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Reiche sehen optimistischer ins neue Jahr als Arme

geschrieben von: Redaktion am 14.12.2018, 10:24 Uhr
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Hätte es für diese Erkenntnis einer Umfrage unter 1.048 Menschen bedurft? 60 Prozent der Deutschen sehen optimistisch ins neue Jahr, 38 Prozent haben Bedenken, zwei Prozent wissen offenbar gar nicht mehr was Optimismus ist. Infratest dimap hat den ARD-Deutschlandtrend am 11. und 12. Dezember ermittelt.


„Laut der Umfrage blicken sechs von zehn Deutschen persönlich mit Zuversicht auf 2019, vier von zehn sind eher beunruhigt. Westdeutsche sind dabei optimistischer als Ostdeutsche und Männer zuversichtlicher als Frauen. Zudem steigt die Zuversicht mit dem verfügbaren Haushaltsnettoeinkommen an.“, lautet das Ergebnis der Umfrage. Fazit: West-deutsch, Mann, reich. Zwei Drittel der Vorausset-zungen, um glücklich zu sein, habe ich schon erfüllt, mit Punkt drei hapert es noch.

Gute Nachrichten zu Weihnachten. „Zu Weihnachten spielen Kalorien keine große Rolle. Zwei Drittel der Deutschen (68 Prozent) schlemmen an Weihnachten ohne schlechtes Gewissen. Ein Drittel (32 Prozent) achtet dagegen über die Feiertage aufs Gewicht. Während jüngere Leute in der Altersgruppe der 18-34-Jährigen fast einhellig der Ansicht sind, dass man sich über die Festtage nicht über sein Gewicht sorgen sollte, nimmt die Achtsamkeit mit steigendem Alter zu. 48 Prozent der über 65-jährigen essen auch an den Feiertagen mit Bedacht. Gut, dass ich zur Mehrheit gehöre.

Gut auch, dass wir in Deutschland zwei öffentlich-rechtliche Systeme haben. ARD und ZDF. Sonst wäre der Blick auf die Umfragewerte zu einfach. Infratest dimap veröffentlichte seine Zahlen am 13.12. für die ARD, und heute zieht das ZDF mit dem Politbarometer nach, ermittelt von der Forschungsgruppe Wahlen zwischen dem 11. und 13. Dezember unter 1.268 Wahlberechtigten.

Hier der Überblick, hinter den Zahlen jeweils + oder – zur vorherigen Umfrage am 6.12. bei der ARD und am 23.11. beim ZDF. Ohne sind die Werte gleichgeblieben:

Partei ARD ZDF
CDU/CSU 31% + 1% 30% +3%
SPD 15% + 1% 15% + 1%
Grüne 20% 19% - 3%
FDP 8% 7% - 1%
Linke 8% 9%
AfD 13% - 1% 15% - 1%

Auffällig ist, dass beim ZDF die CDU drei Punkte zulegt und die Grünen drei verlieren. Das ist ein großer Unterschied. Mitte November lagen die Grü-nen bei der ARD noch bei 23 Prozent.

Die SPD bekommt einen Mitleidspunkt hinzu und hält sich stabil bei rund 15 Prozent und ist damit halb so groß wie die Union. Die GroKo verfügt in den Umfragen schon seit September über keine Mehrheit.

Dass sich die Umfragewerte der AfD halbiert hätten, wenn Friedrich Merz neuer CDU-Chef geworden wäre, darf bezweifelt werden. Annegret Kramp-Karrenbauer hat bei der AfD nichts ausgelöst, ein Minuspunkt ist unerheblich.

„Die Entscheidung für Annegret Kramp-Karrenbauer auf dem Parteitag der CDU war recht knapp ausgefallen. In der Gesamtbevölkerung und besonders bei den Anhängern der CDU/CSU ist eine Mehrheit der Meinung, dass sie die Richtige für das Amt des CDU-Vorsitzes ist: 55 Prozent aller Befragten und 72 Pro-zent der Unions-Anhänger sehen das so. Gegenteiliger Auffassung sind 28 Prozent aller Befragten und 17 Prozent bei den Anhängern der CDU/CSU.“, heißt es bei der ZDF-Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen.

Bei der Frage nach den wichtigsten Politikern wird der alte Strippenzieher Wolfgang Schäuble abgestraft: „Die ersten vier Plätze der Top Ten werden dieses Mal aufgrund von Unterschieden im Hundertstel-Bereich vergeben: alle vier erreichen jetzt auf der Skala von +5 bis -5 einen Durchschnittswert von 1,3. Auf Platz eins liegt mit sehr starken Einbußen (Nov.II: 1,8) Wolfgang Schäuble, auf Platz zwei Robert Habeck (Nov.II: 1,5), den weiterhin mehr als die Hälfte der Befragten mangels Bekanntheit nicht bewerten kann. Platz drei geht an Angela Merkel (Nov.II: 1,1) und Platz vier an Annegret Kramp-Karrenbauer, die sich deutlich verbessern kann (Nov.II: 1,0). Danach folgen Olaf Scholz mit 0,9 (Nov.II: 1,0), Heiko Maas mit 0,7 (Nov.II: 0,5), Christian Lindner mit unveränderten 0,4 und Friedrich Merz mit 0,2 (Nov.II: 0,3). Weiter im Negativ-bereich befinden sich Andrea Nahles mit minus 0,4 (Nov.II: minus 0,3) und Horst Seehofer mit minus 1,2 (Nov.II: minus 1,3).

Da kann sich nun jeder der Betroffenen unterm Weihnachtsbaum seine Gedanken machen. Gute Ergebnisse, siehe Robert Habeck, erzielt man vor allem durch ein hohes Maß an Unbekanntheit. Schade, dass Andrea Nahles jeder kennt.

Ed Koch



  
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