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Hätten sie geschwiegen, wären sie kluge Männer geblieben...

geschrieben von: Redaktion am 10.02.2018, 07:13 Uhr
paperpress550 
Diese leicht abgewandelte Volksweisheit trifft gleichermaßen auf Martin Schulz wie auf Sigmar Gabriel zu. Was hat bloß Martin Schulz geritten, ohne Not, vor dem Mitgliederentscheid einzugestehen, dass er nicht der richtige Vorsitzende für die Erneuerung der SPD ist? Und dann diesem Schlag ins Gesicht der Partei, dessen Delegierte ihn zweimal in einem Jahr zum Vorsitzeden gewählt haben, noch einen weite-ren Hieb zu versetzen und anzukündigen, Außenmi-nister werden zu wollen? Das ist wirklich zu viel des Bösen. „Ich habe mich so entschieden!“ Also, er und Frau Nahles. Warum macht Schulz so etwas, und warum macht Andrea Nahles mit? War es wirklich nicht vorhersehbar, dass ein Shitstorm innerhalb der Partei losbricht? Da fällt einem doch nur noch Alfred Tetzlaff ein: „Der Sozi ist nicht grundsätzlich dumm. Er hat nur sehr viel Pech beim Nachdenken.“

Als wer oder was will Martin Schulz jetzt eigentlich durch die Lande reisen und die SPD-Mitglieder dazu zu bewegen, beim Mitgliederentscheid mit Ja zu stimmen? Welches Mandat hat er noch, welche Legitimität? Er sollte es lassen, Andrea Nahles muss jetzt allein dort durch, beste Bewährungsprobe für ihr vielleicht künftiges Amt als Parteivorsitzende. Übrigens: Wie lange hält die SPD das eigentlich finanziell durch? Schon wieder ein Sonderparteitag zur Wahl einer neuen Vorsitzenden? Ein Mitgliederentscheid, bei dem alle 440.000 den kompletten Koalitionsvertrag zugesandt bekommen. Das geht in die Hunderttausende. Hoffentlich hat man genug angespart.

Dass Sigmar Gabriel nach der Erklärung von Schulz, Außenminister werden zu wollen, der Kragen platzte, ist verständlich. Sollte Schulz ihm tatsächlich zugesagt haben, Außenminister bleiben zu können, ist es ein Vertrauensbruch, der nicht hingenommen werden kann. Und es ist, da hat Gabriel Recht, eine respektlose Handlung.

Klüger wäre es allerdings gewesen, dies erst einmal wegzustecken und auf einen geeigneten Zeitpunkt der Rache zu warten. Gabriel hätte einfach nur ab-warten müssen, die Parteimitglieder haben doch selbst die Ambitionen von Schulz aus dem Weg geräumt. Nun steht Gabriel als Nestbeschmutzer da. Und seine Intimfeindin Nahles wird alles tun, um zu verhindern, dass Gabriel Außenminister bleibt. Die SPD beraubt sich dadurch eines ihrer besten Männer. Es sei denn, die Einsicht siegt und die SPD lässt Gabriel auf diesem wichtigsten Posten neben Kanzlerin verbleiben.

Und wie sieht es bei der CDU aus? Verheerend. Das Parteiblatt der CDU, die BILD-Zeitung, spiegelt das wider, was die Mitglieder denken. Blankes Entsetzen über die Zugeständnisse an die SPD.

BILD schreibt heute: „Der CDU-Aufstand gegen Parteichefin Angela Merkel spitzt sich zu: Der erste CDU-Minister fordert ihre Abdankung als Vorsitzende. Und Merkel? Sieht sich gezwungen, in die Offensive zu gehen. Massiv unter Wind und mit einem miserablen GroKo-Verhandlungsergebnis in der Tasche greift sie zu ungewöhnlichen Mitteln. Mit Spannung blickt nicht nur die Partei jetzt auf ihren Auftritt im ZDF am Sonntag („Berlin direkt“, 19.10 Uhr). Nach BILD-Informationen soll sich die Kanzlerin über ihre Mitarbeiter selbst in die Sendung eingeladen haben. Das ist – zumindest für Merkel – ein sehr ungewöhnlicher Vorgang. Normalerweise sind es die Journalisten, die um Interviews bitten, nicht die Politiker. Gerade die Kanzlerin ist nicht dafür bekannt, gerne und freiwillig Interviews zu geben, wenn sie keinen Anlass sieht.“

Das nennt man dann wohl Kanzlerdämmerung. Und nun die gute Nachricht: Uns geht’s gut. Wie gut, kann man gegenwärtig jeden Abend im Fernsehen betrachten, wenn die Jecken stundenlang ihre sexistische Unterleibskomik herausblasen. Fragt der Mann seine Frau: „Wenn ich tot bin, würdest Du es dann mit anderen Männern machen?“ Antwort der Frau: „Deswegen musst Du doch nicht sterben.“ Tata Tata Tata - Narrhallamarsch!

Ed Koch

  
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