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Zu Gast bei den Gastgebern

geschrieben von: Redaktion am 13.08.2019, 08:01 Uhr
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Gastgeber: Burkhard Kieker (visitBerlin), Christian Andresen (DEHOGA Berlin), Michael Czernik (visitBerlin Partnerhotels e.V.) Das Sommerfest des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Berlin und visitBerlin im TIPI, ist, was Qualität und Quantität betrifft, eines der Highlights im Kalender der Hauptstadt. Rund 800 Gäste waren eingeladen und so viele werden es bei angenehmen Temperaturen auch gewesen sein. Bier, Wein und Wasser flossen in Strömen, an jeder Ecke gab es gute Nahrung, von Pasta über Grünzeug bis zur Curry Wurst und Fish & Chips. Schließlich war man zu Gast bei denen, die etwas von guter Bewirtung verstehen.


Alle wollen netzwerken und feiern, auf große Reden hat niemand Lust. Diesen Wunsch haben Burkhard Kieker und Christian Andresen offenbar verspürt und verzichteten auf programmatische Ansprachen. Sie ließen sich stattdessen interviewen, ein Format, das immer mehr um sich greift. Der Erfolg hängt natürlich im Wesentlichen von dem Interviewer ab, in diesem Falle einer Interviewerin, nämlich Ulla Kock am Brink. Ihre Fernsehpräsenz ist offenbar weitestgehend vorbei, bei Wikipedia liest man vornehmlich etwas über Sendungen, die wegen „anhaltend schlechter Einschaltquoten eingestellt“ wurden. Frau Kock am Brink hätte 1984 ihr Studium der Sonderpädagogik zu Ende führen sollen, dann wäre ihr Auftritt weniger peinlich gewesen. Zuerst dankte sie dem Team des TIPI, das ja sicherlich nicht be-sonders gut bezahlt werde. Mag sein. Das den an-wesenden Gastronomen ins Gläschen Wein zu schütten, war sicherlich nicht sehr geschickt, aber wenigstens DGB-Chef Christian Hoßbach konnte schmunzeln, weiß er doch, dass die Branche nicht gerade zur größten Fangemeinde von Gewerkschaften gehört.

Damit aber nicht genug, und hier folgt der Übergang zur Tourismusbranche, die „Bierbiker“ gehen Frau Kock am Brink „auf den Sack.“ War das schon das Unterhaltungsprogramm oder noch die Begrüßung? Burkhard Kieker drückte es nicht in der Sprache der Unterleibskomik aus, machte aber keinen Hehl dar-aus, dass auch er keine „Bierbiker“ wolle. Berlin sei die Nummer Drei hinter London und Paris in Europa. Das habe man sich in den 30 Jahren seit der Wiedervereinigung hart erarbeitet. Aber jetzt wolle man sich verstärkt auf Zielgruppen zubewegen, und die-se heißen Kongressbesucher und Kultur-Touristen. Auf Leute, die „Bier aus Schläuchen trinken“, könne man verzichten.

Die Besucherzahlen sprechen für sich. 2018 kamen 13,5 Mio. in die Stadt, +4,1% zum Vorjahr. 33 Mio. Übernachtungen, +5,5% zu 2017. Alle Zahlen stei-gen, auch natürlich die Umsätze. Berlin ist nicht die klassische Stadt für Tagestouristen. Wir haben keinen Hafen, von dem aus tausende täglich die Stadt überfluten und höchsten „einen Kühlschrankmagneten kaufen“, so Burkhard Kieker. Die einzigen Tagestouristen, die auffallen, sind unsere Brandenburger Nachbarn am Reformationstag, wenn sie nach Berlin kommen und die Geschäfte leerkaufen. Im Schnitt bleiben die Touristen zwei bis drei Tage. Das heißt, auch die ungeliebten „Bierbiker“ bringen Um-satz in Hotels und Gastronomie, vor allem für die Brauereien. Natürlich kann man besondere Zielgruppen ansprechen, sollte aber andere nicht aus-grenzen. Die Touristen, die nach Berlin kommen wollen, aus welchem Grunde auch immer, lassen sich weder von Herrn Kicker noch von Frau Kock am Brink abschrecken.



Eine Touristengruppe ist gar nicht erwähnt worden, über die sich Sportstaatssekretär Aleksander Dzembritzki, Landessportbund-Präsident Thomas Härtel und Tempelhof-Schönebergs Sportstadtrat Oliver Schworck besonders freuen, nämlich die Sport-Touristen. Immer mehr große Sportveranstaltungen finden in Berlin statt, die tau-sende von Besuchern anziehen. Und diese trinken auch nicht nur Wasser.

War noch was? Ach ja. Das Zwangsticket für Touristen, wir berichteten in unserem Newsletter am 6. August darüber. Wer hats erfunden, wollte Frau Kock am Brink wissen. Christian Andresen wich aus, anstatt im Angesicht der vor der Bühne stehenden Wirtschaftssenatorin Ramona Pop auf deren Grüne Partei zu zeigen. Die Sache ist noch nicht vom Tisch, weder für die Tourismusbranche noch für Frau Pop.

Ed Koch

  
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