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Eine Ära ging zu Ende - Letzte Folge Großstadtrevier mit Jan Fedder

geschrieben von: Redaktion am 24.03.2020, 09:42 Uhr
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Gestern Abend, 19:50 Uhr, ARD, Folge 447. Die letzte Szene im Großstadtrevier mit Jan Fedder als Dirk Matthies. Fedder, der mit nur 64 Jahren am 30. Dezember 2019 verstarb, war zwar erst seit 1992 bei der 37sten Folge beim Großstadtrevier dabei, er prägte aber die Serie wie kein anderer. Der legendäre Jürgen Roland (Stahlnetz) hatte die Idee zum Großstadtrevier, das 1986 erstmals im Ersten zu sehen war.


Das Großstadtrevier ist die etwas andere Krimi-Serie im Fernsehen. Es geht hier nicht nur um das Fangen von Verbrechern, sondern auch auf die Schicksale der Opfer und Täter. Es sind häufig mehr Kiezgeschichten als harte Kriminalfälle. Jan Fedder ging als Dirk Matthies immer auch sehr eigene Wege, um den Opfern zu helfen, aber auch den Tätern eine Perspektive für eine besser Zeit zu ermöglichen.

Umrahmt werden die Episoden von den täglichen Befindlichkeiten der Kolleginnen und Kollegen des Reviers. Das verleiht der Serie viel Menschlichkeit und versprüht auch reichlich Humor. Unvergessen die Zeiten, als Peter Heinrich Brix als Lothar Krüger (Folge 85-289) und Edgar Hoppe als Dietmar Steiner (1-191) nicht nur zusammenarbeiteten, sondern auch wohnten. Die Männer WG war wirklich äußerst witzig. Heute unterhalten im Stile der „Son-ny Boys“, manchmal auch ein wenig wie „Waldorf und Statler“, Marc Zwinz als Hannes Krabbe (seit Folge 289) und Sven Fricke als Daniel Schirmer (seit Folge 327) das Publikum.

Die Rolle der Leiterin des Großstadtreviers hat sich seit Folge 244 entwickelt. War Saskia Fischer als Polizeioberrätin Frau Küppers (ohne Vornamen) anfangs sehr dominant und autoritär, hat sich das im Laufe der Zeit gelegt. Sie darf auch Schwächen zeigen. Selbst eine dosierte Empathie gegenüber ihren Mitarbeitern ist erlaubt, wenn diese ihr helfen, kleine Fehler auszubügeln. Beispielsweise in Folge 447, als sich ihr Computer ausschaltete, weil sie auf einer „unangemessenen Seite“ war.

Wie geht es nun weiter ohne Jan Fedder? Die nächsten Folgen der 33sten Staffel laufen noch bis zum 27. April. Bis dahin wird wohl zu der Erkennungsmelodie von Truck Stop auch noch das Bild im Vor-spann von Jan Fedder zu sehen sein. Wie es die Serie danach verkraften wird, ohne den sympathisch knurrigen Dirk Matthies zurechtzukommen, muss sich zeigen. Man soll ja nie nie sagen, viel-leicht taucht am Horizont ein neuer Serienliebling auf. Ihn aber ersetzen oder kopieren zu wollen, dürfte schief gehen. Fedder ist Fedder. Frühere Folgen sind im NDR jeweils mittwochs zu sehen, 22:00 Uhr.

Ed Koch

Jan Fedder war aber nicht nur Großstadtrevier. „Nach kleineren Fernsehauftritten 1979 und 1980 war seine erste größere Rolle die des ‚Bootsmannsmaats Pilgrim‘ in dem Film Das Boot. In den darauffolgenden Jahren spielte er in vielen, haupt-sächlich norddeutschen Fernsehproduktionen mit, bis er 1990 schließlich beim Großstadtrevier die Rolle des Polizisten ‚Dirk Matthies‘ übernahm. Außerdem spielte er eine der beiden Hauptrollen, die des ‚Kurt Brakelmann‘, in der norddeutschen Serie Neues aus Büttenwarder neben seinem Schauspiel-kollegen Peter Heinrich Brix als ‚Arthur Tönnsen‘. Jener spielte auch im Großstadtrevier eine Haupt-rolle, nämlich die des ‚Lothar Krüger‘. Fedder spielte für die ARD auch in Verfilmungen nach Stoffen von Siegfried Lenz. Im Kino war er 2009 in Fatih Akins Komödie Soul Kitchen zu sehen.

Nebenher war Fedder seit den 1970er Jahren hin und wieder auch als Synchronsprecher tätig, so unter anderem in Brust oder Keule und als ‚Herbert‘ in den Werner-Filmen. Als Ausgleich zu seiner Arbeit als Schauspieler betätigte er sich als Leadsänger der Band Big Balls, mit der er 1998 die CD Aus Bock und 2004 die CD Fedder geht’s nicht veröffentlichte.“

Im Herbst 2012 wurde bei ihm die Vorstufe eines Mundhöhlenkarzinoms diagnostiziert, woraufhin er das Rauchen aufgab, sich einer strahlentherapeutischen Behandlung unterzog und ein Jahr beruflich pausierte. 2016 zog er sich bei einem Sturz mehrere Knochenbrüche zu. Im Juni 2019 gab er in einem Interview bekannt, seit Längerem auf einen Roll-stuhl angewiesen zu sein. Im Großstadtrevier sah man ihn deswegen nur noch im Sitzen. Am 30. Dezember 2019 starb Jan Fedder in seiner Wohnung in Hamburg. Die Trauerfeier fand am 14. Januar 2020, dem 65. Geburtstag Fedders, auf seinen Wunsch hin im Hamburger Michel statt – dort war er getauft, konfirmiert und getraut worden und hatte im Knabenchor gesungen.“

Quelle: Wikipedia

  
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