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Vorfreude ist die schönste Freude

geschrieben von: Redaktion am 19.04.2018, 16:34 Uhr
paperpress552 
Der 3. Oktober, Tag der deutschen Einheit, ist zwar noch rund fünf Monate hin, aber natürlich haben die Planungen für das große Fest unter dem Motto „Nur mit Euch“ längst begonnen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller ist derzeit Bundesratspräsident und somit Ausrichter der Einheitsfeier. Diese findet traditionell immer in dem Bundesland statt, das gerade den Vorsitz in der Ländervertretung hat. Das Besondere in diesem Jahr ist, dass die Mauer genauso lange sinnlos herumstand wie sie inzwischen weg ist. Am 5. Februar war jener Tag, 10.315 Tage stand die Mauer und genau so lange ist Berlin von diesem hässlichsten Bauwerk in seiner Geschichte befreit.

Michael Müller und Moritz van Dülmen, der Geschäftsführer der Kulturprojekte Berlin GmbH, stellten heute die Planungen vor. Dass fünf Monate vor dem Ereignis, das vom 1. bis 3. Oktober rund ums Brandenburger Tor stattfinden wird, noch nicht alle Einzelheiten feststehen, ist verständlich. Dennoch wollten bei der Pressekonferenz Journalisten wissen, welche Band auftritt. Steht noch nicht fest. Aber welche Musikrichtung, lautete die Zusatzfrage. Ist das wirklich wichtig? Ein anderer wollte wissen, welche internationalen Gäste teilnehmen. Wen interessiert das? Und ob Michael Müller mit Demonstrationen wegen des Mietenproblems in Berlin rechne. An Müllers Stelle hätte ich geantwortet, dass man in Berlin ständig mit allem rechnen muss, auch damit, dass mal wieder eine Weltkriegsbombe gefunden wird und die Veranstaltung abgesagt werden muss. Presse-konferenzen sind häufig sehr schwierige Veranstaltungen. Ich frage mich, ob die Hörer und Leser der Medien wirklich an diesen spannenden Fragen interessiert sind. Tatsache ist, es wird ein großes Fest geben, zu dem man rund eine Million Besucher er-wartet. Das Land und Teile der Welt werden auf Berlin schauen. Das reicht doch als Programm.

Natürlich gibt es einen Festakt mit dem Bundespräsidenten in der Staatsoper Unter den Linden, zuvor einen ökumenischen Gottesdienst im Berliner Dom, und alles wird im Fernsehen übertragen. Auf dem Bürgerfest wird es dann für Michael Müller etwas wehmütig, weil er den symbolischen Staffelstab der Bundesratspräsidentschaft an seinen Nachfolger, dem Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, übergeben muss, der turnusmäßig dann am 1. November sein Amt antritt.

Verschiedene Themenbereiche werden im Rahmen der Feierlichkeiten angeboten. Natürlich präsentieren sich alle 16 Bundesländer und die Verfassungsorgane. Nicht zu vergessen, der Zipfelbund. Kannte ich nicht. Wäre mal eine Frage für „Wer weiß denn so-was?“ Also: „Der Zipfelbund ist ein Zusammen-schluss der nördlichst gelegenen Gemeinde Deutsch-lands, List auf Sylt, der westlichst gelegenen Gemeinde Selfkant, dem Markt Oberstdorf im äußersten Süden und der Stadt Görlitz am östlichen Rand Deutschlands. Mit dem Begriff ‚Zipfel‘ wird ein aus einem Territorium eines Landes hervorragendes Gebiet bezeichnet.“ Hervorragend ist im geographischen Sinne gemeint.

Weitere Themenbereiche sind „Geschichte und Erinnerungskultur“, „Stadt der Zukunft – Innovation“, „Kinder und Familie“, „Sport“ und „Kultur und Programme“. Was fehlt? „Natur und Umwelt“, wie ein Journalist kritisierte, der sich über die „Entbaumung“ Berlins beklagte. Den Begriff kannte Michael Müller auch noch nicht. Man wolle das gern aufnehmen, sagte Moritz van Dülmen, wobei er mit Blick aus dem Fenster des Liebermann-Hauses, wo die Pressekon-ferenz stattfand, im gegenüberliegenden Tiergarten eigentlich genügend Bäume sah. Weitere zu pflanzen kann ja dennoch nicht schaden.

Unter http://www.tag-der-deutschen-einheit.de/
kann man alles erfahren, was rund um den 3. Oktober geschehen wird, einschließlich der historischen Hintergründe.

Ja, das Fest kostet auch Geld. Drei oder vier Millionen, mein Gott, muss man danach fragen? Kann man nicht wenigstens zur deutschen Einheit mal richtig die Sau rauslassen. Es gibt auch Sponsoren, nein nicht Siemens und nicht Bombardier, die mit ihrem Stellenabbau etwas an Berlin gut machen könnten, dafür aber H&M, die Sparkasse und die GASAG. Beginnen wir uns also auf den 1., 2. und 3. Oktober zu freuen.

Ed Koch

  
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