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America First

geschrieben von: Redaktion am 06.04.2020, 18:29 Uhr
paperpress576 
Es ist nicht zu glauben. Da erleben wir die schwerste Krise seit… - US-Chef-Amtsarzt Jerome Adams vergleicht die Corona-Pandemie mit den Terroranschlägen von 2001 und dem Angriff auf Pearl Harbor – Staatpräsidenten sprechen von Krieg – welche Superlative müssen wir uns noch anhören? – Armageddon? Das Jüngste Gericht? - …und in Berlin haben wir nichts Besseres zu tun, als über 200.000 verschwundene Masken zu diskutieren. In den Me-dien wird das Thema in großen Artikeln behandelt und am Ende steht der Senat immer doof da. So nützen Hinweise wenig, dass nicht der Senat, sondern andere am vorläufigen Verlust der Masken Schuld tragen. Und aus der Opposition kommen schlaue Vorschläge. So empfiehlt der CDU-Fraktionsvorsitzende Burkard Dregger, dass der Senat „sich auf das Geschäftsgebaren anderer (Anm.: dass für Berlin deklarierte Waren in die USA umgeleitet werden?) einstellt und direkt vor Ort die Beschaffungen durchführt.“ Wir sehen schon den Regierenden Bürgermeister mit vollen Geldkoffern in einer Chartermaschine nach Peking fliegen und dort Masken einkaufen.


Der Regierende Bürgermeister Michael Müller und Innensenator Andreas Geisel (beide SPD) hatten das Umleiten von 200.000 Schutzmasken in die USA als „Akt der Piraterie“ verurteilt und US-Präsident Donald Trump persönlich dafür verantwortlich gemacht. Der Tagesspiegel zitiert die US-Botschaft zu den Vorwürfen wie folgt: „Die Regierung der Vereinigten Staaten hat nichts unternommen, um für Deutschland bestimmte 3M-Lieferungen umzuleiten, noch wussten wir irgendetwas von solchen Sendungen." In früheren Zeiten wäre das Vertrauen in derartige Stellungsnahmen der USA sicherlich sehr hoch gewesen. Seit allerdings ein notorischer Lügner im Weißen Haus sitzt, fällt einem das schwer.

CDU und FDP lassen sich von ihrem Glauben an das gute Amerika jedoch nicht abbringen. So wirft Burkard Dregger dem Senat vor, „Berlin mit seinen Äußerungen über die USA erheblich geschadet zu haben.“ „Die Einschätzung der amerikanischen Botschaft ist eine schallende Ohrfeige für Herrn Geisel und Herrn Müller“, sagte Dregger. Der Oppositions-führer forderte, der Senat müsse sich bei den USA entschuldigen und mitteilen, aufgrund welcher Tat-sachen er annehme, dass die US-Regierung in der Sache aktiv geworden sei.“ Quelle: Der Tagesspiegel

FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja, schlägt in dieselbe Kerbe: „Der Totalausfall von Innensenator Geisel gegenüber unseren US-amerikanischen Freunden ist nicht nur eine peinliche Blamage auf dem internationalen Parkett, sondern schlicht ein politischer Affront, der in der jüngeren Geschichte seinesgleichen sucht.“ Dregger und Czaja haben offenbar noch nie etwas von „America First“ gehört, dem sich weltweit alles unterzuordnen hat.

Der Nachrichtensender n-tv meldet allerdings, dass sich Berichte häufen, wonach medizinische Schutz-ausrüstung in den USA anstatt in den Bestellerländern landen. Und das ist offenbar auch mit den Schutzmasken für die Berliner Polizei geschehen. „Im Streit um die Lieferung von Atemschutzmasken, die der Berliner Senat bestellt hatte, hält Innensenator Andreas Geisel seine Vorwürfe aufrecht. ‚Unsere Schutzmasken sind in den USA gelandet und das ist nicht in Ordnung‘, sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel im ZDF. ‚Fakt ist, wir haben eine entsprechende Lieferung bestellt; 200.000 Schutz-masken, die waren auch bezahlt. Die waren nach Berlin unterwegs für die Berliner Polizei, weil wir diese Atemschutzmasken dringend brauchen."

„Es sei nicht entscheidend, ‚ob die konfisziert oder storniert und dann in die USA umgeleitet worden sind oder ob jemand mit dem Geldkoffer gekommen ist und das umgeleitet hat‘. Verträge müssten ein-gehalten werden. ‚Ich habe deshalb nichts zurück-zunehmen‘, sagte Geisel, nachdem US-Vertreter die Vorwürfe aus der deutschen Hauptstadt zurückgewiesen hatten. ‚Ich will jetzt nicht über Schuldfragen reden, in jedem Fall sind unsere Masken in die USA umgeleitet worden. Das ist der Fakt‘, sagte Geisel.“ Q: n-tv

Fakt ist auch, dass inzwischen aus einer anderen Lieferung zwei Millionen Masken und 300.000 Schutzkittel in Berlin eingetroffen sind. Diese Tatsache sollten die Herren Dregger und Czaja auch ein-mal anerkennen, anstatt in der Krise ihre Zeit damit zu verplempern, ständig diejenigen anzupinkeln, die dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen für das Am-Laufen-Halten stimmen. Für die Corona-Krise gibt es keine Blaupause. Niemand, auch nicht Dregger und Czaja, die sich jetzt darüber beschweren, dass nicht vorgesorgt wurde, konnten damit rechnen. Als in Berlin die so genannte „Senatsreserve“, bestehend aus tausenden von Lebensmittelkonserven, aufgelöst wurde, weil die Gefahr aus dem Osten nicht mehr vorhanden zu sein schien, konnte niemand ahnen, dass man diese Lebensmittel heute vielleicht hätte gut gebrauchen können. Viel schlimmer ist allerdings die Tatsache, dass ein High-Tech-Land wie Deutschland kurzfristig nicht in der Lage ist, selbst diese Schutzmasken herzustellen, sondern sich mit den USA in einen Verteil-Wettkampf begeben muss. Die Chinesen, sollten eine Luftbrücke nach Berlin einrichten. Operation Respirators 呼吸器 ohne Zwischenlandung in Bangkok.

Ed Koch

  
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