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Beiträge: Schwielowsee-Grundschule

geschrieben von: Redaktion am 21.12.2006, 13:25 Uhr
paperpress519 
Leserbrief zum Beitrag Schwielowsee-Grundschule
Sehr geehrter Herr Koch,

Ihr Artikel in der neuen Ausgabe paperpress liest sich zwar sehr locker, macht jedoch den Eindruck als hätte Sie sich mit dem Thema nur am Rande
beschäftigt. Bildungsbewusste Eltern im Bezirk als ein wenig naiv darzustellen, halte ich für grundsätzlich falsch und in welcher Welt diese Eltern leben kann ich Ihnen sagen: Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Überheblichkeit, wie Sie in diesem Artikel rüberkommt, scheint mir zum Thema Bildung in dieser Stadt weitestgehend fehl am Platze. Unser Anliegen ist es ein hochwertiges Schulmodell, welches nicht überall in der Stadt vorhanden ist, zu erhalten. Nicht etwa Bequemlichkeit! Die Schwielowsee-Grundschule ist die erste Berliner Ganztagsgrundschule mit Erfahrungen in diesem Gebiet, die viele andere Schulen derzeit erst machen müssen. Kein Grund also sich über das Engagement von Lehrern, Erziehern, Kindern und Eltern lächerlich zu machen - finde ich.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Maaß

Sehr geehrter Herr Maaß,

vielen Dank für Ihre Mail. Teilen Sie mir bitte mit, ob wir sie als Leserzuschrift veröffentlichen dürfen, was wir auf unserer Internetseite sofort und in der folgenden paperpress Printausgabe tun werden.

Ich bin sehr dafür, dass es gute und vernünftige Bildungsangebote überall in der Stadt gibt, dafür setzt sich paperpress seit Jahrzehnten ein. Ich beobachte aber auch zunehmend, dass gerade Eltern stets nur ihre eigene kleine Welt im Blickfeld haben und sich für äußere Umstände nicht zu interessieren scheinen. Demonstrationen finden immer dann statt, wenn man persönlich betroffen ist. Und weil die meisten Politiker nicht die Courage haben, den Bürgern die Wahrheit zu sagen, machen sie für den Moment populäre Aussagen, die sie gar nicht halten können. Anstatt dass Ihnen Bürgermeister Band Zusicherungen macht, hätte er sagen müssen, die 11 Millionen für die Sanierung der Schule haben wir nicht und werden sie auch nicht
bekommen. Das Thema Kinderzentrum hat sich ohnehin schon erledigt. Ich halte den Vorschlag von Stadtrat Hapel, die Schüler/innen auf andere Schulen zu verteilen, so lange das noch geht, für sinnvoll. Mein Kind in eine Schule zu schicken, die eine tickende Asbestzeitbombe ist, würde mir im Traum nicht einfallen. So leid es mir tut, und so gut und wichtig die Schwielowsee-Grundschule mit ihrem bildungspolitischen Konzept ist, sie hat wegen der baulichen und finanziellen Gegebenheiten m.E. keine Überlebenschance.

Mit freundlichen Grüßen
W. Ed Koch

Sehr geehrter Herr Koch,

vielen Dank für Ihre Antwort. Meine Leserzuschrift können Sie natürlich gerne als solche veröffentlichen.

Es kann sein, dass einige Berliner Eltern nur ihre eigene Situation im Blickfeld haben. für viele der Schwielowseeeltern trifft dies nicht zu.

Wenn sie nur ihre persönliche Situation sehen würden, gäbe es mehr, die ihre Kinder an anderen Schulen anmelden würden. Dies ist nicht der Fall. Unsere Eltern schicken ihre Kinder ganz bewusst an eine Schule, die es versteht, Ganztagsschule und Integration effektiv miteinander zu verbinden.

Gerade, weil wir nicht nur auf unsere Situation sehen, sondern auch die Alternativen in unserer Entscheidung miteinbeziehen, kämpfen wir für den Erhalt dieser Schule und verstehen Sie mich nicht falsch, nicht Schule im Sinne des Gebäudes, sondern im Sinne des inhaltlichen Konzeptes.

Ich gebe Ihnen Recht, dass Politiker oft nicht die Courage haben mit Eltern, insbesondere noch mit den engagierten, offen und ehrlich zu kommunizieren.

für uns übrigens mit ein Hauptgrund für unserer Demonstration! Wir haben seit Jahren einen Sanierungsbeirat der Eltern. Fünf Eltern, die gerne sich über jede Entwicklung der Schule mit den Politikern in Schöneberg zusammensetzten. Und im Sinne unserer Schulkinder überlegen, wie es weitergehen kann. Da aber leider vom Bezirk nicht offen mit uns gesprochen wird und wir, und im übrigen auch die Schulleitung, frühestens aus der Presse über die Situation an der Schule erfahren, sind wir gezwungen uns so Gehör zu verschaffen. Auch Schöneberger Eltern stellen sich den Nikolaustag anders als auf einer Demo vor.

hätten wir nur im Ansatz das Gefühl, Herr Hapel und die anderen beteiligten Politiker, hätten sich außer mit dem nicht vorhanden Geld auch mit inhaltlichen Fragen und dem Kiezumfeld der Schule befasst, würden wir sicherlich nicht auf die Straße gehen.

Zum Thema Asbest möchte ich Sie auf unsere Seite hinweisen: www.schwielowsee-sanierung.de sowie auf den Sachverhalt, dass das verbaute Asbest seit Jahrzehnten in dieser Schule ist. Gäbe es eine Gefährdung für die Schule, hätte das Schulamt diese schon viel früher schließen müssen. Meine Kritik geht dahin, dass Herr Hapel diesen Zustand nun politisch für sich nutzen will und die Schließung mit einmal als dringlich darstellt. Das ist einfach nicht korrekt und entbehrt zudem jeglicher Courage.

Man kann nicht auf der einen Seite schulische Mängel in Berlin monieren und auf der andern Seite Politik für seine eigene Vita machen. Wohl mit ein Grund für den Politikverdruss in diesem Land.

Mit freundlichen Grüße

Christian Maaß
von der Elterninitiative
Schwielowsee-Grundschule




  
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