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geschrieben von: Redaktion am 07.11.2019, 07:56 Uhr
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Zum neunten Male wurde der „Green-Buddy-Award“ von der Wirtschaftsförderung und dem Umweltamt des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg gemein-sam mit der Berliner Stadtreinigung, Berlin-Partner, der Investitionsbank, dem Handelsverband und dem Marienpark Berlin vergeben. In fünf Kategorien wurden 56 Bewerbungen eingereicht. Die Preisverleihung fand in der Tempelhofer Malzfabrik statt.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler: „Um-welt- und Klimaschutz sind keine neuen Themen, haben aber nichts an Brisanz verloren. Dieses Jahr waren besonders viele und tolle Bewerbungen dabei und ich freue mich sehr, dass wir heute fünf großartige Projekte für den Umweltschutz mit dem Green Buddy Award und einem Preisgeld von jeweils 2.000 Euro ausgezeichnet haben. Ich hoffe, dass diese Projekte noch viele Nachahmer finden."

Wirklich schick war der in Grün getauchte Veranstaltungsraum gestaltet, mit beleuchteten Sitzmöbeln, Musik, Laudatoren, alles, was dazugehört. Natürlich auch mit einer sympathischen Moderatorin, Boussa Thiam, und musikalischer Begleitung. Für den Auf-takt sorgten die Rapper von „Big Tiba“ mit einem eigens komponierten Umwelt-Titel und einem Green-Buddy-Award-Song. Die Band „il Civetto“ verband mit wunderschöner Musik die einzelnen Preisverleihungen. Anschließend gab’s Häppchen und kühle Getränke. Eine rundum gelungene Veranstaltung, die sich 2020 auf den Jubiläums-Buddy freut, wenn er zum zehnten Mal verliehen wird.

Und hier sind die Gewinner:

Mit dem Green Buddy Award in der Kategorie Abfallvermeidung/Reduce, Reuse und Recycle wurde Sneaker-Rescue ausgezeichnet. Die Idee zu „Sneaker Rescue" ist vor zwei Jahren von Hagen Matuszak, 23 und Orthopädieschuhmacher aus Berlin, ins Leben gerufen worden. Jedes Jahr wer-den 24 Milliarden Paar Schuhe gefertigt und allein in Deutschland werden 10.000 Tonnen Schuhe in den Müll geworfen. Das Konzept hinter Sneaker Rescue ist es, den Kunden möglichst schnell und unkompliziert eine kostengünstige, aber hochwertige Reparatur der Sneakers zu ermöglichen und sie so vor der Mülltonne zu retten. Den Preis stiftete die Berliner Stadtreinigung.

Der Green Buddy Award in der Kategorie „Smart Cities Lösungen" ging an die auf dem EUREF-Campus ansässige Firma Infrest Infrastruktur eStrasse GmbH. 2018 war Berlin die Staustadt in Deutschland. Hier setzt Infrest an. Der Baustellenatlas der Infrest ermöglicht nicht nur den einfachen Überblick über alle abgeschlossenen Baumaßnahmen im beobachteten Areal – und das revisionssicher für sechs Jahre gespeichert. Der Baustellenatlas erlaubt Leitungsnetzbetreibern vor allem die mittel- und langfristige Planung von Tiefbautätigkeiten. So lassen sich Baumaßnahmen besser koordinieren und Verzögerungen werden vermieden. Überreicht und gestiftet wurde der Preis von Dr. Christian Herzog von Berlin-Partner und Dr. Matthias von Bismarck-Osten von der IBB.

In der Kategorie Einzelhandel erhielt das Unternehmen Supermarché Fair Fashion GmbH einen Green Buddy Award. Das Kleidungsgeschäft in Kreuzberg hat ein Vollsortiment an ökologischer und fair produzierter Mode anzubieten. Die Kleidung wird nicht unter menschenunwürdigen Bedingungen genäht und sie ist aus ökologischen Materialien. Supermarché zeigt, dass es möglich ist, beim Kleidungs-kauf auf Ausbeutung und Umweltverschmutzung zu verzichten. Statt giftigen Kleidungsstücken gibt es hier Kleidung aus Biobaumwolle, die ohne Einsatz von Gentechnik, chemischem Dünger und Pestiziden angebaut wurde und durch die Art der Landwirtschaft zudem Wasser in den Anbauländern spart. Der Handelsverband Berlin-Brandenburg stiftet und überreichte den grünen Buddy, die wiederum von der Buddy-Bär-Berlin GmbH gestiftet werden. Unternehmenschef Dr. Klaus Herlitz konnte persönlich nicht anwesend sein und meldete sich per Video-Botschaft zur Wort.

Der Young Green Buddy Award geht an das Projekt WEAR FAIR des Georg-Büchner-Gymnasiums. WEAR FAIR ist eine Gruppe von 8. Klässlern, die sich seit März 2019 für die Einführung von fairer und nachhaltig produzierter Schulkleidung am Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) einsetzen. Nach intensiver Re-cherche-, Konzept- und Überzeugungsarbeit der Gruppe, wird an der Schule in Kooperation mit dem Textilunternehmen Neutral® und der Druckerei Excom, Schulkleidung angeboten, die mit Rücksicht auf Mensch und Umwelt hergestellt wird. Um die Schülerinnen und Schüler zum Umdenken anzuregen, leisten sie Aufklärungsarbeit und haben einen Informationsfilm produziert.

In der Kategorie Umweltschonende Produktion und produktionsnahe Dienstleistungen ging der Green Buddy Award an die MINT Engineering GmbH. Kann man Algen in Städten anbauen? Ja, zum Beispiel am EUREF Campus schlängeln sich Algen durch lange Kunststoffrohre. Die Algen haben einen großen Nut-zen, der nicht nur Biomasseproduktion heißt, sondern auch weitere Funktionen übernehmen kann wie beispielsweise Gebäude-Verschattung, Energiegewinnung und Nährstoffspeicherung. Aus den Algen werden auch Beauty-Produkte und Lebensmittel hergestellt. Den Preis überreichte Umweltstadtrat Oliver Schworck an den Geschäftsführer von MINT, Gunnar Mühlstädt.

Wer auf den EUREF-Campus am Schöneberger Gasometer kommt, richtet seinen Blick unweigerlich auf die Fassade eines weißen Hauses. Zwei große, grün leuchtende Racks mit Glasröhren, durch die Wasser läuft, sind zu sehen. Was Kunst am Bau sein könnte, ist in Wirklichkeit Landwirtschaft. Hier wer-den nämlich Mikroalgen produziert, und nicht zu knapp. Gunnar Mühlstädt hat das Unternehmen MINT Engineering im Februar 2016 gegründet. Es ist ein innovatives Start-Up zur Entwicklung und Vermarktung von Mikroanlagen.

Algen sind fleißige Geschöpfe. Durch Zellteilung vermehren sie sich in nur 14 Tagen um das Zehnfa-che. In die Röhren, die auf jeder Seite jeweils rund 1.000 Liter fassen, wird eine Startkultur von 100 l geimpft. Nach zwei Wochen sind pro 100 Liter ca. sechs Gramm Algen vorhanden, also rund 600 Gramm, die geerntet werden können. Das Wasser wird in Tanks abgelassen und zentrifugal werden die Algen herausgeschleudert und als breiige Paste oder als Trockenmasse in Pulverform verkauft. Die Nachfrage ist enorm. Abnehmer ist für MINT vor allem die Lebensmittelindustrie, die die Algen z.B. in Teigwaren verarbeitet. Aber auch in den blauen Haribos sind Farbstoffe aus Mikroalgen enthalten.

Sie sind mikroskopisch klein, jedoch wahre Kraftpakete: Mikroalgen enthalten unter anderem hochwertiges Eiweiß, Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Vitamine, Fette und ungesättigte Fettsäuren sowie Mineralstoffe und Spurenelemente, Jod und vieles mehr. Be-sonders erstaunlich ist die Produktivität der Mikroalge. In kürzester Zeit kann sie Licht und Kohlendioxid (CO2) in wertvolle Biomasse verwandeln.

„Algen gehört die Zukunft“, schreibt Gunnar Mühlstädt auf seiner Internetseite www.mint-engineering.de. „Sie sind extrem anpassungsfähig, als Nahrungsquelle sowohl für Mensch und Tier ge-eignet und bieten eine Alternative zu fossilen Energiequellen. Vor allem jedoch sind sie industriell kultivierbar und damit wirtschaftlich tragfähig herstell-bar. Nicht zu vergessen ist die zentrale Rolle der Algen im Kohlenstoffkreislauf. Algen haben die Fähigkeit, rasant zu wachsen und können Kohlendioxid sehr effektiv aufnehmen. Zudem schätzt man, dass sie rund 50 % des weltweiten Sauerstoffbedarfes liefern.“

MINT Engineering betreibt nicht nur die Anlage auf dem EUREF-Campus, sondern konzipiert und vertreibt auch Anlagen zur wirtschaftlichen Kultivierung von Mikroalgen im großindustriellen Farming, Innenbereich oder überall an Gebäudefassaden. „Durch die Bereitstellung eines kontrollierten und optimal angepassten Lebensraums mittels geschlossenen Photobioreaktoren wachsen Mikroalgen besonders effektiv.“

Quellen: Wirtschaftsförderung Tempelhof-Schöneberg – paperpress-Archiv
Zusammenstellung und Kommentierung: Ed Koch

  
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