Willkommen bei PaperPress Jugendpolitischer Pressedienst
suchen  
Hauptmenü  

Online  
Es sind 2 Besucher und 0 _MEMBER0 online..

Anmeldung

Sprachen  
Sprache auswählen:


  

Ein Jahrhundertwort: Smart

geschrieben von: Redaktion am 30.06.2017, 07:54 Uhr
paperpress542 
Wir möchten in diesem Beitrag über eine Studie berichten, die der VBKI (Verein Berliner Kaufleute und Industrieller e.V.) gemeinsam mit STADT UND LAND erstellt hat. Überschrift: „Smart City: Berliner sind neugierig, wünschen sich aber mehr Aufklärung.“
Beginnen wir mit der Aufklärung. Wo man hinhört, erschallt es smart. Smart steht übersetzt für intelligent, gewitzt oder schlau. Damit ist geklärt, wen wir aus unserem Umfeld künftig einen „smarten Typen“ nennen dürfen. Smart ist kein geschützter Begriff, und so kann ihn jeder verwenden. Hier einige Bei-spiele:

• smart (Automarke), eine Fahrzeugmarke der Daimler AG
• smart fortwo, das zweisitzige Modell der Au-tomarke Smart (Motorrad, Österreich)
• Smart Export, eine Zigarettenmarke
• Smart Metering, Verbrauchserfassung mittels intelligenter Zähler
• The Smart Campaign, eine Organisation zum Klientenschutz bei Mikrofianzierungen

Aber auch Jeff Smart, eine Comic-Figur aus der Serie Clever & Smart. Und auch reale Personen können stolz auf ihren Familiennamen sein, wie

• Amy Smart (*1976), US-amerikanische Schauspielerin
• Bally Smart (*1989), südafrikanischer Fuß-ballspieler
• Christopher Smart (1722–1771), englischer Dichter
• George Smart (Musikverleger) (1751–1818), Jean Smart (*1951), US-amerikanische Schauspielerin
• Nick Smart (* 1975), britischer Jazzmusiker

und viele viele mehr…

Smart steht für zahlreiche Abkürzungen wie

• Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology (S.M.A.R.T.), eine Überwa-chungstechnologie für Festplatten
• SMART (kompensatorische Erziehung), ein Programm, um leistungsschwachen Schülern zu helfen
• SMART-1, ein Raumfahrtprojekt der ESA zur Erforschung des Mondes
Und was ist nun eine „Smart City“? „Smart City ist ein Sammelbegriff für gesamtheitliche Entwicklungskonzepte, die darauf abzielen, Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu gestalten. Diese Konzepte bein-halten technische, wirtschaftliche und gesellschaftli-che Innovationen. Der Begriff findet auch im Stadt-marketing und bei großen Technologiekonzernen Verwendung.“ wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Smart_City

Intelligent, gewitzt, schlau. Das sind doch alles Attri-bute, die wie die Faust aufs Auge für Berlin zutreffen. „Ist Berlin reif für die Smart City?“ Das wollten der VBKI und STADT UND LAND herausfinden.


Präsentiert wurde die Studie am 26. Juni im Ludwig-Erhard-Haus, drei Stunden nachdem der Regierende Bürgermeister Michael Müller im Keller des Hauses beim IHK-Frühstück noch einmal klarstellte, dass, was Tegel betrifft, die Lage am 25. September nicht anders sein wird, als am 24. September.

„Fragt man die Berliner Bürgerinnen und Bürgern, fällt die Antwort gemischt aus. Zwar ist der Begriff bei 43,4 Prozent der Befragten grundsätzlich positiv besetzt, dezidiert negative Assoziationen weckt das Querschnittsthema nur bei jedem zehnten Berliner. Allerdings traut sich knapp die Hälfte (46,4 Prozent) kein eindeutiges Urteil zu.“, erklären die Auftraggeber über den Ausgang ihrer Untersuchung. An 10.000 Haushalte in ihren Wohnanlagen hat STADT UND LAND die Fragebogen verschickt. Wegen der großen Bandbreite an Mietern, eignete sich die städtische Wohnbauten-Gesellschaft sehr gut für diese Studie. Teilgenommen haben 750 Haushalte. Ausreichend, um repräsentative Erkenntnisse zu gewinnen. Der größte Teil der Befragten hat übrigens seinen Frage-bogen per Post zurückgeschickt, nur ein kleiner Teil per E-Mail. Da gibt es wohl noch smarten Nachhol-bedarf an häuslicher Technik.

306 der Befragten bewerten den Begriff „Smart City“ grundsätzlich positiv, 71 grundsätzlich negativ und 327 haben noch keine Meinung dazu. „Diese Unsi-cherheit korrespondiert mit erheblichen Wissens- und Informationslücken, die sich mehr als 50 Prozent der Befragten attestieren – und zwar trotz insgesamt großem technischem Interesse und hohen Bildungs-stand.“

Gabor Beyer, Vorsitzender des VBKI-Ausschusses Intelligente Infrastruktur und einer der Initiatoren der Studie, sagte: „Smart City gilt als eines der großen Zukunftsversprechen für Berlin. Unsere Studie zeigt: Der Boden ist zwar bereitet. Wer Smart City aber im Berliner Alltag zur Entfaltung bringen will, sollte immer wieder den konkreten Mehrwert einzelner Anwendungen verdeutlichen. Nebulöser Marketingsprech hilft nicht weiter. Smart City setzt sich nur dann durch, wenn die potenziellen Nutzerinnen und Nutzer verstehen, wie sie von der intelligenten Stadt profitieren.“

Ramona Pop, Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, sagte: „Die Smart-City-Studie zeigt, dass Mieterinnen und Mieter positive Erfahrungen insbesondere bei der Energieeffizienz gemacht haben. Eine gute Sache, denn eine Offen-heit der Bevölkerung für unsere Bemühungen um höhere Energieeffizienz wird uns beim Erreichen des Ziels, Berlin bis 2050 zu einer klimaneutralen Stadt zu machen, zu Gute kommen. Wir wollen den CO2-Ausstoß - bezogen auf 1990 - bis 2020 um 40 Pro-zent und bis 2030 um 60 Prozent verringern. Dafür braucht es das Engagement der gesamten Stadtge-sellschaft, von jung bis alt.“

Die vom VBKI in Kooperation mit der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH auf den Weg gebrachte Studie zielte darauf ab, belastbare Er-kenntnisse zu den Erwartungen und Ansprüchen der potenziellen Nutzer von Smart-City-Technologien gewinnen – auch und gerade, um daraus Rück-schlüsse auf das Smart-City-Potenzial Berlins zu ziehen.

„Zwar erwartet der überwiegende Teil der Studienteilnehmer von Smart-City-Technologien generell positive Effekte für Lebensqualität und Arbeitsbedingungen in der Hauptstadt. Vielen Befragten fällt eine präzise Deutung des Sammelbegriffs aber ebenso schwer wie die konkrete Bewertung einzelner An-wendungen sowie deren Bedeutung für die zukünftige Alltagsgestaltung“, interpretiert Anne Keilholz (Foto), Geschäftsführerin der STADT UND LAND, die Ergebnisse.

Über ein Drittel der Befragten gibt an, bislang noch gar keinen Gebrauch von modernen Smart City Lösungen zu machen. Auch die Bereitschaft, dies in absehbarer Zeit zu ändern, ist eher gering. Das gilt auch und in einem besonderen Maße für Fragen rund um neue Elektromobilitätskonzepte, denen ins-gesamt eher geringe Entwicklungschancen eingeräumt werden. Hinzu kommen Datenschutzbedenken sowie eine allgemeine Verunsicherung angesichts der Komplexität digitaler Infrastrukturen. Um die Stadt Berlin auf ihrem Weg zur Smart City wirksam zu unterstützen, sollten aus Sicht der Befragten vor allem die regulatorischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen verbessert werden.

Die Studie können Sie nachlesen unter:
http://www.vbki.de/der-verein/aussch%C3%BCsse/smart-city-berliner-sind-neugierig-w%C3%BCnschen-aber-mehr-aufkl%C3%A4rung


Zusammenstellung, Kommentierung: Ed Koch

  
Anmeldung  




 


Registrierung

Impressum  
p a p e r p r e s s
Ed Koch (Herausgeber und verantwortlich für den Inhalt)
Träger: Paper Press Verein für gemeinnützige Pressearbeit in Berlin e.V.
Vorstand: Ed Koch - Mathias Kraft
Postfach 42 40 03
12082 Berlin
Email: paperpress[at]berlin.de
PDF-Newsletter-Archiv:
www.paperpress-newsletter.de

Diese WebSite wurde mit PostNuke CMS erstellt - PostNuke ist als freie Software unter der GNU/GPL Lizenz erh�ltlich.