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Berlin ist die Nummer Eins

geschrieben von: Redaktion am 08.11.2019, 06:22 Uhr
paperpress571 
Diese Nachricht passt so gar nicht in die übliche Negativberichterstattung der Medien über eine Stadt, in der angeblich nichts funktioniert und alles viel länger dauert als anderswo. „Eine Analyse der regionalen Perspektiven deckt auf, wie unterschied-lich sich die 30 größten deutsche Städte entwickeln. München steigt in der Rangliste ab. Auf Platz 1 macht sich ein Aufsteiger breit.“, berichtet der Nachrichtensender n-tv gestern.

„Die Anziehungskraft der urbanen Konjunkturzen-tren hält an: In den Städten wachsen Wirtschafts-kraft und Einwohnerzahlen weiter deutlich schneller als im bundesweiten Durchschnitt. Schon jetzt lebt fast ein Viertel der Bevölkerung in einer der derzeit 30 größten Ballungsräume. Dabei kämpfen die Met-ropolen teils mit ganz eigenen Trends und Proble-men, wie das aktuelle Städteranking des Hambur-ger Wirtschaftsforschungsinstituts HWWI und der Berenberg Bank belegt.

Neu auf Platz 1 (Anm.d.Red.: 2017 noch auf Platz 5) der Rangliste taucht in diesem Jahr die mit Abstand bevölkerungsreichste Großstadt des Landes auf: Die Bundeshauptstadt kann der Studie zufolge im Di-rektvergleich unter den 30 größten deutschen Städ-ten die derzeit besten Zukunftsaussichten vorwei-sen.“ „Berlin hat sich zu einer der dynamischsten Städte Deutschlands entwickelt", fasste Berenberg-Chef Hans-Walter Peters die Lage bei der Vorstel-lung der Studie zusammen. Die Spreemetropole führt erstmals seit Beginn der Studienreihe im Jahr 2008 die Rangliste an.

„Berlin punktete mit einem vergleichsweise hohen prozentualen Bevölkerungsanstieg, dem höchsten Wachstum bei der Erwerbstätigkeit aller 30 Städte und einer deutlichen Verbesserung der Produktivi-tät. Für die Rangliste werden ‚wesentliche Wettbe-werbs- und Standortfaktoren‘ wie Bildung, Innovati-on, Internationalität und Erreichbarkeit sowie die Entwicklung von Produktivität und Bevölkerung ana-lysiert.“

„Erstmals tauchen mit Berlin, Dresden und Leipzig drei ostdeutsche Städte in der Spitzengruppe der stärksten 10 auf. Leipzig belegt in der Gesamtschau wie 2017 sogar Rang zwei und verfehlte den Spit-zenplatz nur knapp. Keine andere Stadt unter den Top 30 habe sich in den vergangenen Jahren so dynamisch entwickelt, heißt es in der Studie. Dres-den landet diesmal auf Platz 7 und liegt damit vor Augsburg, Stuttgart und Düsseldorf.“

„Es ist erfreulich zu sehen, dass es die größten Städ-te im Osten Deutschlands, also Leipzig und Dresden und insbesondere auch Berlin, 30 Jahre nach dem Mauerfall geschafft haben, sich im deut-schen Städ-tevergleich ganz oben zu positionieren und gute Zukunftsaussichten aufweisen", kommentierte Pe-ters die Entwicklung.

„Die Zukunftsfähigkeit Deutschlands hängt maßgeb-lich von den ökonomischen und demografischen Entwicklungen seiner großen Städte ab", betonte er. „In ihnen konzentrieren sich die wirtschaftlichen Aktivitäten unseres Landes, hier wird das Wachstum ganzer Regionen forciert und angetrieben." Im Falle von München dagegen machen die Autoren der Stu-die „erste Grenzen des Wachstums" aus: die bayeri-sche Landeshauptstadt rutschte auf Platz drei.

Insgesamt hätten sich die Abstände zwischen der Spitze des Feldes und dem Schlusslicht Gelsenkir-chen verringert. Allerdings alterten viele der großen Städte Nordrhein-Westfalens, aber auch Kiel und Hannover, merklich. „In diesen Städten kann der Rückgang der Erwerbspersonen in der Folge zu stärkeren Einbrüchen bei der ökonomischen Leis-tungsfähigkeit der Städte führen", geben die Auto-ren zu Bedenken.

Veränderungen innerhalb der „Kernstädte großer Metropolregionen" wie etwa Berlin, Hamburg, Mün-chen, Köln oder Frankfurt am Main seien dabei auch für das Umland von enormer Bedeutung. Städte ziehen weiterhin vor allem junge und gut ausgebil-dete Bevölkerungsschichten an. Jede einzelne der 30 größten Städte Deutschlands dürfte in den kom-menden Jahren bei den unter 20-Jährigen hinzuge-winnen. Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

Der Chefsatiriker des Tagesspiegels, Lorenz Ma-roldt, würde sich vermutlich zu dieser Studie mit seinem alt bekannten Satz äußern, dass dies nicht wegen, sondern trotz des Senats so sei. Das kann man so sehen, wenn man sein Geld damit verdient, Berlin jeden Tag schlecht zu schreiben. Die Realität sieht allerdings anders aus. Gemessen an den Prob-lemen, die zwangsläufig eine knapp Viermillionen-Metropole hat, funktioniert Berlin sehr gut. Im Ta-gesspiegel-Checkpoint ist natürlich nichts über die Studie aus Hamburg zu lesen. Dafür aber ein Satz des Zukunftsforschers Harald Welzer: „Berlin ist für mich eine milde Form der psychischen Störung.“

Ja, Berlin ist eine anstrengende Stadt, da könnte man auch viele andere nennen. Maroldt & Co. ist es allerdings bisher nicht gelungen, viele Tausend Men-schen davon abzuhalten, nach Berlin zu kommen. Dass es seit 2015 mit 50.000 Neuberlinern, 2018 „nur noch“ 31.000 waren, ist keine schlechte Nach-richt. Auch dass mehr Berliner nach Brandenburg ziehen als umgekehrt, ist keine Negativschlagzeile. Das lange brach liegende Umland entwickelt sich zur Metropolregion. Dass dies möglich wurde, verdan-ken wir einem Tag im November 1989.

Ed Koch

  
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