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Kimsalabim

geschrieben von: Redaktion am 12.06.2018, 12:59 Uhr
paperpress554 
Es ist wie ein Zaubertrick. Vor wenigen Wochen wollte Nordkoreas Vorsitzender Kim Atomraketen nach Kalifornien schicken und der amerikanische Präsident drohte mit einer Vernichtung des Landes, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Selten gab es ein größeres Drohpotenzial wie zwischen diesen beiden außergewöhnlichen Figuren der Weltgeschichte. Und jetzt? Harmonie wohin das Auge schaut.

Respektvoll sprach Trump vom Vorsitzenden Kim. Vorsitzender des Ministerrates, was immer das sein mag. Denn Staatspräsident mit dem Zusatz „Ewiger Präsident“ ist der 1994 verstorbene Kim Il-sung, und Vorsitzender des Komitees für Staatsangelegenheiten der 2011 verstorbene Kim Jong-il. Kim Jong-un sitzt also mit dem toten Opa und Vater in der Macht-zentrale des größten Gefängnisses der Welt. Wie bei Freund, Feind, Parteifreund, gibt es in Nordkorea drei Kategorien an Einwohnern: „Genossen“, das bedeutet loyale Personen, „schwankende Personen“ und „feindlich gesinnte Personen“. Aus der letztgenannten Gruppe werden regelmäßig Menschen hingerichtet, wenn sie kritisch auf ein Foto von Jong-un schauen. Nordkorea ist so ziemlich der letzte Flecken auf dieser Erde, wo man leben möchte.

Der „kleine Raketenmann“ hat es immerhin geschafft, die Aufmerksamkeit des „senilen Greises“ auf sich zu ziehen. Und bevor Kim in einem Anfall von was auch immer tatsächlich Raketen nach Kalifornien schickt oder versucht, Südkorea platt zu machen, sollte man sich lieber mit ihm treffen. Eine Wiedervereinigung der beiden Koreas ist zu Lebzeiten von uns allen allerdings ausgeschlossen.

Was das dicke Papier wert ist, das beide unter-schrieben haben, werden wir wissen, wenn Trump in der Air Force One wieder an sein Handy kommt. So wie Trump in den letzten Monaten mit Verträgen umgegangen ist, kann man diesem Mann nicht trau-en.

Nehmen wir einmal an, dass Kim keine Raketentests mehr veranstaltet und nehmen wir einmal an, dass Trump keine weiteren Manöver in Südkorea durch-führt, dann wäre es in dieser Region schon wesentlich ruhiger und friedlich.

Trump ist der Macher der USA, der seine Klientel bedient wie es sich vor ihm niemand getraut hätte. Trump ist absolut skrupellos und ordnet alles seinem Credo „Ameria First“ unter. Er zeigt es den verhassten Europäern so richtig und seine Anhänger jubeln. Die Liebesbeziehung zu Macron war schneller beendet, als sie begonnen hatte. An dem französischen Präsidenten schlabbert Trump künftig nicht mehr rum. Und auch Kanadas Justin ist ein Verräter, also Trudeau, nicht Bieber. Und wenn alle Lehrer einen Colt hätten, würden die Massaker an den Schulen zurückgehen. Man könnte ja gleich auf dem Schulhof à la „High Noon“ ein Duell zwischen Amokläufer und Lehrer veranstalten.

Trump ist genau der Typ Politiker, den die große Anzahl der Bevölkerung zwischen den Ozeanen gernhat. Der zeigt es allen. Kim sah zeitweise so aus, als unterzeichne er eine Kapitulationsurkunde. Etwas unsicher und angestrengt, während der Löwe mit seinem Pokerface zeigte, wer die Welt regiert. Und zwar aus einem Land heraus, das vollkommen bankrott ist. Im November 2017 betrug die Staats-verschuldung insgesamt 20,5 Billionen US-Dollar oder 106 % des Bruttoinlandprodukts, wenig im Ge-gensatz zu China, die 29 Billionen US-Dollar im Soll zu stehen haben.

Zwar liegen die Umfragewerte für Trump nur bei rund 40 Prozent, angesichts des amerikanischen Wahlsystems kann das aber für eine Wiederwahl ausreichend sein. So lange es bei den Demokraten keine ernstzunehmende Alternative zu Trump gibt, steht dessen Wiederwahl 2020 nichts im Wege. Trump ist noch lange nicht am Ende, er fängt gerade erst an.

Ed Koch



  
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