU-Familie konnte ihn offenbar nicht halten. Ihr Einfluss reichte auch nicht aus, Krüger erneut zum Stadtrat in Tempelhof-Schöneberg zu machen.

Den Wechsel zur AfD hat Krüger selbst noch nicht bestätigt. Auf der Bezirksseite der CDU ist noch sein Profil zu sehen. Sollten alle Meldungen stimmen, so fragt man sich schon, was die Motive von Krüger sind, zur AfD zu wechseln. Nur, weil dort ein Job zu vergeben ist? Im Schweriner Landtag sucht die AfD einen neuen Fraktionsgeschäftsführer. Das wäre doch auch etwas für Krüger. Zumindest würde seine neue Sturmfrisur dorthin besser passen.

Ed Koch

  
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