Willkommen bei PaperPress Jugendpolitischer Pressedienst
suchen  
Hauptmenü  

Online  
Es sind 15 Besucher und 0 _MEMBER0 online..

Anmeldung

Sprachen  
Sprache auswählen:


  

Young Euro Classic: St. Petersburg

geschrieben von: Redaktion am 07.08.2020, 10:18 Uhr
paperpress580 
An diesem wunderschönen Saal des Konzerthauses kann man sich gar nicht satt genug sehen. Am sechsten Tag des Festivals bestritten vier Russen, fünf Deutsche, ein Türke und ein Pole das Pro-gramm. Die Werke stammten von drei russischen Komponisten, Modest Mussorgski, Peter Tschaikowski und Sergej Prokofjew, letzterer in den Lexika als sowjetischer und nicht russischer Komponist geführt wird. Gewidmet war der Abend St. Petersburg.

Bis zum Ende des Zarenreichs war St. Petersburg die musikalische Metropole des russischen Reiches. Was also lag näher, auch dieser Stadt im Rahmen des Festivals ein Porträt zu widmen! Aus der Fülle prominenter Namen war nur Platz für drei große Komponisten, zwei davon in ungewöhnlichen Bearbeitungen.

Es begann mit Prokofjews Ouvertüre über hebräische Themen für Klarinette, Streichquartett und Klavier, gefolgt von der ersten ungewöhnlichen Bearbeitung von Tschaikowskis „Aus den Jahreszeiten für Klavier“, bearbeitet für ein Ensemble. Am Klavier saß übrigens unter dem Motto „Next Generation“ Nikolaus Rexroth, der Sohn des Künstlerischen Leiters des Festivals, Dieter Rexroth. Der Auftritt dieses Ensembles war schon mal große Klas-se. Ohne dies schmälern zu wollen, folgte der Höhe-punkt des Abends am Ende. Mussorgskis berühmte „Bilder einer Ausstellung“ für Klavier, bearbeitet für ein Bläserensemble. Das war wirklich außergewöhnlich.

Es gab noch eine Besonderheit an diesem Abend. Der wunderbare Dietrich Mattausch rezitierte zwischen den musikalischen Abschnitten. Seine markante Stimme war allerdings nur etwas unzureichend zu vernehmen. Das Mikrophon schien nicht zu funktionieren. Schade, dass man die Texte des-halb nur Fragment artig verstehen konnte. Das trübte aber nur ganz wenig das große musikalische Vergnügen an diesem Abend.

Und hier noch die Mitglieder des „Ensembles 2012 der Russisch-Deutschen MusikAkademie.“

Marina Grauman (Violine) (Russland), Rimma Benyumova (Violine) (Russland), Elizaveta Zolo-tova (Viola) (Russland), Florian Schmidt-Bartha (Violoncello) (Deutschland), Nikolaus Rexroth (Klavier) (Deutschland), Aliya Vodovozova (Flöte) (Russland), Marianne Mittenzwey (Oboe) (Deutschland), Patrick Hollich (Klarinette) (Deutschland), Aziz Baziki (Fagott) (Türkei) und Maciej Baranowski (Horn) (Polen).

So wunderbar die Konzerte im Kammermusik-Format sind, und so gut die Beinfreiheit im Parkett und auf dem Mittelrang wegen den fehlenden jeweils zweiten Reihen genossen werden kann, gewöhnen möchte man sich daran nicht. Die großen Orchester aus aller Welt mit voluminösen Symphonien fehlen einem. An bedeutenden Komponisten mangelt es nicht im Programm. Sehr beachtlich ist auch zu erleben, über welches künstlerisches Potenzial die Berliner Hochschulen der Künste und für Musik Hanns Eisler sowie die Barenboim-Said Akademie verfügen. Auf diese Zusammenarbeit sollte YEC auch in den nächsten Jahren nicht verzichten. Was fehlt im Konzerthaus ist das Drumherum, vor allem die Gespräche und der Campari Orangensaft in den Pausen.

  
Anmeldung  




 


Registrierung

Impressum  
p a p e r p r e s s
Ed Koch (Herausgeber und verantwortlich für den Inhalt)
Träger: Paper Press Verein für gemeinnützige Pressearbeit in Berlin e.V.
Vorstand: Ed Koch - Mathias Kraft
Postfach 42 40 03
12082 Berlin
Email: paperpress[at]berlin.de
PDF-Newsletter-Archiv:
www.paperpress-newsletter.de

Diese WebSite wurde mit PostNuke CMS erstellt - PostNuke ist als freie Software unter der GNU/GPL Lizenz erh�ltlich.