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Young Euro Classic - Das Finale - Zuletzt gabs die Erste

geschrieben von: Redaktion am 11.08.2020, 07:39 Uhr
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Was für ein grandioses Finale. Am Ende standen 38 gegenwärtige und ehemalige Mitglieder des European Union Youth Orchestra aus 14 Ländern auf der Bühne. So wie das Bundesjugendorchester gehört das European Union Youth Orchestra seit Jahren zu den Lieblingsgästen des Festivalpublikums. Doch auch das EUYO konnte nicht kommen – und schickte stattdessen eine kleinere „Delegation“, um Europas Farben bei der neu konzipierten Variante von Young Euro Classic musikalisch zu vertreten. Und wenn schon nicht alle gemeinsam auf der Bühne auftreten konnten, außer beim Schlussapplaus, dann zumindest nacheinander! Dementsprechend hielt das Programm, das sich vordergründig ganz klassisch gibt, doch zwei absolute Raritäten bereit: So steuerten die Hörner des EUYO drei Hornquartette des russischen Spätromantikers Nikolai Tscherepnin bei, während die Kontrabässe ein tango-gesättigtes Kontrabassquartett des Finnen Peter Grans vorführten.

Den schwungvollen Anfang machte jedoch Mozarts jugendliches Streicherdivertimento D-Dur, während als großes (Festival-)Finale eine Bläserbearbeitung von Beethovens erster Symphonie noch einmal dem Jubilar dieses Jahres huldigte. „Wir haben nicht nur Corona-Jahr, sondern immer noch Beethoven-Jahr“, sagte fast trotzig ein junger Musiker zu Beginn des Konzerts. Das Konzert war dank der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters, Teil des Kulturprogramms zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Es war ein ungewöhnliches Festival in ungewöhnlichen Zeiten. Was das YEC-Team um Gabriele Minz und Dieter Rexroth sozusagen aus der Not heraus auf die Beine gestellt haben, verdient höchstes Lob. YEC hat den Kultursommer in Berlin gerettet. So hervorragend das Programm war, sind sich doch alle in der Hoffnung einig, dass im nächsten Jahr wieder die Orchester aus aller Welt nach Berlin kommen sollten. Zu einem Festival dieses Formats gehören auch mal wieder hundert Musikerinnen und Musiker auf die Bühne, die eine große Symphonie spielen. Sollte das im nächsten Jahr möglich sein, müsste man aus Dankbarkeit mit Beethovens Neunter beginnen. „Young Euro Classic 2021 ist für den Zeitraum 23.07.-08.08.2021 geplant. Der Deutsche Freundeskreis europäischer Jugendorchester e.V. steht in Kontakt mit den internationalen Jugendorchestern, die in diesem Jahr nicht kommen konnten. Ihr gemeinsamer Wunsch ist es, sobald es möglich ist, das Festival in Berlin zu bespielen. Wie dies geschieht, wer-den die nächsten Monate zeigen.“, teilt der Veranstalter mit. Die Hoffnung darauf soll nicht zuletzt sterben, sondern leben.

Wir bedanken uns für die Unterstützung bei unserer Berichterstattung in diesem Jahr, explizit bei Alexander Flöth und Elisabeth Friedrich von ARTE-FAKT Kulturkonzepte, die wieder für die Pressebetreuung zuständig waren.

Ed Koch

Und am Ende der Berichterstattung der
offizielle Abschlussbericht des Veranstalters:

Ungewohnt, anders und herausfordernd war vieles bei der 21. Ausgabe von Young Euro Classic. Gleich blieben das große Können und Engagement der Musiker*innen auf der Bühne und die Begeisterung des Publikums. Mit insgesamt ca. 4.300 Besucher*innen – rund ein Viertel der Plätze im Großen Saal des Konzerthaus durften belegt werden – lag die Auslastung bei rund 97% Prozent. Auf der Bühne spielten in 11 Konzerten 130 Musiker*innen aus 24 Nationen, fast alle aktuell beheimatet in Berlin.

Die jungen Profis spielten allesamt nicht nur auf höchstem Niveau, sondern mit viel Herzblut ihre ersten Konzerte nach dem Lockdown. Dank des Einsatzes aller Beteiligten setzte Young Euro Classic ein deutliches Zeichen für Konzerterleben und künstlerischen Mut trotz Pandemie: mit Verantwortungsbewusstsein, Qualität und Offenheit für Alter-nativen.

Undenkbar wäre das Festival ohne die herausragen-de Leistung des Konzerthaus Berlin gewesen: Ihr mit Gesundheitsamt und Charité erarbeitetes Schutzkonzept funktionierte bespielhaft. Zwar waren Wegeführung und die gelichtete Sitzordnung ungewohnt, aber das Team stieß vor allem auf ein dankbares Publikum und glückliche Musiker*innen.

„Diese Festivalsaison war eine Riesenherausforderung für die Künstler*innen und die Festivalmacher, für alle unsere Partner. Dies wird auch in naher Zukunft so bleiben. Dem wollen wir uns stellen – mit kreativen Lösungen auf allen Ebenen.“, so Festival-Chefin Gabriele Minz.

„Young Euro Classic sei Dank – unser Konzerthaus Berlin war zum Monatsanfang nach langer Schließ-zeit wieder für zehn Tage von Kammermusik erfüllt. Das hat uns alle – Haus, Publikum und Musikerinnen und Musiker – erleichtert und beglückt. Wir freuen uns auf den Start in die neue Saison ab Ende August und hoffen sehr, dass uns live gespielte Musik in den nächsten Monaten weiterhin begleiten wird.“, so Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthaus Berlin und langjähriger Wegbegleiter des Festivals.

Die veränderten Bedingungen gaben das Programm und das Basiskonzept vor, in Form der Zusammenarbeit mit den Berliner Musikhochschulen: mit der Universität der Künste Berlin, der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, der Barenboim-Said Akademie sowie dem Jazz-Institut Berlin. Auch Mitglieder des Bundesjugendorchesters sowie des European Union Youth Orchestras waren dabei. Vom Soloabend über Ensembles unterschiedlicher Größe bis zu immerhin 22 gleichzeitig musizierenden Instrumentalist*innen brillierten die Künstler*innen in allen Ausprägungen, die die Kammermusik zu bieten hat. „Uns war es wichtig, die jungen Musikerinnen und Musiker anzusprechen, damit sie sich wie-der zeigen, denn Musik und Musikmachen ist ihre Existenz!", so Dieter Rexroth, Künstlerischer Leiter des Festivals. „Es hat sich echt schräg angefühlt, auf der Bühne so weit von den anderen Musikern zu stehen. Aber man vergisst alles auf dieser Welt, sobald die Musik erklingt und du begreifst, wie schön es doch ist, vor echten Menschen zu spielen!“, so Atrin Madani, Jazz- und Chanson-Sänger über seinen Auftritt bei Young Euro Classic.

Junge Profimusiker*innen brauchen gerade in schwierigen Zeiten eine Plattform. Dank der im internationalen Vergleich beispielhaften Nachwuchsförderung in Deutschland bot Young Euro Classic 2020 sowohl bewährten Freunden des Festivals eine Bühne als auch der internationalen Exzellenz, die insbesondere Dank der Ausbildungsstätten Universität der Künste Berlin, der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und der Barenboim-Said Akademie vor der Haustür zu finden ist.

Auch 2020 widmete Young Euro Classic dem Nach-wuchs des Nachwuchses ein eigenes Programm: Rund 250 Kinder und Jugendliche nahmen an Performance-Workshop, Märchenaufführungen und Lesungen teil.

Ohne die Unterstützung und große Flexibilität der Partner wäre das Festival nicht möglich gewesen. Großer Dank geht an den Bund und das Land Berlin, den Hauptstadtkulturfonds und das Auswärtige Amt, die KfW Bankengruppe, die Volks- und Raiffeisenbanken, die GVL sowie an die Medienpartner und Spender*innen. Für die langjährige Partnerschaft und den außerordentlichen Einsatz 2020 bedankt sich der Veranstalter besonders beim Konzerthaus Berlin. Für ihre Unterstützung bedankt sich Young Euro Classic auch bei den neuen Partnern: bei TUI Cruises und bei der Initiative Wir Testen von der Firma Centogene.

  
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