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Kiezgeschichten in der ufaFabrik

geschrieben von: Redaktion am 10.08.2017, 09:18 Uhr
paperpress544 
Beginnen wir mit dem Fazit: Ein unterhaltsamer Abend, an dem es viel zu Lachen und zu Schmunzeln gibt, erwartet Sie in der ufaFabrik an der Tempelhofer Viktoriastraße noch bis Sonntag, jeweils um 20 Uhr in der überdachten Sommerbühne. Ein Hin-weis, der angesichts der Wetterprognose wichtig ist.
Gerade die Sportfans sollten sich zur ufaFabrik begeben, bevor sie sich wegen des erfolglosen Bemühens deutscher Sportler um Medaillen bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft weiterhin ärgern. Zur Premiere am 10. August ertönte – wie gewohnt – am Anfang die Stimme von Juppy. Bloß zu sehen war er nicht. Seine Begrüßung mit dem Hinweis, die Handys auszuschalten, erfolgte vom Band. Als ich nach der Show Juppy im Café Olé traf, erklärte er mir wortreich, warum er nicht persönlich zu sehen, sondern nur aus dem Off zu hören war, so richtig verstanden habe ich es nicht.

So war Ole Lehmann der erste Mensch auf der Bühne. Er führte durch das Programm und erzählte seine Kiezgeschichten. Schon nach wenigen Minuten löste er die nach seiner Meinung drängende Frage des Publikums, nämlich ob er schwul sei, auf. Ich denke, dass es eine Fehleinschätzung ist zu glauben, die Leute machen sich heute noch darüber Gedanken. Warum Schwule ihr Schwul Sein häufig so exzessiv in den Vordergrund rücken, weiß ich nicht. Es klingt immer so, als müsse man sich dafür entschuldigen. Wenn Schwul Sein als genauso „normal“ akzeptiert werden soll, wie heterosexuell zu sein, ist meines Erachtens der Weg falsch, sich ständig ungefragt zu outen. Ole Lehmanns Schwul Sein ist allerdings der Rote Faden in seinem Programm, und das ist „krachend komisch und unkonventionell“, so wie im Programmheft angekündigt.

Götz Frittang ist Schwabe, wohnt aber nicht in Berlin, gehört also nicht zur berüchtigten schwäbischen Community. Seine Kiezgeschichten sind sehr erfrischend, auch wenn sich dann und wann Probleme mit dem Verstehen des Dialektes ergeben.

Über den schwäbischen Dialekt, und erst recht über den sächsischen äußert sich Michael Hatzius‘ Echse äußerst abfällig, sowie über viele andere Themen auch. Hatzius ist Puppenspieler und nicht Bauchredner. Für das Publikum ist dieser Unterschied nicht wichtig, weil sich jeder ohnehin nur auf die Echse konzentriert und den sprechenden Schauspieler dahinter fast ausblendet. Dieser Echse kann man stundenlang zuhören. Als sie bemerkt, dass ich Fotos mache, kommen sie und ihr „Träger“ auf mich zu und positionieren sich vor meiner Kamera. Als ich dann den recht unhöflichen (sorry) Satz „Bleib doch mal stehen“ von mir gebe, bin ich unfreiwillig Bestandteil des Programms und muss Hohn und Spott über mich ergehen lassen. Als die Echse nach der Pause wieder auf die Bühne kommt, gilt mir der erste Satz: „Na, zu dunkel zum Fotografieren?“ Sie haben noch bis Sonntag die Gelegenheit, diesen amüsanten Abend zu erleben. Lassen Sie aber bitte ihre Kamera zu Hause.

Ed Koch

  
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