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Was man mit Überschriften bewirken kann

geschrieben von: Redaktion am 22.08.2020, 02:16 Uhr
paperpress580 
Wir haben uns in den letzten Tagen schon einige Male mit dem beschäftigt, was hinter den Überschriften von Zeitungsartikeln steckt. Oft vermitteln sie einen völlig falschen Eindruck oder die Artikel unter den Überschriften halten nicht das, was die Headline verspricht. Wir haben das gestern mal mit großem Erfolg ausprobiert und die Überschrift gesetzt: „Chebli beurlaubt“. Da war selbst Frau Chebli verunsichert. Im Text stand, dass sie sich selbst beurlaubt habe, was natürlich nicht geht und als kleiner Gag leicht erkennbar war. Für Aufregung hat es dennoch gesorgt. In diesen trüben Zeiten muss es auch mal ein wenig Spaß geben, selbst wenn den einige für unseriös halten.

Apropos unseriös. Der Tagesspiegel hat beim Meinungsforschungsinstitut Civey nachfragen lassen, was die Berliner davon halten, wenn Michael Müller vor dem Ende der Legislaturperiode sein Amt als Regierender Bürgermeister an Franziska Giffey abgibt. Die Seriosität der Umfrage stellen wir nicht in Frage. 43,5% der Befragten lehnen eine vorzeitige „Machtübergabe“ ab, 36,9% möchten, dass Giffey schon jetzt ins Rote Rathaus einzieht.

So, nun raten Sie mal, wie die Überschrift des Artikels im Tagesspiegel lautet. Nein, nicht googeln, sondern spontan antworten.

Antwortmöglichkeit A

43,5 Prozent wollen, dass Müller bis zur Neuwahl 2021 im Amt bleibt.

Antwortmöglichkeit B

37 Prozent wollen Rücktritt Müllers zugunsten von Giffey.

Natürlich können Sie etwas gewinnen, wenn Sie mitmachen. Nämlich diese wunderschöne paperpress-Trinkflasche mit Karabinerhaken zum Immer-dabei-haben. Schicken Sie uns bitte Ihre Antwort an paperpress@berlin.de. Die ersten drei richtigen Einsendungen erhalten die Trinkflasche zugesandt. Dazu bräuchten wir Ihre Anschrift, die wir nicht speichern, sondern nach dem Zusenden sofort vernichten.

Dem Tagesspiegel, der ziemlich (un)auffällig Giffey protegiert, gefallen natürlich die Zahlen nicht. Also muss die Sache gleich relativiert werden. „19,6 Prozent der Befragten sind laut der Umfrage noch unentschieden - und könnten sich in den kommen-den Wochen noch für oder gegen den Amtswechsel zugunsten von Franziska Giffey entscheiden.“ Ja, am liebsten dafür, wissen wir.

Übrigens: „Am stärksten gegen einen vorzeitigen Rücktritt des Regierenden sprechen sich ausgerechnet die Wähler der SPD aus: 53,8 Prozent wollen, dass Müller die Legislaturperiode als Regierender Bürgermeister beendet.“ „Ausgerechnet“? Also mehr Stimmungsmache ist kaum möglich. Es waren damals 60 Prozent der SPD-Mitglieder, die Müller als Regierenden Bürgermeisten wollten, und nicht ein-mal 20 Prozent den Strippenzieher Raed Saleh.

„Scholz verhilft Berliner SPD zu neuem Aufschwung“, schreibt der Tagesspiegel gestern in seiner Printausgabe. Woher wissen die das bloß. Die neueste Civey-Umfrage für Berlin sieht wie folgt aus, in Klammern die Werte der Vorwoche:
CDU 21,9% (22,2%) - SPD 18,8% (18,2%)
Grüne 19,4% (18,7%) – FDP 5,1% (5,7%)
Linke 15,3% (15,8%) – AfD 11,1% (11%)

Auch der Berliner CDU traut der Tagesspiegel nicht zu, aus eigener Kraft stärkste Umfragepartei zu sein. Die CDU, so der Tagesspiegel, „schwimmt weiter auf der Merkel-Welle.“

Dabei setzt die CDU durchaus eigene Akzente. „In einem symbolischen Akt haben der Landesvorsitzende der CDU Berlin, Kai Wegner, Generalsekretär Stefan Evers und die stellv. Landesvorsitzende Manja Schreiner die Ketten eines Baggers vor der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen gesprengt. Mit ihrer Aktion weist die CDU darauf hin, dass die Baupolitik des Senats gefesselt in Ketten liegt. Es herrscht Stillstand, nichts geht wirklich voran.“ Darüber hinaus fordert die CDU eine umfassende Bauoffensive, für Wohnungen besonders auch im mittleren Preissegment.

Ed Koch

  
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