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geschrieben von: Redaktion am 10.01.2018, 09:48 Uhr
paperpress549 
Nachdem der Tagesspiegel und die Berliner Morgenpost die Nachricht vom Wechsel des BZ-Journalisten Olaf Wedekind zur CDU-Fraktion schon verbreitet hatten, zog die Pressestelle jetzt nach. Also: „Olaf Wedekind wird Pressesprecher und Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der CDU-Fraktion Berlin. Zum 12. Februar 2018 wechselt er vom Zeitungsjournalismus in die Kommunikation von Berlins größter Oppositionsfraktion.

Die Position ist seit November 2017 unbesetzt. Der in Berlin geborene Journalist berichtet seit 25 Jahren über die Berliner Landespolitik, zuletzt als verantwortlicher Redakteur bei B.Z./Bild (Axel Springer Verlag). Außerdem ist Herr Wedekind seit 2010 Vorsitzender des Vereins ‚Berliner Parlamentsberichterstatter e.V.‘. Dieses Amt gibt er mit Antritt in der CDU-Fraktion ab. Olaf Wedekind wird an den CDU-Fraktionsvorsitzenden Florian Graf und an den Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktion Heiko Melzer berichten.“

Soso. Vor allem wird Olaf Wedekind an seine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen aus den Landespolitikredaktionen berichten, nämlich darüber, was die CDU-Fraktion so macht und vorhat. Diese Themen nehmen bislang einen eher geringen Umfang ein. Im Wesentlichen beschäftigt sich die Pressestelle der CDU-Fraktion tagtäglich damit, dem Senat vorzuhalten, was er alles falsch macht und schaltet seitenlange Beschimpfungsanzeigen gegen R2G.
Wedekind kann jetzt die Ärmel hochkrempeln und es der SPD, den Linken und Grünen so richtig geben. Bislang musste er ja ein Mindestmaß an Objektivität bewahren, was ihm recht gut gelang. Aus seinem Herzen machte er aber nie eine Mördergrube. Wedekind war vor vielen Jahren CDU-Bezirksverordneter, soweit ich mich erinnere in Steglitz. Jeder wusste also, wo er politisch steht. Genutzt hat es der CDU nicht viel, aber vielleicht kann er jetzt an anderer Stelle mehr für seine Partei bewegen. Die Zeiten sind allerdings trübe für die CDU. Rot-Rot-Grün ist angeblich unbeliebt, bringt es aber auf gegenwärtig 55 Prozent Zustimmung, während die CDU bei 20 Prozent verharrt und auf diesem Level von der SPD wieder eingeholt wurde. Für die CDU gibt es derzeit keine Regierungsoptionen.

Olaf Wedekind ist ein äußerst freundlicher und angenehmer Zeitgenosse. Ihm fehlt zum Glück die Arroganz, die andere Journalisten an den Tag legen, die sich als Revisionsabteilung der Politik verstehen, oder sollte man lieber sagen Inquisition? Wedekind wird, mir zumindest, bei Pressekonferenzen fehlen. Er hatte immer noch eine Frage auf Lager, die sich kein anderer zu stellen wagte. Nun sitzt er seinen ehemaligen Mitstreitern gegenüber, mal sehen wie das klappt. Bei der BZ hätte Wedekind alt werden und vielleicht einmal die Meinungsseite übernehmen können, wenn Gunnar Schupelius an seinem selbstgerechten Zorn allen und allem gegenüber erstickt ist. Als Parteisprecher feiert man selten Dienstjubiläen. „Alles Gute, Olaf! – B.Z. Berlin“ schrieben Wedekinds Kollegen zum Abschied, dem schließen wir uns an und sind gespannt auf seine ersten Pressemeldungen.

Wenn eine E-Mail-Adresse als unzustellbar angezeigt wird, dann ist entweder das Postfach voll oder der Empfänger nicht mehr im Amt. Letzteres trifft auf Wedekinds Vorgänger Andreas Horst zu, der über sein Probehalbjahr von Mai bis November 2017 nicht hinausgekommen ist. „Offenbar lief es nicht so gut, wie es sich Fraktions-Chef Florian Graf vorgestellt hatte.“, schreibt der Tagesspiegel und verkündet zugleich, wo Andreas Horst abgeblieben ist. „Als Sprecher der Berliner CDU-Fraktion musste er gehen. Nun hat Andreas Horst einen neuen Job in Potsdam: bei der AfD-Fraktion in Brandenburg.“, meldet das Blatt. Eine großartige oder folgerichtige Karriere. Wegen „des Kurses von Angela Merkel ist Horst 2010 aus der CDU ausgetreten.“ Was für eine Qualifikation als Pressesprecher der CDU-Fraktion. „Das Bessere ist des Guten Feind.“, sagte Horst dem Tagesspiegel zu seinem Wechsel. Und die Brandenburger AfD freut sich: Mit ihm werde die AfD „noch stärker ihr Profil als zukunftsorientierte, moderne, konservative Volkspartei betonen“. Nur zu. Da ist ja jetzt wohl der richtige Mann am richtigen Platz.

Ed Koch

  
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