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Horschtel und kein Ende

geschrieben von: Redaktion am 04.12.2017, 10:31 Uhr
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Die bayerische Regionalpartei CSU, mit Anspruch auf Deutschland-, Europa- und Weltpolitik, lieferte in den letzten Wochen ein Volkstheaterstück der be-sonderen Art. Da können sich SPD, Grüne und Linke hinter verstecken, ausgenommen natürlich die AfD, bei der es noch lustiger zugeht.

Horschtel ist 68 Jahre alt und will weiterhin Chef der Christlich Sozialen Union bleiben. Das allein ist schlimm genug. Damit verbunden ist allerdings sein Anspruch, jetzt in Berlin mitmischen zu wollen. Minis-ter unter Angela Merkel. Vielleicht noch mit Martin Schulz in einer GroKo. Mehr Verlierer an einem Tisch hat das Land noch nicht gesehen. Und das soll die Zukunft sein? Lieber Weihnachtsmann, schicke uns bitte zurück in die Vergangenheit.

Seehofer war von 1992 bis 1998 Gesundheitsminister und von 2005 bis 2008 Landwirtschaftsminister. Es ist kaum vorstellbar, dass er sich bei seinem dritten Auftritt als Bundesminister in Berlin mit einem Posten dieser Art abspeisen lässt.

Wenn Seehofer nach Berlin kommt, sollte er eine oder mehrere Packungen Kondome nicht vergessen, damit es nicht wieder wie 2007 zu einer unbeabsich-tigten Vergrößerung des Seehofer-Clans kommt. Großes Interesse an seiner damals gezeugten Toch-ter hat Horst Seehofer offenbar nicht. „Keine Karte, keinen Gruß, keinen Anruf“ zur Kommunion, schreibt die BUNTE am 12.04.2016 traurig.

Seehofers Tochter ist nicht das einzige uneheliche Kind „made by CSU“. Auch Shrek, alias Markus Söder, hat eine Tochter in die Welt gesetzt, und zwar schon 1998. Im Gegensatz zu Horst Seehofer war Söder damals nicht verheiratet. „Markus hat das Kind nicht gewollt“, schreibt die WELT am 24.05.2007. Geheiratet hat Söder allerdings eine andere Frau.
Moral wird in katholischen bayerischen Kreisen ja besonders hoch gehalten. Es gibt neben Seehofer und Söder weitere Beispiele.

Söder, dessen Künstlername Shrek leider immer falsch geschrieben wird, richtig müsste es Schreck heißen, soll schon im Frühjahr bayerischer Minister-präsident werden. Da dürfte diesmal das Singspiel auf dem Nockherberg am 28. Februar 2018 (18:30 Uhr live übertragen vom Bayerischer Fernsehen) anlässlich des Paulaner Starkbieranstichs, besonders unterhaltsam werden. „Derblecken“ ist das Synonym für, Andrea Nahles würde sagen „Auf die Fresse kriegen“, das die zahlreich im Saal sitzenden Politiker über sich ergehen lassen müssen. Vor dem Singspiel liest Mama Bavaria (Luise Kinseher) den Politikern die Leviten, nimmt dabei keinen Bierdeckel vor den Mund und führt in immer kürzeren Abständen den Bierkrug zum Munde. Je länger das dauert, desto derber werden die Politiker beschimpft. Dennoch, wer im Saale sitzt und nicht erwähnt wird, ist ärmer dran als die Beschimpften.

Söder hat also den Machtkampf gewonnen. Na toll. Das bedeutet natürlich auch, dass er sich mehr noch als bisher in die Berliner Politik einmischen wird. Im Bundesrat, zum Beispiel, wird seine Stimme nicht zu überhören sein.

Im Herbst 2018, das genaue Datum steht noch nicht fest, wird in Bayern gewählt. Söder hat also nicht lange Zeit, sich als Ministerpräsident verdient zu machen. Die Umfragen sehen schlecht aus, die letzte stammt vom 30. November (GMS für Sat.1 Bayern) CSU: 37%, SPD: 15%, Grüne: 10%, FDP: 8%, Linke: 3%, Freie Wähler: 7%, AfD: 14%. Die CSU würde im Vergleich zur Wahl von 2013 rund zehn Prozentpunkte verlieren. Viel Spaß bei der Regierungsbildung.

Ed Koch


  
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