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Tolle Idee - DHL-Busse

geschrieben von: Redaktion am 02.12.2020, 05:23 Uhr
paperpress584 
Wer schon einmal ein Paket in einer Postfiliale abholen musste, freut sich über Alternativen, denn in jeder langen Schlange steht garantiert ein Opa, der Geld abheben will, aber seine Geheimzahl vergessen hat, oder die Oma, die eine 80-Cent-Marke kaufen will und sich nicht überreden lässt, einen Zehnerblock zu nehmen. Hinzu kommt natürlich noch, dass sie den Schaltermitarbeiter bittet, aus ihrem Portemonnaie die 80 Cent herauszufischen.

Die Posttochter DHL hat jetzt in Berlin zehn Busse aufgestellt. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich für dieses Projekt eingesetzt und twitterte: „Die @DeutschePostDHL setzt in Berlin erstmals Paketbusse ein. Sie fungieren als mobile Paketshops. Das Paketgeschäft, das Weihnachten coronabedingt eine neue Dimension erreichen wird, wird so gezielt erleichtert. Denn es hilft uns, Kontakte weiter zu verringern.“

Es ist in diesen Tagen nicht gerade so, dass der Einzelhandel, die Shopping-Malls und Kaufhäuser von Kunden überrannt werden. Die täglich veröffentlichten Zahlen von Infizierten und Toten sowie immer knapper werdenden Intensivbetten, zeigen Wirkung. Was man von zu Hause aus erledigen kann, erledigt man von dort. Krabbelte man sich früher in den Kaufhäusern durch die Billigangebote an T-Shirts und Socken, wird heute der Computer eingeschaltet. Die große bunte Welt des Online-Shoppings leuchtet in hellem Weihnachtsglanz.

Bei Produktnachfragen ist es in größeren Geschäften oft schwer, einen Verkäufer zu finden. Online sind zu jedem Artikel ausführliche Beschreibungen verfüg-bar. Mit der Auswahl im Interner kann kein Geschäft mithalten. Warum ich kürzlich im Internet und nicht bei Karstadt ein Geburtstags-T-Shirt für den dreijährigen Sohn meiner Freunde bestellt habe, erzähle ich ungern immer wieder. Auf dem T-Shirt sollte die Zahl 3 und ein Dino-Saurier abgebildet sein. Ein Klick und es öffneten sich mehrere Motive in zehn Farben und sieben Größen. Das kann Karstadt nicht bieten. Der Einzelhandel kann mit dem Internet nicht mithalten, es sei denn, er bietet dort selbst seine Produkte an.

Es gibt auch Hybrid-Käufe, die sich lohnen können. Kürzlich erzählte mir ein Freund, dass er in einem Elektromarkt eine Kaffeemaschine kaufen wollte. Er schaute sich das Gerät live und in Farbe an und blickte parallel auf die Internetseite. Dort wurde die Maschine für 20 Euro preiswerter angeboten als im Geschäft. Also bestellte er sie im Sofort-Kauf per Internet und nahm sie wenig später am Ausgabeschalter desselben Elektromarktes in Empfang. Wenn das so läuft, kann man sich den Weg sparen und gleich von zu Hause aus bestellen und dorthin liefern lassen.

Apropos liefern lassen

Kommen wir noch einmal zurück zu DHL, was einige mit „dauert halt länger“ übersetzen. Also: Ich er-warte eine Lieferung. Sie wird für Freitag, den 27. November, per E-Mail avisiert. Ich bleibe zu Hause und warte. Nichts passiert. So gegen 14 Uhr checke ich meine E-Mails und erfahre, dass um 10:40 Uhr erfolglos versucht wurde, mir das Paket zuzustellen. Haus- und Türklingel funktionieren übrigens. Ich gehe zum Briefkasten und finde dort die maschinell erstellt Benachrichtigung, dass die Zustellung nicht möglich war. Abholen könnte ich das Paket montags bis freitags zwischen 12 und 18 Uhr beim DHL-Bus Mariendorfer Damm 222. Meine telefonische Beschwerde wurde mit dem größten Bedauern aufgenommen und anschließend vermutlich geschreddert.

Meinen täglichen Spaziergang unternahm ich also am folgenden Montag zum DHL-Bus an der Trabrennbahn, von der ich nicht so weit weg wohne. Direkt vor dem Eingang zur Trabrennbahn, wo der Bus steht, befindet sich eine Bushaltestelle und ein Blumenladen. Praktisch. Der DHL-Kollege sah mich den langen Weg auf den Bus zulaufen und öffnete die Tür. Ich war der einzige Kunde weit und breit. Ich bat den Kollegen, dem Zusteller auszurichten, dass er das nächste Mal bei mir klingeln und das Paket direkt abgeben soll. Antwort. Das höre ich sehr oft. Aha. Das Paket war handlich und nicht schwer, ließ sich also problemlos tragen. Doch was machen ältere Menschen, die ein größeres Paket erwarten und es nicht tragen können?

Ja, so ein DHL-Bus als zusätzliche Abholstation, bei der man auch Pakete versenden lassen kann, ist eine tolle Sache. Noch toller wäre es allerdings, wenn der Zusteller das Paket direkt bis zur Wohnungstür brächte und nicht einfach nur die Mittei-lungskarte in den Briefkasten wirft.

Ed Koch

  
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