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Es war einmal in Schöneberg

geschrieben von: Redaktion am 20.03.2017, 07:29 Uhr
paperpress539 
Es war einmal in Schöneberg. Klixstraße. Jakob-Fugger-Berufsschule für Groß- und Außenhandels-kaufleute. Fast auf den Tag genau vor 50 Jahren begannen dort zwei junge Herren ihre Berufsausbildung. Klaus-Dieter Hoffmann bei Klöckner und Wolfgang Koch bei der EDEKA. Klaus-Dieters Berufsberater hatte ihn gefragt, ob er reich werden möchte. Ja, natürlich. „Dann gehen Sie in den Stahlhandel“, war seine Empfehlung. Und Wolfgangs Vater sagte: „Gegessen wird immer, also fang bei einem Lebensmittelkonzern an!“ Klare Ansagen. Nach drei Jahren verließen beide nicht nur die Schule, sondern den eingeschlagenen, aber zum Glück nicht vorgegebenen Weg und beendeten ihre Tätigkeit im Stahl- bzw. Lebensmittelhandel.

Wolfgang, der damals neben seiner Ausbildung Amateurrockbands „managte“, gab sich den Vornamen Edgar, weil das rockiger klingt als Wolfgang. Von Edgar blieb bis heute Ed übrig und schaffte es sogar auf seinen Personalausweis. Von 1968 bis 1970 organisierte er die Feste an seiner Schule. Im Prälat Schöneberg und auch im Hilton Hotel, heute Interconti. Schulfreund Klaus-Dieter Hoffmann trat mit seiner Gitarre bei den Veranstaltungen auf und nannte sich anfangs Klaus Dierenhoff, eine Kombination aus dem zweiten Vor- und dem Nachnamen. Der Name hat sich jedoch nicht durchgesetzt, schon kurze Zeit später nannte er sich nur noch Klaus Hoff-mann und ist unter diesem Namen einer der bekanntesten Berliner Sänger, Liedermacher und Schau-spieler geworden.

Am 19. März endete sein fünftägiges erfolgreiches Gastspiel in der „Bar jeder Vernunft“. Am letzten Abend gab Klaus Hoffmann noch einmal alles. Er war super gut drauf, seine Zwischentexte gespickt mit Pointen, saßen und kamen gut an. Und natürlich seine Lieder, über die wir in paperpress viele viele Male berichtet haben.

In einem Radio-Interview auf 88,8 berichtete Klaus Hoffmann im letzten Jahr von seinen ersten Auftritten. Dabei erwähnte er jenes Schulfest im Prälat Schöneberg, das Ed Koch organisierte und bei dem Nero Brandenburg durchs Programm führte. Nach dem Konzert am 19. März feierten die drei ihre 50-jährige Freundschaft, gemeinsam mit Klaus Frau Malene und seinem musikalischen Begleiter Hawo Bleich, Ed Kochs Sohn Oliver und vielen gemeinsamen Freunden. Und alles, wie üblich in der Bar, mit einem Gläschen Merlot und vielen Schnuckedönschen, jenen mit vielen Leckereien belegten kleinen runden Pumpernickelscheiben.

Die Radio-Legende Nero Brandenburg hatte anfangs auch einen anderen Vornamen, nämlich Horst. Es war dann wohl ein Faschingskostüm, das den Namenswechsel verursachte. Er kam als Nero und blieb Nero. Er lernte bei der Post und war als kaufmännischer Angestellter für den Berliner Jugendclub e.V. tätig, der die noch in guter Erinnerung befindlichen Jugendclubs „dachluke“, „Swing Point“ und „Sloopy“ leitete. In Mariendorf machte zur selben Zeit die „Jugendtanzbar Bungalow“ von sich reden, mit eigenem Verein, dem Tempelhofer Jugendclub e.V., und den leitete Ed Koch.

Vor wenigen Tagen feierte die Jugendfunksendung „s-f-beat“ ihren 50sten Geburtstag. Der RIAS Treff-punkt war das Gegenstück aus der Kufsteiner Straße, viele Jahre von Nero Brandenburg moderiert. Später war er dann für den SFB tätig. Er machte aber auch als Sänger von sich reden. Sein größter Erfolg war die Coverversion Dingeling des Liedes My Ding-A-Ling von Chuck Berry, die trotz Abspielverbotes im Radio über 150.000 Mal als Single verkauft wurde. So spielte der große Chuck Berry, der am 18. März verstarb, nicht nur für die Beatles und andere in ihrem Leben eine Rolle, sondern auch für Nero Brandenburg.

Bei der kleinen After-Show-Party in der Bar am 19. März trug Nero ein Geburtstagsgedicht für Ed Koch vor, der heute am 20. März, einem verregneten Frühlingsanfang, 68 Jahre alt wird. Nero hat es inzwischen auf stolze 75 Lenze gebracht und der Jüngste in der Runde, Klaus Hoffmann, wird am 26. März 66 Jahre alt. Und wie man weiß, fängt da das Leben ja bekanntlich an. Klaus Hoffmann ist im Oktober wieder in der Bar. Da sieht man sich spätestens wieder.


  
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