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65 neue Schulen für Berlin

geschrieben von: Redaktion am 10.12.2018, 12:22 Uhr
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Im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive hat das Land Berlin mit Hilfe eines neu entwickelten Verfahrens zwei Realisierungswettbewerbe durchgeführt. Aufgabe für die Architekten war der Entwurf einer 3- bzw. 4-zügigen modularen Grundschule und Sporthalle, welche angepasst an verschiedene Standorte in Berlin zum Einsatz kommen sollen. Das Land Berlin steht vor der Aufgabe, in den nächsten Jahren ca. 65 neue Schulen zu bauen, zum überwiegenden Teil Grundschulen.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte: „Mit dem Abschluss der beiden Verfahren ist ein ganz wichtiger Schritt bei der Umsetzung der Schulbauoffensive getan worden. Bereits im kommenden Jahr werden erste modulare Grundschulen und Sporthallen in Betrieb gehen. Mit der Schulbau-offensive wird der Berliner Senat in den nächsten acht Jahren 5,5 Milliarden Euro investieren, um neue Schulen zu bauen, bestehende Schulen zu er-weitern und große Sanierungsmaßnahmen durchzuführen.“

Und Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) fügt hinzu: „Die im Rahmen der Schulbauoffensive neu zu bauenden Schulen müssen über die räumlichen Voraussetzungen für eine moderne, zukunftsfähige Pädagogik verfügen. Dafür hat die Facharbeitsgruppe Schulraumqualität Empfehlungen für ein neues pädagogisches Konzept erarbeitet, die sich in den neuen Musterraum- und Funktionsprogrammen wiederfinden. Die Wettbewerbsergebnisse tragen dem neuen Raumkonzept für Berliner Lern- und Teamhäuser Rechnung und stehen für eine moderne neue Schularchitektur.“

In zwei unabhängigen Verfahren für eine 3-zügige und eine 4-zügige modulare Grundschule sollten jeweils 15 Wettbewerbsteilnehmer Konzepte für einen modularen Basisbaukörper der Schule und der Sporthalle entwickeln. Dieser musste so flexibel sein, dass er auf mehrere Grundstücke mit unter-schiedlichen Anforderungen angepasst werden kann.

Die Preisgerichtssitzungen fanden am 5. und 6. Dezember 2018 unter Mitwirkung von zahlreichen Beteiligten der Berliner Bezirke und Senatsverwaltungen sowie betroffener Nutzer statt. Jeweils unter dem Vorsitz des Frankfurter Architekten Jürgen Engel beurteilten die Jurys die gestalterische Qualität der Basisbaukörper von Grundschule und Sporthalle sowie die Umsetzung des pädagogischen Konzepts und der geforderten Flexibilität. Dabei wurde die wirtschaftliche und schnelle modulare Bauweise ebenfalls bewertet.

Im Anschluss an die beiden Wettbewerbsverfahren wird jeweils ein Verhandlungsverfahren mit den drei Preisträgern durchgeführt. Der Baubeginn für die Grundschulen ist für 2020 bzw. 2021 vorgesehen. Die Fertigstellung der ersten Grundschulen ist aus heutiger Sicht im Sommer 2022 möglich.

Die Grundidee für die zeitgemäßen Schulgebäude besteht darin, zeitgemäße Pädagogik durch eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Kindern und Pädagogen zu fördern. Hierfür ist ein Umdenken, weg von den „Flurschulen“, erforderlich. Die Zusammenarbeit wird räumlich ermöglicht durch Lern- bzw. Teamhäuser als „kleine Schulen in der großen Schule“. Die „kleine Schule“, das so genannte Compartment, besteht aus zwei Allgemeinen Unterrichtsbereichen, ergänzenden pädagogischen Flächen und einem Teambereich. Lernen in jahrgangs-übergreifenden oder jahrgangsbezogenen Gruppen soll dabei möglich sein.

Die Preisträger der 3-zügigen modularen Grund-schule und Sporthalle sind die Architekten „h4a Gessert + Randecker, Stuttgart“, „HerbstKunkler / aim busse, Berlin“ und „Bruno Fioretti Marquez, Berlin.“

Die drei Preisträger der 4-zügigen modularen Grundschule und Sporthalle sind: diesmal auf Platz Eins „Bruno Fioretti Marquez, Berlin“, „Ackermann + Raff, Stuttgart“ und „PPAG architects, Wien.“

Die Wettbewerbsarbeiten der beiden Verfahren werden voraussichtlich Ende Januar 2019 öffentlich ausgestellt. Ort und Zeitpunkt werden zeitnah fest-gelegt und bekanntgegeben.

Quelle: Pressestelle Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung und Wohnen.

  
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