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Sommerfest mit grünem Schatten

geschrieben von: Redaktion am 15.07.2017, 07:58 Uhr
paperpress543 
In Tempelhof fühlt sich Michael Müller am wohlsten, ausgenommen gegenwärtig in seiner Wohnstraße, dazu später mehr. Tempelhof hatte einen Flughafen, weltberühmt. Die „Mutter aller Flughäfen“, wurde er genannt. Dass Tempelhof auch einen, wenn auch kleinen, Hafen hat, wissen nur wenige. Einst Um-schlagplatz von Schrott ist die Anlage am Ullsteinhaus seit 2009 Shopping-Mall mit Anschluss an den Teltow-Kanal. Im Sommer legen hier viele Yachten an, sie passieren zwei Landzungen, auf denen sich Gaststätten befinden. Eine davon ist der Pier 13, auf dem zum wiederholten Male der SPD-Landesverband zu seinem Sommerfest eingeladen hatte. Im Gegensatz zu regnerischen Vorjahren, konnte Michael Müller diesmal bei strahlendem Sonnenschein seine Gäste, darunter den SPD-Generalsekretär Hubertus Heil und Senatorin Dilek Kolat begrüßen. Außer den SPD-Senatoren waren auch die der anderen Koalitionsfraktionen von Linken und Grünen erschienen. Nicht zu vergessen, die üblichen Verdächtigen bei solchen Veranstaltungen, Vertreter aus Verbänden und Organisationen oder, wie es so schön heißt, gesellschaftlich relevante Gruppen. Dass nach Müllers Begrüßungsworten, in denen er alle Themen dieser Zeit ansprach, ein Werbeblock für die SPD-Bundestagskandidaten folg-te, mag aus Veranstaltersicht richtig gewesen sein, fand aber vor der falschen Zielgruppe statt. Senatorin Katrin Lompscher wird in ihrem Wahlkreis vermutlich nicht dem Kandidaten der SPD, sondern wohl dem der Linken ihre Stimme geben.

Ein Thema sprach der SPD-Landesvorsitzende und Regierende Bürgermeister nicht an, das dafür umso engagierter an den Tischen diskutiert wurde. Viele hatten schon durch den Tagesspiegel-Checkpoint und den paperpress-Newsletter von den in „Müllers“ Straße eingerichteten Parkverbotszonen erfahren. Offenbar ohne zwingenden Grund und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion hatte die Grüne Verkehrs-stadträtin Christiane Heiß in der Straße zwölf Park-plätze verschwinden lassen, und das, obwohl schon vier aus Sicherheitsgründen vor Müllers Haus entfal-len sind. Hintergrund ist die Schaffung der Möglich-keit, den Radverkehr in dieser Einbahnstraße beid-seitig zu gestatten.

Dass die Anwohner rechtzeitig vorher über diese Maßnahme informiert worden seien, wie vom Bezirk-samt behauptet, bestreitet Müller. „Ich wohne dort und habe keine Benachrichtigung erhalten“, so der Regierende Bürgermeister gegenüber paperpress. Eine Spitze konnte sich Müller in seiner Rede dann aber doch nicht verkneifen, als er sagte, dass die rot-rot-grüne Verkehrspolitik anders aussehe als die schwarz-gelbe, deshalb müsse man aber keinen Kampf gegen die Autofahrer führen. Die anwesende Verkehrssenatorin Regine Günter (parteilos für die Grünen im Senat) hat es vernommen. Die Tageszei-tungen sind heute voll von der Grünen-Parkverbots-posse in Tempelhof: „Grüne nehmen in Müllers Kiez die Parkplätze weg“, schreibt die BZ. Für Müller ist der Vorgang eine Lose-Lose-Situation. Bleiben die Parkverbotsschilder stehen, sagen die Leute, er könne sich nicht durchsetzen, werden sie demontiert, sagen die gleichen Leute, typisch, bei ihm geht’s, bei uns nicht. Eines ist aber klar und darauf kann man sich immer verlassen, nämlich dass die Grünen, vornehmlich in Tempelhof-Schöneberg, für jeden Ärger immer bereit stehen.

Ed Koch

  
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