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Berlin ist eine Erfolgsgeschichte

geschrieben von: Redaktion am 13.02.2018, 07:42 Uhr
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In regelmäßigen Abständen lädt die IHK Berlin zu einem wirtschaftspolitischen Frühstück ein. Am 12. Februar war Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup zu Gast. In einem knapp einstündigen Vortrag und anschließender Diskussion, moderiert von IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder, verbreitete Lütke Daldrup sehr viel Optimismus. Im Oktober 2020 soll es endlich soweit sein, dass der BER an den Start gehen kann, denn „fertig ist der Flughafen ja grundsätzlich. Wir haben zwei voneinander betreibbare Start- und Landebahnen, auf denen leicht 60. Mio. Passagiere befördert werden können.“, sagte der Flughafen-Chef. Und weiter: „Wir haben eine sehr leistungsfähige Eisenbahnanschließung, die 90 Mio. Fahrgäste im Jahr befördern kann. Wir haben alle erforderlichen Betriebsgebäude: 39 von 40 an der Zahl, seit Jahren fertig und mittlerweile alle in Betrieb.“

Es hakt nach wie vor am größten Gebäudekomplex, dem „verfluchten Terminal“, so Lütke Daldrup. „Das Terminal ist äußerlich seit Jahren fertig, im Inneren haben wir allerdings nach der Katastrophe im Jahr 2012 massiv umgebaut.“ Da die Brandschutzanlage nicht funktionierte und abgenommen wurde, platzte der Termin im Juni 2012. Klaus Wowereit hatte damals für sein Hoffest im Roten Rathaus Eintrittskarten in Form einer Bordkarte drucken lassen. An Bord kam man bei dem Fest, abgehoben ist niemand.

Lütke Daldrup geht mit der Vergangenheit kritisch um, ohne seine Vorgänger zu beschimpfen. „Wir mussten fast doppelt so viel im Nachhinein für die Reparatur des schlecht geplanten, unzureichend überwachten und auch oft falsch gebauten Innereien des Terminals ausgeben, als bis zur gescheiterten Eröffnung 2012. Allein in die Haustechnik haben wir viele hundert Millionen Euro nachinvestieren müssen. Vermutlich werden die Gesamtkosten für den Flughafen bei rund sechs Milliarden Euro liegen, drei davon allein für das Terminal. Und dieses muss fertig gebaut werde, so Lütke Daldrup. Es gebe dafür keinen Plan B. „Wir sind ein Berliner Brandenburger Unternehmen mit derzeit insgesamt 2.000 festen Arbeitsplätzen am Standort und 20.000 weiteren davon abhängigen Jobs. Wir stehen schon heute für eine Wertschöpfung von drei Mrd. Euro. In 20 Jahren können es acht bis neun Mrd. Euro sein und fast 60.000 Menschen finden dann am Flughafen oder im Umfeld ihren Arbeitsplatz“, führte Engelbert Lütke Daldrup vor den Gästen der IHK aus. Die Flughafen-gesellschaft bezeichnete er als einen der „Pfeiler der Berliner und Brandenburger Wirtschaft.“

Bei Umfragen würden vermutlich Zweidrittel eher angeben, dass auch 2020 der BER nicht eröffnen wird. Es ist sehr viel Vertrauen verloren gegangen. Zu viele Chefs und Aufsichtsräte fummelten am größten Infrastrukturprojekt der Region herum. Des-halb weiß Lütke Daldrup: „Mit dem Termin Oktober 2020 strapazieren wir die Geduld der Menschen in der Region, unserer Gesellschafter und auch der Berliner Wirtschaft – das ist mir bewusst. Wir werden den Stress aber gemeinsam aushalten müssen, denn am Ende sind die zweieinhalb Jahre Stress für alle Beteiligten besser zu ertragen, als eine erneute Terminverschiebung.“

Eines darf man bei der ganzen BER-Problematik nicht vergessen: wir haben in Berlin zwei funktionierende Flughäfen. „Berlin ist eine Erfolgsgeschichte. Das liegt – allen Unkenrufen zum Trotz – auch an den Berliner Flughäfen! Die Leistungen der Berliner Flughäfen im Hier und Jetzt kommt mir in der oft aufgeregten politischen und wirtschaftlichen Debatte etwas zu kurz.“, beklagt der Flughafen-Chef. „Der Passagierzuwachs in Tegel und Schönefeld ist seit Jahren im Vergleich zu den anderen deutschen Flughäfen weit überdurchschnittlich. Wir sind der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Im Jahr 2017 hatte Schönefeld mehr Passagiere als der Flughafen Köln/Bonn. Über die letzten zehn Jahre ist das Passagieraufkommen in Berlin Jahr für Jahr um ein bis zwei Mio. Passagiere gewachsen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass jährlich 33 Mio. Passagiere transportiert werden, jeden Tag etwa 100.000 Menschen.“

An Visionen fehlt es Engelbert Lütke Daldrup nicht. Er denkt weit über den Eröffnungstermin 2020 hinaus. Die Flughafengesellschaft denkt mit ihrem Masterplan bis ins Jahr 2040, mit dem man auf alle absehbaren Entwicklungen der Fluggastzahlen vorbereitet ist: 2020 38 Mio., 2030 48 Mio. und 2040 55 Mio. Um den BER herum wird sich ein eigenes Stadtquartier entwickelt haben. Angesichts meines Lebensalters würde es mir schon ausreichen, wenigstens einmal vom BER abheben zu dürfen, auch wenn es nur ein Überführungsflug nach Tegel ist.

Ed Koch

  
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