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Masken Made in Germany

geschrieben von: Redaktion am 15.04.2020, 19:27 Uhr
paperpress576 
Das Ergebnis der vierstündigen Konferenz der Bundeskanzlerin mit den 16 Ministerpräsidenten ist ernüchternd. Keine Pflicht, sondern eine dringende Empfehlung, Schutzmasken im öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften zu tragen. Eine Pflicht hätte bedeutet, dass entweder die Bundesregierung für ausreichend Masken hätte sorgen müssen oder die Verkehrsbetriebe bzw. Geschäfte. Das wollte man sich selbst und den anderen nicht zumuten. So liegt der Ball beim Bürger, der zusehen muss, wo er ausreichend Masken herbekommt, wenn er seinem Hospitalismusschaden vorbeugend mal nach draußen gehen möchte. Die Länderregie-rungen haben klar gemacht, immerhin, dass sie sich um Masken für Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr etc. kümmern werden. Und das wird weiterhin be-deuten, diese Masken in China einzukaufen und zu hoffen, dass sie auch bei uns ankommen.



Neben den handelsüblichen Masken, wenn es über-haupt welche gibt, haben sich viele Menschen inzwischen ihre eigenen Exemplare gebastelt und genäht. Die benötigten Mengen können an der heimischen Nähmaschine natürlich nicht produziert werden. Es gibt jetzt allerdings Hoffnung, für Privatpersonen, aber auch für öffentliche Einrichtungen. Das 2014 in Aachen gegründete Produktentwicklungs-Unternehmen PEM Motion, neuerdings auch auf dem EUREF-Campus vertreten, hat eine Schutz-maske entwickelt, die schon in den nächsten Tagen verfügbar sein wird.

Das Besondere daran ist nicht nur, dass die Masken in Deutschland produziert werden, sondern sie sind auch wiederverwendbar. Die Maske kann nach dem Gebrauch gereinigt und anschließend mit einem neuen Filtervlies weiterverwendet werden. Sie er-füllt die gängigen Hygienestandards und ist gleich-zeitig ressourcenschonend, während die bisherige Masken häufig nach dem einmaligen Gebrauch in Gänze entsorgt werden.

Dank wechselbarem Filter-vlies kann die Maske flexibel verwendet werden.

„Wir sind bereits mit einigen Produzenten im Aus-tausch“, sagt Dr. Christoph Deutskens, CEO bei PEM Motion. Schon in den nächsten Tagen werden die Masken verfügbar sein. Abgegeben werden die Masken in Verpackungseinheiten von mindestens 10.000 Stück.

Parallel wird für die Maske ein Schnelltest als filtrierende Halbmaske nach Schutzklasse FFP2 angestoßen, sodass in den kommenden Wochen die Maske auch für die medizinische und pflegerische Anwendung zur Verfügung steht. Der Grundkörper der Maske kann z.B. mittels Dampfsterilisation im Autoklav bei 21 oC für die medizinische Mehrfachnutzung gesäubert werden.

Auch für Privatpersonen wird es die Möglichkeit geben, die Masken z.B. über den regulären Handel zu beziehen. Geprüft werden außerdem bereits Kooperationen mit Apotheken etc. Großkunden können schon jetzt ihre Bestellung aufgeben,
maske@pem-motion.com

Dezente Wiedereröffnung

Auf irgendeine Quadratmeterzahl musste man sich offenbar verständigen, um nicht alle Geschäfte gleichzeitig wieder zu öffnen. Shopping-Malls und Möbelhäuser bleiben also weiterhin geschlossen. Was ist eigentlich mit Geschäften bis 800 qm, die sich in einer Shopping-Mall befinden? Es gibt mehr Fragen als Antworten. Im Tempelhofer Hafen beispielsweise liegen zwei Verkaufsflächen, jeweils über 800 qm, übereinander, ein EDEKA und ein MediaMarkt. EDEKA blieb von Anfang an geöffnet. Was ist mit dem MediaMarkt? Warum können dort nicht die gleichen Hygienevorschriften und Abstandsregelungen umgesetzt werden, wie eine Etage tiefer bei EDEKA oder in jedem x-beliebigen Baumarkt? Am Tempelhofer Damm darf beispiels-weise ab 20. April jedes Geschäft öffnen, außer KARSTADT. Die 800-Quadratmerterregelung ist nicht nachvollziehbar.

Restaurants bleiben geschlossen. Das ist der Todes-stoß für viele. Da helfen auch keine Gutscheine oder Überbrückungszuwendungen. Dass auf Großveranstaltungen vorerst bis 31. August verzichtet werden muss, ist zwar nachvollziehbar, allerdings wird bis dahin die Veranstaltungsbranche unaufrichtbar am Boden liegen (bleiben). Dazu gehören nicht nur Fußballspiele, sondern alle Kulturveranstaltungen, ob Theater, Oper, Kabarett oder Konzerte. Was fehlt, sind intelligente Lösungen statt Verbote.

Also: Nächste Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten am 30. April. Dann sehen wir weiter. Am 4. Mai öffnen wieder die Frisöre. Haare waschen und schneiden wird einigen Menschen sehr guttun, dann lassen sich die Masken auch leichter hinter den wieder freien Ohren befestigen.

Ed Koch

  
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