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Oppositionsführerin Grütters

geschrieben von: Redaktion am 02.04.2017, 06:53 Uhr
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Den ganzen Samstag über lief in den Nachrichten des InfoRadios die Meldung, dass die Berliner CDU-Vorsitzende, Staatsministerin Prof. Monika Grütters, den „Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) scharf kritisiert“ hat. Und zwar in der Sendung 12:22 des RBB-InfoRadios. Dabei wurde sie als Oppositionsführerin bezeichnet, obwohl sie dem Abgeordnetenhaus nicht angehört.

„Müller sei im Amt überfordert. Er reagiere zu zögerlich oder stehle sich aus der Verantwortung, wenn es schwierig werde. Das schade dem Ansehen Berlins. Als ein Beispiel nannte sie die anhaltenden Probleme beim Flughafen BER. Dort hat Müller den Vorsitz im Aufsichtsrat abgegeben.“

Wörtlich sagte Grütters: „Ich glaube, wir haben einen überforderten Regierenden Bürgermeister, der zumindest zu keiner Stunde Spaß an seinem Amt ausdrückt. Also dieser Gesichtsausdruck. Er tut mir manchmal schon richtig leid, und er stiehlt sich aus der Verantwortung, wenn es schwierig wird. Stichwort BER. So etwas geht gar nicht und schadet auch dem Ansehen Berlins..." Das ist ja fast mütterlich nett formuliert. Der arme Junge. Mit Spaß am Amt haben, ist das so eine Sache. Viele Menschen, die Müller begegnen, haben da eine gänzlich andere Wahrnehmung. Wowereit wurde kritisiert, weil er zu viel Spaß am Amt zu haben schien und Müller, weil er sorgenvoller dreinblickt. Man kann es niemand recht machen. Als Müller die Leitung des BER-Aufsichtsrats übernahm, wurde von einigen gesagt, er solle es Fachleuten überlassen. Jetzt hat er den Posten aufgegeben und die gleichen Leute meckern immer noch.

Natürlich durfte in der Auflistung der bösen Taten die „Affäre Holm“ nicht fehlen. Aber nicht Michael Müller allein bekam sein Fett weg, sondern auch Bildungs-senatorin Sandra Scheeres. Ohne sie beim Namen zu nennen, sprach Grütters von der schlechtesten und gescheiterten Bildungssenatorin. „Ausgerechnet die darf fünf Jahre weiterwurschteln“, sagte Grütters in dem Radio-Gespräch.

Den Koalitionsvertrag von SPD, Linken und Grünen nannte sie „kleingeistig.“ „Ich glaube nicht, dass die-se Koalition Berlin in den nächsten fünf Jahren sau-ber und gut regieren wird.“ Ob gut, wird sich zeigen, sauber aber schon, weil ja kaum noch Autos werden fahren dürfen. Und der Schadstoffausstoß bei Fahr-rädern ist sehr gering.

Grütters Kritikpunkte an Müller sind Seifenblasen, olle Kamellen, wie man in Berlin zu sagen pflegt. Ihre Sorge um das Ansehen Berlins ist nicht mehr als Pfeifen im Walde, und zwar in den Waldgebieten von Steglitz-Zehlendorf. Wer Vorsitzender einer CDU wie der Berliner ist, sollte zuerst vor der eigenen Haustür kehren. Wie die Jungs der CDU mit ihrer Vorsitzen-den umspringen, hat die Nominierung der Bundes-tagskandidaten gezeigt. Die Einigung über diese Liste stellte sie als großen Erfolg der Geschlossenheit ihrer Partei dar. Das Zustandekommen dieser Liste zeigt jedoch wenig von Geschlossenheit. Dass lediglich auf Platz 1 und 6 eine Frau vertreten ist, sieht auch sie kritisch. Wenn aber aus den Kreisverbänden keine anderen Angebote gemacht werden, sei das eben so. Sie setze sich auf jeden Fall dafür ein, dass Frauen in der Berliner Union künftig stärker vertreten sein sollen. Mit Machtworte sprechen habe sie ja Erfahrung, siehe die Wahl von Generalsekretär Stefan Evers erst im zweiten Anlauf. Auf ein Macht-wort hat allerdings Frank Henkel bei seiner Kandidatur für den Bundestag vergeblich gewartet.

12:22 vom 1. April ist beim RBB-Info-Radio nachzuhören. Am 8. April ist der Regierende Bürgermeister Michael Müller zu Gast bei und um 12:22 Uhr.

Ed Koch

  
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