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Young Euro Classic: Auf Flügeln der Jugend

geschrieben von: Redaktion am 10.08.2020, 06:37 Uhr
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Bevor beim Abendkonzert am 9. August die Jugend ihre Flügel mit Beethoven ausbreitete, ging es bereits um 16 Uhr im Kleinen Saal des Konzerthauses um Europa. „Meine Heimat? Meine Zukunft?“, eine in diesen Tagen höchst aktuelle Fragestellung.


Was, um Himmels willen, halten junge Leute von diesem Europa? Steht es für Frieden, Freiheit und Zukunft? Für Demokratie, Zusammenarbeit und grenzenlose Reisefreiheit? Oder halten sie es für ein bürokratisches Monster, das alle Probleme verwaltet, aber keine löst?

Wie schon im vergangenen Jahr wurden Berliner Schülerinnen und Schüler gebeten, das aufzuschreiben, was sie bei diesen Fragen bewegt. Sie kommen vom Eckener Gymnasium in Mariendorf und vom Goethe-Gymnasium in Wilmersdorf, sind zwischen 16 und 18 Jahre alt und haben ihre Stücke im Zusammenhang mit schulischen Leistungskursen verfasst. Und trotz des Corona-Durcheinanders haben sie das großartig gemacht, nicht zuletzt dank ihrer engagierten Lehrerinnen Christine Hohmeyer und Dorit Beckmann.

Einige der hervorragenden Gedichte und Essays, die dabei herausgekommen sind, wurden an diesem Nachmittag im Kleinen Saal des Konzerthauses vor-getragen: von professionellen Sprechern, nein: von erstklassigen und berühmten Schauspielern. Dietmar Bär ist wahrscheinlich allen Deutschen bekannt als Kölner „Tatort-Kommissar Freddy Schenk“ (seit 1997!), aber auch von vielen weiteren Film- und Fernsehrollen; er hat unzählig viele Hörbücher auf-genommen – und wer ihn einmal raumfüllend auf der Bühne erlebt hat, wird das nie vergessen. Nadine Schori ist eine brillante Alleskönnerin, schloss ihre erste Ausbildung als klassische Ballett-Tänzerin ab und absolvierte u.a. mehr als 1.000 Vorstellungen im Friedrichstadt-Palast. Machte dann eine Schauspiel-Ausbildung, ging – als einzige Künstlerin – mit Otto Waalkes auf Tournee und spielte u.a. im Deutschen Theater, zurzeit vor allem im Renaissance-Theater.

Moderiert wurde die Veranstaltung von zwei Korrespondenten-Legenden, Wolfgang Klein und Rolf-Dieter Krause, die als höchst langjährige TV-Korrespondenten in Brüssel Europa-Freaks sind und die Schüler*innen betreut haben.

Am Abend gab es dann wieder Musik im Großen Saal. Ludwig van Beethoven einmal ganz anders: Nicht der Meister der Klaviersonate und des Streichquartetts, sondern der Verfasser unterhaltsamer Musik stand im Mittelpunkt dieses Festival-Konzerts! Dass er dieses Metier schon in jungen Jahren beherrschte, zeigt eine Rarität aus der Bonner Zeit, das Trio für Flöte, Fagott und Klavier, ein Werk voll ansteckender Spielfreude, das der Komponist für einen Fagott spielenden Obristen und sei-ne beiden Kinder verfasste. Später hat Beethoven diese Trio-Besetzung nie wieder aufgegriffen, doch vieles von deren Geist ist auch in dem berühmten Septett Es-Dur op. 20 zu spüren. Es zählt seit der Uraufführung im Jahr 1800 zu seinen populärsten Werken, geschätzt auch bei Hofe in Wien, wie die Widmung an die junge Kaiserin Maria Theresia zeigt. Satte 45 Minuten Kammermusik hat Beethoven auf sechs Sätze verteilt und dabei die Mischung aus drei Bläsern und vier Streichern auch für üppige orchestrale Effekte genutzt.

Die Künstlerinnen und Künstler der Universität der Künste Berlin (Trio): Ronja Macholdt (Flöte) , Carlotta Brendel (Fagott), Yoonji Kim (Klavier), und des Bundesjugendorchesters (Septett): Johann Stötzer (Violine), Felicias Frücht (Viola), Lukas Plag (Violoncello), Antonia Hadulla (Kontrabass), Leonard Halm (Horn), Jakob Plag (Klarinette) und Tobias Reikow (Fagott). Bis auf Yoonji Kim aus Südkorea stammen alle anderen aus Deutschland.

Quelle: YEC – Zusammenstellung: Ed Koch

www.young-euro-classic.de

  
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