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Die Stimmung im Land

geschrieben von: Redaktion am 30.08.2020, 07:58 Uhr
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Gleich fünf Meinungsforschungsinstitute beglücken uns an diesem Wochenende mit ihren Umfragen. Die Union liegt weiterhin deutlich vorn. SPD und Grüne nähern sich an, der Kampf um Platz 2 hat längst begonnen. In einigen Umfragen der Vorwoche lag die SPD schon vor den Grünen. In den fünf Umfragen liegen CDU/CSU zwischen 36 und 38%, SPD 16-17%, Grüne 18-19%, FDP 5-6%, Linke 7-8% und AfD 9-11%. Die Forschungsgruppe Wahlen hat für das ZDF das Politbarometer ermittelt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 25. bis zum 27. August 2020 bei 1.303 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben.


In der beliebten Liste der wichtigsten Politiker/innen liegt Angela Merkel weiterhin auf Platz 1. Es folgen Markus Söder und Olaf Scholz. Weiter geht es mit Jens Spahn, Hubertus Heil, Robert Habeck und Peter Altmaier. Die Rote Schlusslaterne tragen Armin Laschet, Horst Seehofer und Annegret Kramp-Karrenbauer.

Die SPD geht mit Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten in die nächste Bundestagswahl. Wenn jetzt von ihm die Rede ist, heißt es oft: „Der Kanzlerkandidat der SPD und gegenwärtige Finanzminister.“ 58 Prozent der Befragten meinen, das die Nominierung von Scholz ein Pluspunkt für die Partei sei, 25 Prozent sehen das eher negativ. Neben 82 Prozent der eigenen Anhänger finden auch die meisten Anhänger von CDU/CSU (68 Prozent), Grünen (56 Prozent), FDP (53 Prozent), Linke (50 Prozent) und AfD (50 Prozent), dass die Nominierung von Scholz gut ist für die SPD.

Was nützt es aber, wenn den größten Zuspruch bei der Bewertung verschiedener Koalitionsvarianten ein Bündnis aus CDU/CSU und Grünen erhält? 48 Prozent der Befragten fänden es gut, wenn es nach der nächsten Bundestagswahl dazu käme, 34 Prozent fänden das schlecht. Eine erneute Koalition aus CDU/CSU und SPD würden 35 Prozent befürworten und 42 Prozent ablehnen. Noch weniger Unterstützung erhielten mit 32 Prozent eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP (dagegen: 46 Prozent) und mit 31 Prozent ein Dreierbündnis aus SPD, Grünen und Linken, das mit 52 Prozent zudem die größte Ablehnung erfährt. Da kann sich Gregor Gysi noch so sehr um die Mitte bemühen, R2G wird es auf Bundesebene nicht geben.

Vor dem Hintergrund steigender Corona-Fallzahlen stehen die staatlichen Maßnahmen zum Schutz vor der Ausbreitung des Virus auch im Fokus der Meinungsforscher. Generell halten 60 Prozent die geltenden Schutzmaßnahmen für gerade richtig, für 28 Prozent müssten diese härter ausfallen, und 10 Prozent finden sie übertrieben. Diese Zahlen sollten wir uns vergegenwärtigen, wenn wir auf die „Querdenker“ aus Stuttgart schauen.

Es geht noch weiter: Gut drei Viertel der Befragten (77 Prozent) sprechen sich für eine stärkere Kontrolle bei der Einhaltung der Corona-Maßnahmen aus, darunter Mehrheiten in allen Parteianhänger-gruppen, mit Ausnahme der AfD-Anhänger. Bundesländer, Kreise und Städte können eigene Regelungen bei den Corona-Maßnahmen treffen. Solche regional unterschiedlichen Vorgaben finden 37 Prozent gut. 61 Prozent sind jedoch dafür, dass alles bundesweit einheitlich festgelegt wird. Diese Einschätzung teilen die Anhänger aller Parteien mehrheitlich und auch die meisten Befragten in West (63 Prozent) und Ost (56 Prozent).

Zudem wird über eine stärkere Begrenzung der Teilnehmerzahlen bei Zusammenkünften und eine Ausweitung der Maskenpflicht gesprochen. Ersteres stößt auf klare Zustimmung, letzteres wird kritischer gesehen: Eine Reduzierung der Obergrenzen bei öffentlichen Veranstaltungen begrüßen 79 Prozent (dagegen: 18 Prozent) und der maximalen Gästezahl bei privaten Feiern 70 Prozent (dagegen: 27 Prozent). Das verpflichtende Tragen einer Maske am Arbeitsplatz unterstützen 42 Prozent, 48 Prozent lehnen das ab. Und für eine generelle Maskenpflicht für Schüler auch im Unterricht sind nur 37 Prozent, 58 Prozent meinen, das solle es nicht geben.

In der Berliner Politik geht es turbulent zu. Dafür sorgt vor allem die SPD mit ihrer Kandidatenkür. Für Berlin gibt es nach wie vor keine neuen Telefonumfragen. Lediglich Civey ermittelt online die Werte. 3011 Teilnehmende zwischen dem 2. und 29. August 2020.

Hier die aktuellen Zahlen von heute, in Klammern die der Vorwoche:

CDU 23% (21,9%)
SPD 17,7% (18,8%)
Grüne 20,8% (19,4%)
FDP 4,7% (5,1%)
Linke 15,2% (15,3%)
AfD 10,3% (11,1%)

Quellen: Presseportal, ZDF, Civey
bearbeitet und kommentiert: Ed Koch





  
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