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Eberhard Diepgen: Minderheitsregierung wäre nicht schlimm

geschrieben von: Redaktion am 20.01.2018, 07:30 Uhr
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Der ehemalige Regierende Bürgermeister und frühere CDU-Landesvorsitzende Eberhard Diepgen war als Festredner für den Neujahrsempfang der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg „gewonnen“ worden, wie es der Gastgeber und Fraktionschef Matthias Steuckardt ausdrückte. In seiner Rede ging Diepgen sehr ausführlich auf die Möglichkeit einer Minderheitsregierung ein, wenn es mit der Neuauflage der Großen Koalition nicht klappen sollte. Im Gegensatz zur offiziellen Meinung der CDU, hält Diepgen eine Minderheitsregierung für eine mögliche Option, wenn es zu keiner Koalition kommen sollte. Er jedenfalls fände es nicht schlimm, wenn es so käme. Sinngemäß sagte er, dass dies immer noch besser wäre, als mit der vollkommen zerstrittenen SPD zu koalieren.

Der ewig blonde und heute 76-jährige Eberhard Diepgen war von 1984 bis 1989 und von 1991 bis 2001 Regierender Bürgermeister. In der spannendsten Zeit der Berliner Geschichte, dem Fall der Mauer, war der Sozialdemokrat Walter Momper Chef des Senats. Der Neujahrsempfang fand im Goldenen Saal des Rathauses Schöneberg statt. In diesem Saal wurden regelmäßig die Senatssitzungen abgehalten, als das Rathaus Schöneberg noch Sitz der Landesregierung war. Hinter der Wand an der Stirn-seite des Saales befindet sich das Bürgermeisterbüro, in dem Diepgen bis zum Umzug ins Berliner bzw. Rote Rathaus 1991 seine Amtsgeschäfte führte. Auf der Wand zwischen Saal und Bürgermeisterbüro befindet sich ein 3 x 10 m großes Gemälde von Matthias Koeppel, das er anlässlich der 750-Jahrfeier Berlins 1987 schuf. Auf dem Gemälde ist der Martin-Gropius-Bau mit der damaligen Senatsmannschaft von Eberhard Diepgen O zu sehen, im Hintergrund die Mauer, hinter der Mauer der Preußische Landtag, der heutige Sitz des Berliner Abgeordnetenhauses.

Es ist für Eberhard Diepgen sicherlich immer ein bewegender Moment, vor diesem Gemälde zu stehen. Die Grünen, die es als Partei damals schon gab, sind auf dem Gemälde immerhin als kleiner Igel vertreten. Diesen Hinweis konnte sich Diepgen nicht verkneifen. Zwei Jahre später kam mit Walter Momper die erste Rot-Grüne Landesregierung ins Amt. Und noch einen Seitenhieb, diesmal auf die SPD. Dass der Schreibtisch von Ernst Reuter nicht mit ins Rote Rathaus umgezogen ist, sei schlecht. Denn dort würde er als Inspiration benötigt. Im Berliner wie im Schöneberger Rathaus werde nur verwaltet aber nicht gestaltet.

Nach den bitteren Worten von Eberhard Diepgen gab es dann viel Süßes. Eine Geburtstagstorte für den früheren Tempelhofer Bürgermeister Wolfgang Krueger, der im Dezember 2017 80 Jahre alt geworden ist. Auf die Lobpreisungen seiner Parteifreunde reagierte Krueger gelassen: „Ich habe nur meinen Job gemacht.“

Ed Koch


  
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