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Das große Finale

geschrieben von: Redaktion am 06.08.2019, 23:12 Uhr
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Europa
Heimat – Zukunft – Traum und Trauma

Am 18. und 19. Tag von Young Euro Classic stand die inhaltliche Auseinandersetzung mit Europa, jeweils vor den Konzerten, auf der Tagesordnung.



EUROPA – Meine Heimat? Meine Zukunft? – Berliner Oberstufen-Schüler/innen haben über diese Fragen nachgedacht. Sind in sich gegangen. Haben ge-schrieben. Diskutiert. Gedichtet. Für ihre Aussagen eine Form gefunden. Und regen so zum Nachdenken über Europa an. Am 5. August redeten, rappten und musizierten die 16- und 17-jährigen Jugendlichen, die vom Mariendorfer Eckener Gymnasium und der John F. Kennedy-Schule kamen. Die Präsentationen wurden gemeinsam mit renommierten Journalisten und erfahrenen Lehrerinnen erarbeitet und mit Unterstützung des Schauspielers Boris Al-jinovic und seiner Kollegin Nadine Schori, Rolf-Dieter Krause und Wolfgang Klein u.a. vorgetragen vor Nuel Nunu vom Eckener Gymnasium.

Am 6. August gab es ein Wiedersehen mit Michal Hvorecky, Sa¨a Stani¨ić, Tanja Maljartschuk und Jonas T. Bengtsson. Sie kommen aus der Slowakei, Bosnien-Herzegowina, der Ukraine und Dänemark. Sie haben vor mehr als zehn Jahren schon im Rahmen des „kleinen Bruders“ von Young Euro Classic, Young Euro Connect, das von dem Journalisten Wolfgang Klein geleitet wird, über „ihr Europa“ geschrieben. Über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Sie haben inzwischen viel erlebt. Große Literaturpreise gewonnen. Und hatten eine Menge zu erzählen.

Wolfgang Klein, der sich mit Blick auf die Festival-leiterin Dr. Gabriele Minz stets mit den Worten vorstellt, „ich bin der Mann zu dieser Frau“, war unter anderem ARD-Korrespondent in Brüssel, leitete ab 1998 die Redaktion der politischen Talkshow Sabine Christiansen und kam 2006 als Redaktions-leiter der Talksendung Berlin Mitte mit Maybrit Illner zum ZDF. 2012 ist er im Un-Ruhestand.

18. Tag – 5. August 2019

Besuch aus China

Am vorletzten Tag begrüßte Mr. Klassik, Holger Wemhoff, der Chefmoderator von Klassik Radio die Gäste im Konzerthaus.


© MUTESOUVENIR | Kai Bienert

Das National Youth Orchestra of China gibt es erst seit zwei Jahren – aber für ihre erste Europatournee haben sich die jungen Chinesen schon viel vorgenommen! Denn die 100 Musikerinnen und Musiker müssen eine aufwändige Bewerbung per Video und Probespiel durchlaufen, um in das nationale Jugendorchester aufgenommen werden. Insofern kamen die „dicken Brocken“ dieses Programms als Herausforderung genau richtig:

Zum einen hatten sich die Chinesen Beethovens majestätisches fünftes Klavierkonzert mit dem US-Amerikaner Garrick Ohlsson als Pianisten ausgesucht – wunderbar passend zum Beethoven-Schwerpunkt bei diesem Festival. Den Gegenpol bildete Schostakowitschs fünfte Symphonie, ein faszinierend ambivalentes Werk zwischen Depression und Aufbäumen, zwischen Trauer und Emphase. Und selbstverständlich hatten die Chinesen auch ein aktuelles Werk aus ihrer Heimat im Gepäck: Ye Xiaogang hat seine Tianjin-Suite erst 2016 komponiert. Der 1973 in Lyon geborene Ludovic Morlot dirigierte das chinesische Orchester.

Letzter Tag – Dienstag, 6. August 2019

Amerikanisches Finale

Das National Youth Orchestra of the United States präsentierte das große Finale des zwanzigsten YEC-Festivals mit dem britischen Top-Dirigenten Antonio Pappano. Was für ein Genuss, Ivan Fischers Festivalhymne vom kompletten Orchester vorgetragen bekommen zu haben. Es folge gleich der nächste Leckerbissen. „Delicate Tension“ ist der Titel einer Auftragskomposition der US-Botschaft in Berlin. Tyson J. Davis Werk ist inspiriert durch den 30sten Jahrestag des Falls der Berliner Mauer. Dieses Stück hätte es 1989 geschafft, die Mauer zum Einsturz zu bringen. Grandios.

Weiter ging es mit der tschechische Mezzosopranistin Dame Sarah Connolly, die alles, was sie macht – vom Barock über Belcanto bis Broadway – mit umwerfendem Können präsentiert. Das demonstrierte sie wunderbar an einem der schönsten ro-mantischen Liederzyklen, Les nuits d’été von Hector Berlioz. Ein Hochgenuss für Liebhaber des klassischen Liedguts.

Nach der Pause stand Prokofjews Meisterwerk, die Fünfte, auf dem Programm: groß in den Ausmaßen, dazu voller melodische Einfälle, die das Werk zu seiner populärsten Symphonie gemacht haben. Was für ein großartiger Abschluss des Festivals. Die jun-gen Amis ließen es noch einmal richtig krachen im Konzertsaal. Und auch die Zugabe hatte es in sich. Die temperamentvolle Ouvertüre von Michael Glin-kas „Ruslan und Ludmilla“ versetzte das Publikum noch einmal in Hochstimmung.

Schwarze Sakkos, rote Hosen und Turnschuhe. Ein Outfit, das man nur den Amerikaner verzeiht. Die jungen Musiker spiegelten in wunderbarer Weise die ethnische Vielfalt der USA wider. Das tat gut in diesen Zeiten.

Und damit endete das zwanzigste Festival von Young Euro Classic. Es war ein sehr guter Jahrgang. Zum Schluss geht der Dank an das YEC-Team für die Unterstützung, an Kai Bienert für die tollen Fotos, und an Elisabeth Friedrich und Alexander Flöth von Artefakt Kulturkonzepte für die kompetente und freundliche Pressebetreuung. Nicht vergessen möchten wir Katharina Baumann, die für die Kommunikation bei YEC zuständig ist, für ihre liebenswürdigen Zeilen nach jeder unserer Veröffentlichungen und die turboschnellen Antworten auf alle unsere Fragen. Und ganz zum Schluss eine klei-ne Gemeinheit an den Veranstalter gerichtet, die man uns verzeihen wird. Wir freuen uns auf das 21ste Festival 2020, in jenem Jahr also, wenn Young Euro Classic tatsächlich 20 Jahre alt sein wird.

Im nächsten Jahr findet YEC vom 24. Juli bis 9. August statt. Dann sehen wir auf dem Gendarmen-markt auch Missy wieder, das Maskottchen, das bis zum letzten Jahr gelb war und jetzt wie ein richtiger Elefant aussieht, natürlich mit goldener Geburtstagsschleife. Foto: Frank Schubert

Ed Koch

Textquellen: Young Euro Classic – bearbeitet und kommentiert


  
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